Feuchtigkeitssperre unter Dielenboden im Erdgeschoss

12.06.2008



Hallo,
wir möchten im Erdgeschoss unseres alten Hauses einen Dielenboden mit Fußbodenheizung verlegen. Der Unterboden besteht aus Linoleum auf alten Fliesen auf ca 3 cm gut erhaltenem Betonestrich, darunter ist nur Sandiges Erdreich und schliesslich Lehmboden, alles trocken. Ein Kompletter Aushub mit neuem Estrich ist uns zu Aufwendig (Kostenvoranschlag liegt bei fast 7000,-€ und bringt m.w. auch viel zu viel neue Feuchtigkeit ein). Reicht es nicht aus, eine Dampfsperre auf den alten Boden Aufzubringen und darüber dann neu Aufzubauen? Dann haben wir halt eine Stufe mehr im Haus, aber damit könnten wir leben. Welche Materialien sind für die Feuchtigkeitssperre zu empfehlen und wie sollte dann der weitere Aufbau mit Fussbodenheizung und Eichendielen aussehen, damit die Aufbauhöhe möglichst gering ausfällt.
Vielen Dank für jeden Hinweis.
Thomas Zenge Wesendonk



Sie sollten...



...mit folgendem Aufbau hinkommen:

Bitumenschweißbahn, an der Seite bis Dielungsoberkante hochgezogen (keine Folie etc.!)
100mm Dämmung, z.B. aus 2 x 50mm Holzweichfaserplatten
Fußbodenheizung (z.B. System Ripal, Aufbauhöhe 22mm)
24 oder 28mm Dielung

Aufbauhöhe gesamt rund 150mm.

Soweit das doch zu hoch wird: Auschachten, Schotteraufbau und Magerbeton muß sicher nicht soviel kosten wie in Ihrem Angebot ausgewiesen, außerdem könnten da auch gut Eigenleistungen integriert werden (Abriss, Ausschachten). Wozu hat man denn einen großen Freundeskreis :-)

Der vorgeschlagene Aufbau ist ein Trockenaufbau mit sehr guter Wärmeverteilung und der Möglichkeit, vollwertige Lagerhölzer in die oberste Dämmebene zu integrieren. Dielen auf FBH sollten immer geschraubt werden können, das Kleben auf Heizestriche bringt aufgrund größerer Elementbreiten zu viele Probleme.

Bei Interesse kann ich Sie dazu gern detaillierter beraten, wir führen komplette Leistungen dieser Art aus.

Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.

Grüße

Thomas



Vielen Dank



Lieber Herr Böhme,
vielen Dank für die Tipps. Ich werde die Stufenvariante vorziehen, da ich dann auch noch einen Schutz bei Hochwasser habe, dass Wasser stand beim letzten Regen schon vor unserer Türe. Mit den Bitumenbahnen kann ich mich allerdings nur sehr schwer anfreunden, da ich eine Raumluftbelastung mit Kondensaten befürchte. Was spricht denn gegen eine andere Lösung, mit weniger belstetem Material?
Grüße Thomas



Woher sollen den die Kondensate,



also Kondenswasser kommen, wenn Sie eine FBH haben?

Bitumenbahnen heutigen Datums bringen keine PAK-Belastung.

Alternativ steht dem Dachdecker auch eine Kunststoffbahn zur Verfügung. Hier wäre aber eine eventuelle Belastung durch Weichmacher zu prüfen.

Ein Dichtanstrich mit 2-komponentigem Epoxydharz gäbe es auch noch.

Ich persönlich würde die Bitumenbahn vorziehen. Hinweise auf eine Raumluftbelastung habe ich derzeit keine. Sicherlich kann nach dem Aufrollen ein leichter Geruch festzustellen sein. Manche Schrankwand stinkt nach dem Aufbau stärker und länger.

Bei Hochwassergefahr würde ich jedoch auf HWPL verzichten und foamglas als Dämmung nutzen. Da die Gefahr des Aufschwimmens besteht, mit einem innenraumgeeigneten Kleber mit der Absperrbahn verkleben, die Ihrerseits gut mit dem Untergrund verbunden sein muß. Das gänge dann in Richtung der Epoxydharzabdichtung, die dann gleichzeitig die Grundierung für den Kleber wäre.

Grüße

Thomas





Hallo Herr Zenge,

ich möchte Ihnen eine geeignete Methode empfehlen:

Bevor Sie den neuen Estrich gießen Streichen Sie den Boden und den Fußleistenbereich mit Plasta Pox UW ein. Dieses spezial-Epoxidharz bildet mit dem Estrich eine Kaftschlüssige und Wasserdichte Verbindung. Der Estrich muss auch nicht sehr dick sein um stabil zu sein.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.