Fußbodenheizung auf Kappendecke




Hallo,

ich habe ein Haus von 1904, zum Keller befindet sich eine Kappendecke. Ich habe bereits die alten Dielen entfernt und möchte nun eine Fußbodenheizung in Estrich einbauen. Ich habe bis zur Rohdecke ca. 16 cm für den Fußbdodenaufbau

Dabei stellen sich für mich folgende Fragen:
1. Momentan habe ich noch eine Schlackeschüttung (sehr unterschiedliche Körnung von 0 - 40 mm) auf der Decke. Die würde ich reduzieren bis zum Scheitelpunkt und dann Holzfaserdämmung auflegen. Geht das als Unterbau für eine Fußbodenheizung oder ist der Untergrund zu weich wegen der Schlacke?
2. Hat jemand Erfahrung mit einer Schlackeschütttung als Unterbau? Ist das Material empfehlenswert?



Fußbodenaufbau auf Kappendecke



In jedem Fall muß der Keller vollkommen trocken sein, sonst ist eine Feuchtigkeitssperre empfehlenswert.

Wenn schon Schlacke darauf ist würde ich besser mit Schüttungen als Dämmstoff arbeiten.
Holzfaserplatten setzen einen ebenen Untergrund voraus, der bei Schlacke kaum vorliegen wird.
Die sollen auch nicht bei dichten Oberböden verlegt werden.

Auch wenn das nicht deine Frage war:
Du könntest dir noch überlegen, einen Holzdielenboden zu nehmen, der den Vorteil hat, immer fußwarm zu sein-
und nicht nur in der Heizperiode.
Zudem kannst du um die eingesparte Estrichdicke mehr Dämmstoff einbauen- also gut ein Drittel mehr.

Dazu können die Traghölzer aus KVH, zB 6/12 cm, über den Metallträgern oder quer dazu eingebaut werden.
Am Besten mit Gummigranulatstücken und ggf Holz über den Trägern unterfüttern und nivellieren.

Wenn der Boden geölt und nicht mit dichten Belägen abgedeckt wird kann geringe Feuchtigkeit aus dem Keller diffundieren- ansonsten darunter eine Feuchtigkeitssperre einbauen.

Als Heizflächen könnten zB Wandheizungen installiert werden, die deutlich mehr Wärme abgeben können als Fußbodenheizungen und auch evt problematische Wandflächen austrocknen.

Andreas Teich