Fußbodenchaos lösen!




Hallo Fachgemeinde!

Wir werden demnächst ein Haus erwerben und stecken nun in der Planung der Sanierung.
Erstmal ein paar Fakten:
Bj 1895
55cm Außenwand(incl. jeweils 2 cm Putz)
108m² im EG
20m² unterkellert (Kriechkeller, tatsächlich nur im Entengang)
Deckenhöhe EG 2,25m

Da unser Scheunen zusammen 60 m² trockenen Keller haben legen wir keinen Wert auf den Kriechkeller im Haus, zumal nur von außen erreichbar. Wir wollen nun den Fußboden im EG entfernen und insgesamt tiefer legen. Es sind aktuell verschiedenste Belege verbaut von Klinker, Fliesen über Dielen(die guten alten mit "Ochsenblut"...) und alle samt in unterschiedlichen Höhen...
Die Überlegung ist nun die Dielen und Klinker(nicht unterkellert) und die Fliesen komplett zu entfernen. Den Kriechkeller (kleines Gewölbe) einreißen und mit Kies aufschütten und verdichten. Ebenso überall woanders um auf ein und das selbe Niveau zu kommen.

Der Hintergrund dazu ist: mehr Deckenhöhe im EG + die komplette Verlegung der Verrohrung aller Medien (Wasser/Abwasser/Heizung/etc.). Die Vorbesitzer sind aufs Außenklo gegangen und ne Dusche war auch in der Scheune(Sommerküche).

Nun meine Fragen:

1. Habt Ihr andere Vorschläge zur Herangehensweise Fußboden bzw. Lösung der Verrohrung?
2. Wenn Kriechkeller mit Kies verdichtet ist(20m²), daneben der abgetragen Sandboden(auch noch einmal mit dem Frosch drüber gefahren), ist von verschiedenen Setzungen an der Kante Kies/Sand und somit Rissen zu rechnen? Auch im späteren Oberbelag...? -> Lösung mehr Stahl an der "Bruchlinie"?!?!
2a. Oder lieber Sand so abtragen das hier(88m²) überall verdichteter Kies liegt?
3. Welcher neuer Fußbodenaufbau schwebt euch vor?

zukünftiger Oberbelag: Wohnen, Küche Parkett, Rest Fliesen

Hoffe das Euch allen die Beschreibung erstmal ausreicht und Ihr mir mit euren fachlichen Antworten bombardiert :)

LG



Herangehensweise gut



Hallo Landsmann, es ist ohne Fotos oder Besichtigung, nicht zweifelsfrei zu sagen, weil z.B. wie ist die Gründung im nicht unterkellertem Bereich. Für die Höhe und den Aufbau ist zusätzlich z.B. Grundwasserhöhe, Höhe Terrain auch nicht ganz uninteressant. Sand ist solange gut, wie er nicht mit Wasser in Verbindung kommt. Was den Stahl, also den Bewehrungsstahl betrifft, eigentlich geht es ohne, aber ein "Angsteisen" also Q 188 ist vertretbar. Ich würde den Sand sicherheitshalber gegen Kies tauschen und lieber mit dem Sand dann putzen, wenn er in der Qualität ist. Man könnte die Sachen und Varianten besser besprechen, das spart Zeit auf beiden Seiten und verhindert Mißverständnisse.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



So weit so gut



Grundwasser, Terrain und andere "äußere" Faktoren sind abgeklärt und hier außen vor. Was den abtrag des Sandes betrifft ist es natürlich richtig, dass man die tiefe und Gründung im allgemeinen erst nach abtrag der Dielen beurteilen kann. Ferner geht es mir jedoch um

A. den neuen Fußbodenaufbau ab OK Kies (keine fbh, außer eventuell im Bad)
B. Der Verfüllung des kriechkellers (Material, Aufbau, etc.)

Vielleicht auch Erfahrungen während und nach der Umsetzung eines solchen Projektes bzw. mit den verwendeten Materialien.

LG



.... hier außen vor.



Mit so viel Information, kann man nicht viele Tipps geben ( und auch nicht erwarten ).

Dennoch guggst Du:

https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/community/a/pdfdokumente/0$.cfm

In Georg Böttchers Schriften ist vieles zu finden, vielleicht hilft das weiter.

Viele Grüße
Hanno



Ich würde...



...den Sand breitziehen. Ggf. Kies als 2. Schicht bringen. Geovlies, darauf Leichtbeton. Darauf eine Dichtbahn.

Damit wäre überall der gleiche Aufbau.

Was versteht Ihr unter Parkett? Fettigparkett mit einem Hauch Nutzschicht, Massivparkett verklebt oder geschraubt, oder darf's eine edlere Dielung sein? Das wäre bei den Aufbauhöhen zu berücksichtigen.

Grüße

Thomas