Fußbodenheizung auf Kappendecke

17.03.2015 Daniel P



Hallo!
Nachdem ich nun etliche Forenbeiträge zu dem Thema gelesen hatte und immernoch zu keinem für mich passenden Ergebnis gekommen bin möchte meine Frage an die Experten stellen.

In einem Fachwerkhaus BJ 1938 möchte ich auf die vorhandene Kappendecke des EG eine Fußbodenheizung im Trockenestrichaufbau installieren.
Der Keller ist nicht beheizt, Tägerabstand der Kappen beträgt ca 90cm.

Alter PVC Belag, die alten Dielen und Lagerhölzer werden nun entfernt, die Kappen freigelegt und der Fußboden neu aufgebaut.
Der neue Aufbau soll von oben, wie folgt aussehen:

Vinyl im Wohnzimmer (Fliesen in der Küche)
Trockenestrichplatten
Systemplatten mit Heizrohren und Wärmeleitblechen
Styropor zur Wärmedämmung
gebundene Liapor-Schüttung als Ausgleich
Kappendecke

In anderen Forenbeiträgen existieren verschiedenste Meinungen zu einzubringenden Folien oder Schweißbahnen als Zwischenlagen.
Wo, wenn überhaupt, wären denn nun im meinem vorliegenden Fall Sperrfolien, Schrenzlagen oder gar Bitumen-Schweißbahnen erforderlich, um eventuell aufsteigende Feuchtigkeit oder gar Tauwasseranfall zu unterbinden?

Oder hat jemand einen ganz anderen Aufbau vorzuschlagen?



Kappendecken



brauche meistens etwas Auflast um stabil zu sein, ohne Fachmann vor Ort ist das nicht zu lösen.



Fußbodenheizung



Ist die FuBoHzg als Zusatzheizung im Sinne eines "Gemütlichkeitsfaktors" gedacht oder soll sie einen relevanten Beitrag zur Gebäudeheizung leisten?

Wenn ja, gehört zur Entscheidung für eine FuBoHzg als Hauptwärmelieferant eines Hauses eine sehr gute Gebäudedämmung aller Bauteile (die Sie nicht haben werden oder nicht ggf. nicht einbauen können/werden), eine profunde Heizlastberechnung eines TGA-Büros oder einer versierten Hzg/San-Firma und eine Anlagenauslegung mit allen Komponenten inkl. Wärmeerzeuger, wärmeverteiler, Wärmespeicher, Regeltechnik.

Eine FuBoHzg in einem Altbau insbesondere einem FWH ist nichts, das man sich aus einer Laune heraus leisten sollte, weil man gerne warme Füsse hat und keine Konvektoren unter dem Fenster ansehen mag. Es sei denn, man verfügt über üppige finanzielle Mittel zum Einbau einer Effektheizung.



Danke für die schnellen Antworten



Die FBH soll als Zusatzheizung dienen. Die Gelegenheit bietet sich da die Bodenkonstruktion sowieso erneuert werden soll.
Eine Kappendecke benötigt meines Wissens nach keine zusätzliche Auflast, außer die Last der äußeren Gebäudewände.

Gibt es zu meiner eigentlichen Frage bezüglich Folien noch Meinungen?





Folie Schadet nicht, ist aber beim Aufbau Dämmung 5-8cm und Betonestrich mit FH 5-7cm nicht notwendig, da der beheizte Beton eh nichts mehr durch lässt.
Holz oder Gips würde ich nicht verbauen, reagieren mit Bakterien/Pilzen(Holz) und Wasser, Beton nicht.



Fußbodenaufbau



Eine Sperrfolie sollte über der mineralischen Schüttung angebracht werden, da übliche Trockenestrichplatten nicht feuchtigkeitsresistent sind und dein Belag weitestgehend eine Dampfsperre darstellt.
Die Folie bis Oberkante vom fertigen Fußboden hochziehen.

Allerdings wäre mir der Aufwand zu hoch nur in einem kleinen Gebäudeteil und nur für gelegentliche Zusatzerwärmung eine Fußbodenheizung zu installieren.
Dafür wird eine Temperaturbegrenzung benötigt, der Boden ist ständig fußkalter als ein Holzboden außer in den paar Monaten der Nutzung.

Ein massiver Dielenboden fühlt sich dagegen immer warm an und ist angenehmer zu begehen als ein Boden mit FB-Heizung und Fliesen- oder Plastikbelag.

Andreas Teich