Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen




Hallo,
Es geht um ein Landhaus von ca. 1890.
Im Erdgeschoss sollen die böden (über Erdreich) neu aufgebaut werden. Vorher waren Dielen und lagerhölzer auf dem Erdreich oder Ziegelsteine und Estrich darüber.
Die erste Variante war
Grober Kies 15cm
Trennfolie
Beton 10cm
Dämmung 5cm
Dielen/estrich und Fliesen

Jetzt gibt es noch eine Variante

Betoncecycling verdichtet
WU betont
Dielen / Fliesen

Oder

Beton
Schweißbahn
Beton
Dielen / Fliesen

Wenn ihr mir sagen könntet was gar nicht geht oder was geht oder eine ganz andere Idee habt die sich bewährt hat wäre ich für jede Hilfe dankbar.



Fußbodenaufbau



Ich schlage Ihnen folgende Lösung vor:
Für den Unterbau:
per Hand nachverdichteter Untergrund, bei Bedarf mit etwas Kiessand 0-16 ausgeglichen,
Trennlage (Folie o.ä.)
ca. 5-8 cm Beton als Sauberkeitsschicht, eben eingebaut und geglättet,
Abdichtung (Schweißbahn o.ä.).

Darauf zwei Varianten als Fußboden:
Variante 1 Dielung
60, besser 80 mm trittfeste Holzfaserplatten (Doser, Steico, Pavatherm, Unger Diffutherm, Homatherm...), in die obere Lage Traglattung für die Dielung eingebettet (Oberkante in gleicher Höhe oder ein paar mm tiefer)
Dielung 30 mm.
Variante 2 Estrich und Belag
60 - 80 mm Dämmung EPS/XPS
Trennlage
ca. 40 - 50 mm Estrich
Belag.
Ab Oberkante fertiger Fußboden brauchen Sie etwa 20 cm Aufbauhöhe.



schweißbahn



Vielen Dank für die Antwort
ich habe gehört, dass es bei der Variante mit Schweißbahn zu Gerüchen im Wohnraum kommen kann.
gibt es da bei der Variante mit den Dielen Erfahrungen oder entwarnung?

Ich muss noch ergänzen, dass die Wände durch ein Injektionsverfahren (fachfirma) eine Horizontalsperre erhalten haben und in diesem Bereich mit Dichtschlämme behandelt wurden.
wie binde ich die schweißbahn da am besten ein?
an den Wänden hoch legen? Bis über die horizontalsperre?
Sollte vorher im Übergang voM Boden zur Wand eine hohlkehle eingearbeitet werden?



Fußbodenaufbau über Erdboden



Ihr habt also gut 30 cm zur Verfügung.
dann würde ich auch möglichst wenig Beton einbauen- gerade so, daß eine stabile Tragschicht gebildet wird.

Bei verdichtetem Lehmboden zb sollten 5 cm sicher genügen.
Darunter 0,2 mm PE-Folie legen, damit das Anmachwasser vom Beton nicht im Untergrund verschwindet.

Darauf Geotextil (Glasfaservlies) als Schutz für das EPDM legen, dann EPDM-Folie, die reicht nicht und muß nicht verschweißt werden und ist so flexibel, daß keine Hohlkehlen gebildet werden müssen und die Ecken einfach zusammengefaltet werden können.
Außerdem läßt sich alles später irgendwann wieder aufnehmen und wiederverwenden.
Darauf dann entwder den schon beschriebenen Aufbau mit Holzfaserplatten oder KVH-Hölzer als Kreuzlage, 5 x 10 oder 6 x 12cm.
Zum evt Ausrichten Gumigranulatplatten unhterlegen- gibts ab ca 2-3 mm, oder EPDM-Reste nehmen.

Hohlraum mit Zellulose dämmen als günstigste Variante oder Schüttungen, oder Matten, wie zB Hanf, leicht über die Balken erhöhen.
darauf ggf feuchtevariable Dampfbremse- wer es denn für nötig hält, darauf die Dielen verschrauben.

Ich würde Dielen nehmen, weil viel angenehmer zu begehen und immer fußwarm und leicht elastisch.
Außerdem steht mehr Raum für die Dämmung zur Verfügung.

Zudem läßt sich der Boden zerstörungsfrei wieder abschrauben.

Andreas Teich



Der Beton kann...



auch als Leichtbeton eingebaut werden, die Abdichtlage sollte immer auf dem Beton installiert werden. Eine moderne Bitumenbahn ist keine Teerpappe und riecht nicht. Diese wird an der Wand bis zur zukünftigen Unterkante Dielung hochgeführt.

Der stabilere Aufbau ist der mit Holzweichfaserplatte (vorzugsweise die DOSER DHD N der größeren Rohdichte wegen). Darauf liegen die Dielen vollflächig auf, so daß ohne Stabilitätsverluste selbst eine 22er Diele genügen würde.

Grüße

Thomas

Und das ist völliger Unfug: "ggf feuchtevariable Dampfbremse" Niemand, der etwas von Holz versteht, plant organische Substanz auf der kalten Seite einer Dampfbremse, die generell nichts im Fußboden verloren hat. Herrlich schon die Formulierung "wer es für notwendig hält...". Und wer mag, verfeinere mit einer Prise Curry. Da verwechselt jemand eine Bauaufgabe offenbar mit einem Kochrezept.

Auch der Rest der reichlich wirren wie wahllosen Versammlung unterschiedlicher Optionen des Herrn AT ist nicht besser.



Also



Kann man schon sagen, dass unter der Betonplatte kein Kies Schotter o. Ähnliches muss.?
auf WU kann verzichtet werden?
Dieses epdm ist mir neu kann da jemand von Erfahrungen berichten?

Dankeschön sehr hilfreich bisher



Fußbodenaufbau



Wofür zum Teufel wollen Sie Kies oder Schotter einbauen?
Sie bauen keine Straße, dort baut man mineralische Tragschichten und Frostschutzschichten ein.
Ein Gleisbett bauen Sie auch nicht.
Eine kapillaerbrechenden Schicht brauchen Sie auch nicht, dafür gibt es die Abdichtung, aus der es "nicht zu Gerüchen im Wohnraum kommen kann". Wer hat ihnen das eigentlich erzählt? Ein Fachmann war das nicht.
Kies (bzw. Kiessand 0/16) ist sinnvoll als Auffüllung wenn Sie zu tief ausgeschachtet haben.





Schotter muß nicht unter den Beton, die dieser nicht feuchteempfindlich ist zudem ist dieser Bereich nicht frostgefährdet, was sonst die Begründung für Schotterunterbau ist, da hierdurch das Wasser abgeleitet wird.

Da die Betonfläche ohnehin abgedichtet werden muß ist auch kein WU-Beton oä notwendig.

Es wäre daher sinnvoller, die zur Verfügung stehende Höhe zur Verbesserung des Dämmwertes zu nutzen anstatt Schotter oder unnötig dicke Betonplatten einzubauen.

EPDM wird seit Jahrzehnten als einlagige Flachabdichtungsbahn wie auch im Teichbau verwendet und hat selbst auf dem Dach eine Lebensdauer von weit über 40 Jahren. Es ist praktisch das Material aus dem Reifen, Schläuche etc hergestellt werden.
Auch bei Tiefsttemperaturen dauerelastisch und umweltfreundlich.

Du kannst auch die günstigere EPDM-Folie aus dem Schwimmteichbau verwenden, zB in 1 mm Stärke, als günstige Reststücke- die ist nicht auf Funkenflugbeständigkeit getestet- aber das wird im Boden hoffentlich nicht vorkommen ( Bitumenbahnen sind ohnehin wesentlich brennbarer).

Ich würde EPDM eher aus solchen Gründen vorziehen, nicht weil Bitumen riecht- Geruch gibt's nur während des Aufflämmens mit dem Brenner, falls keine selbstklebende verwendet wird.

Wenn du zB im U-Wert Rechner die verschiedenen Aufbauvarianten eingibst werden fast immer relativ (zu) hohe Rücktrocknungszeiträume angegeben.
Sobald auf die warme Raumseite (also direkt unter die Dielen) wie bei allen Dämmungen sonst auch üblich, eine Dampfbremse eingegeben wird, reduziert sich der Zeitraum weit unter die als Grenze angegebenen 90 Tage.
Allerdings gibt Ralf Plag auch an, daß in seinem Online-Rechner Sorptionsfähigkeit und kapillare Eigenschaften von Dämmstoffen nicht berücksichtigt werden, sodaß in der Realität die Feuchtesituation wesentlich entspannter ist.
Da eine Dampfbremse aber auch kostenmäßig kein großer Aufwand ist kann sie natürlich verwendet werden und wird kaum schaden- feuchtevariable noch weniger.

Andreas Teich



Ahhh ja:



"Da eine Dampfbremse aber auch kostenmäßig kein großer Aufwand ist kann sie natürlich verwendet werden und wird kaum schaden- feuchtevariable noch weniger."

Wer "wird kaum schaden", weiß zunächst 'mal nichts. Und derjenige kann auch nicht begründen, welchen Sinn eine "feuchtevariable" Dampfbremse haben soll.

Mich würde 'mal eine Aufbauempfehlung eines Dielenbodens einschl. organischem Unterbau eines Herstellers einer "feuchtevariablen" Dampfbremse interessieren.

Ist "feuchtevariabel" sowas wie mitdenkend? Ein Polizist auf der Kreuzung, der die Wasserströme regelt? Abgesehen von dem übertriebenen Wunderglauben Folien betreffend, wie lange funktioniert das? Wann geben die Klebungen nach, wann versprödet die Folie? Für den Fußboden freilich sowieso uninteressant, da ist eine "feuchtevariable" Dampfbremse so nützlich wie ein Schuss in's Knie.

Weidmanns Heil!

Thomas

P.S. U-Wert-Rechner im Fußbodenbereich?



Dampfbremse unter Dielenboden



Kmaiii@
Wenn dich die Begründung für die Verwendung von Dampfbremsen, feuchtevariabel oder mit festem Sd- Wer,t interessiert, findest du alle Infos dazu auf den Webseiten der Hersteller
Proclima, Isocell, Dörken, oder div Hersteller auf dem U-Wert.net Rechner.

Der Wärmestrom geht primär nach oben, sodaß ggf diese Folien im Dach- oder Deckenbereich von größerer Bedeutung sind.
Die Notwendigkeit hängt aber auch von der Feuchtebelastung und Verwendung des Raumes ab, ebenso die Dämmung der Raumwände und evt der Decke, auch ob direkter Zugang nach draußen besteht etc.

Andreas Teich



WU- Beton



Ich habe vergessen noch etwas zum WU- Beton zu schreiben der immer wieder mal in Aufbauideen von Heimwerkern herumgeistert. Anscheinend wird diesem Begriff eine fast mystische Wirkung zugeschrieben.
Deshalb einige Erläuterungen dazu:
Wasserundurchlässiger "WU"- Beton (besser Beton mit hohem Wassereindringwiderstand) gibt es nicht fertig als Material zu kaufen.
Beim Betonwerk bestellen, reinkippen, erledigt- das funktioniert so nicht. Die materialtechnische Seite ist nur eine Voraussetzung von vielen die eingehalten werden müssen.
Wenn man WU-Beton bestellt erhält man, falls keine spezifischen Angaben zur Korrosionsbeständigkeit, zum Ausbreitungsmaß usw. folgen, einen normalen Beton mittlerer bis höherer Güte. Vorgeschrieben sind nur Grenzwerte für den Mindestzementgehalt, die Mindestdruckfestigkeit und beim Wasser/Zementwert. Um WU- Beton zu erhalten muß das Bauteil geplant werden um Rissbildungen zu minimieren.
Ein weiteres Kriterium ist der Einbau, bei dem bestimmte Mindestvoraussetzungen z.B. bei Arbeitsfugen eingehalten werden müssen.
Wer also noch nicht einmal weiß wie Beton richtig verarbeitet wird sollte seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben wenn er WU- Beton bestellt und einbaut.



@ AT



Der Fragesteller will aber weder Dach noch Decke bauen, und somit bleibt der Sinn Ihrer Empfehlung im Dunkel.

Habe noch 'mal bei pro clima geschaut, ob ich etwas verpasst habe. Bis auf die allseits diffusionsoffene Rieselschutzbahn findet sich kein Produkt für die beschriebene Anwendung. Und eine Rieselschutzbahn ist hier konkret auch noch überflüssig.

Was soll das also?

Grüße

Thomas



Okay,



Ich bin inzwischen um einiges schlauer, danke dafür.
Als sperrschicht käme eine G200 S4 in Frage.
Sollte diese zweilagig eingebracht werden?

Reichen bei der Sauberkeitsschicht 5cm tatsächlich aus?
Welchen Beton sollte man hier nehmen? X0? Xc1/xc2?



Eine einlagige Verlegung...



...genügt. Passen Sie auf, daß der Beton planeben abgezogen wird, auf gut verdichtetem Untergrund. Ich würde eher 8 cm einbauen.

Grüße

Thomas



Sauberkeitsschicht



Mal so am Rande:
Wieso kommen Sie plötzlich mit Expositionsklassen nach DIN 1045-1?
Wenn Sie wissen würden was die bedeuten erübrigt sich Ihre Frage danach- es ist übrigens XC 1 (trocken oder ständig nass).
Außerdem: Da diese Expositionsklassen für die Vermeidung von Bewehrungskorrosion gelten ist schon deshalb Ihre Frage Nonsens da gar keine Bewehrung eingebaut wird.
Merke: Nicht mit Fachbegriffen um sich werfen wenn man nicht weiß was sie bedeuten!
Zur Betonsorte:
Man kann selber mischen, Sand und Zement 3:1 Raumteile, erdfeucht bis steifplastisch zwischen Lehren eingebaut und abgezogen.
Oder Estrichbeton 0-4 bzw. 0-8 als Sackware aus dem Baumarkt selber anmischen und wie oben einbauen.
Oder C 25/30 Konsistenzklasse F1 bzw. KS (hieß früher mal
B 25) bestellen und einbauen.
Bei Transportbeton Verarbeitungszeit beachten! Im Sommer ist die eine Stunde oder weniger schnell um nach der Zement in die Gelbildungsphase tritt (deutsch gesagt das Zeug beginnt fest zu werden).



Unterbau



Wenn dir Beton zu umständlich ist oder der nicht gerade abgezogen wird, kannst du auch genauso gut ca 4-5 cm dicke Betonplatten auf eine dünne Sandschicht legen.

Vorher über waagerecht ausgelegte Latten eine dünne Sandschicht auf die benötigte Höhe abziehen.
Ggf kann noch etwas Zement in den erdfeuchten Sand gemischt werden.
Der Unterboden sollte dabei schon möglichst eben sein, damit es nicht zu große Unterschiede in der Sandschicht gibt- in dem Fall Zement zum Sand mischen, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden..

Dies genügt von der Belastungsfähigkeit auf jeden Fall,
da dies auch für Einfahrten etc verwendet wird.

Da du das offenbar noch nicht gemacht hast wird es für dich leichter sein, eine Plattenfläche eben hin zu bekommen als eine Betonfläche, die womöglich hinterher noch ausgespachtelt werden müßte.

Bei Holzunterbau kannst du noch zB durch untergelegte Gummigranulatstücke nivellieren.Bei flächig ausgelegten Holzdämmplatten müßtest du eine Schüttung etc verwenden oder spachteln- beides umständlich und teuer.

Die Bitumenbahn braucht nur im Überlappungsbereich geflämmt zu werden und beim Hochzug an der Wand- dann läßt sie sich besser wieder beseitigen, falls die Notwendigkeit bestehen sollte.
In der Kante zum Boden wäre eine kleine Kehle besser als ein scharfer rechter Winkel.

Sollte die Fläche größer sein läßt du die Betonarbeiten besser von einer Estrichfirma ausführen - das lohnt sich eher als selber ein zweifelhaftes Ergebnis zu bekommen.

Vorher eine PE-Folie auf den Boden auslegen.

Andreas Teich



Wärmestrom



"Der Wärmestrom geht primär nach oben…"
Der Wärmestrom geht immer von warm nach kalt.



Bei flächig...



...ausgelegten Holzweichfaserplatten ist auf einer Verlege - EBENE eben keine Schüttung erforderlich.

Und die Gehwegplatten lassen Sie 'mal besser im Garten. Das ist keine optimale Basis für eine Dichtlage.

Es ist erheiternd, wie sich hier ein hyperaktiver Vielschreiber müht, unter allen Möglichkeiten die skurrilsten, schlechtesten und / oder umständlichsten herauszufinden.

Als Preis dafür schlage ich einen mit Blattgold belegten, abgebrochenen Spaten vor. Nach dem Erstempfänger "Teichpokal" getauft.

Jetzt wird der Grill angeworfen, Feiertagsmodus. Einen schönen Tag allerseits.



Grüße

Thomas



Nanu,



war denn gestern schon Herrentag? Der bisherige Verlauf des threads erinnert an eine Grillabend-Diskussion. Vermutlich brummt dem Fragesteller, ohne Eigenverschulden hineingeraten, der Schädel.

Schlicht und preiswert: Ich würde von oben nach unten denken, d.h. 3 cm Dielung, 10 cm Dämmschicht, 8-10 cm Beton. Alles was darunter noch ausgekoffert ist, mit Kies verfüllen, abziehen. Trennvlies. Darauf Beton. Entweder liefern lassen (Achtung, muss rasch verdichtet und abgezogen werden, was bei größeren Flächen schwierig werden könnte) oder selbst herstellen. Zu dritt und mit guter Mischmaschine kann man 50 m² an einem Wochenende schaffen, an dem andere um den Grill stehen. Streifen von 1,5 m mit Schalbrett hochkant abtrennen, erdfeuchten Beton einbringen, verdichten, glätten, abziehen jeweils zwischen zwei Schalbrettern auf Kantenhöhe. So Streifen für Streifen betonieren. Die Schalbretter können drin bleiben. Auf die ausgehärtete Betonfläche Folie auslegen (ich bin auch für epmd- bzw. Teichfolie, hohe Qualität und der am wenigsten umweltbelastende Kuststoff, Ausdünstung: keine - im Gegensatz zu PVC) und hochziehen bis Oberkante zukünftige Dielung. Kanthölzer 8 x 10 hochkant auslegen im lichten Abstand von ca. 80 cm, evtl. mit flachen Hölzchen oder Gummigranulatstücken nivellieren. Dazwischen Dämmschüttung (Perlite, Hanf-Lehm-Schüttung, oder was ich bevorzuge: Bläton) ohne Hohlraum unmittelbar unter der Dielung. Dielen durch die Feder auf die Traghölzer schrauben, dafür spezielle Dielenschrauben verwenden (vorbohrend), voilá! Holzfaserplatten sind auch prima, aber der beschriebene Aufbau ist preiswerter und lässt sich ungleichmäßigen Wänden besser anpassen.

Für die zu verfliesenden Räume natürlich Aufbau mit Estrich. Aber auch in Küchen, Bädern kann ein Dielenfußboden (Hartholz, z.B. Eiche, Robinie, Esche) gut funktionieren.

Fröhliches Herrendasein allerseits!



Wenn ich zu weit ausgeschachtet habe,



(Was inetwa 5-10cm ) sein dürften kann ich dann nicht die alte Erde wieder einbringen oder bringt mir der Kies entscheidende Vorteile?
Muss der Untergrund vor dem Beton mit der Rüttelplatte verdichtet werden?





Rechnen kann dir viellecht helfen:

Nehmen wir an, die
mittlere Höhe ist 7,5cm
Fläche 50m²
dann ist das Volumen 3,75m³
Wenn du das alte Material wieder rein schaufelst, solltest du es verdichten...
Oder du fragst beim Zementwerk nach, was Leichtbeton in dieser Menge (naja eher 4m³) kostet, kannst ihm einen Verzögerer beimischen lassen, damit du mehr Zeit bei der Arbeit hast. Selbstmachen mit Sackware rechnet sich nicht: Ein 25kg Sack Fertig-Estrich kostet ca. 2,19 €, davon bräuchtest du 250 Sack, also 547,50 €.



also, da würde ich mal sagen ...



... da das Risiko einer Absenkung kaum bestehen dürfte, reicht unser guter, alter märkischer Sand; etwas befeuchten, damit er sich setzt und dann 10 cm Beton - das reicht bei uns daheim für ein Klavier und ich würde mal sagen, es reicht auch für einen Konzertflügel.

Und beim Beton selber machen rede ich nicht von Fertigmischung, sondern vom guten alten selber Mischen Kies/Zement, die besonders hier im Osten beliebte "stramme Mischung" (3-4 : 1). Soll es doch Fertigbeton sein, ist Verzögerer ein guter sachdienlicher Hinweis, sonst weiß man vor lauter Verdichten und Abziehen gegen die Uhr nicht mehr, wo einem der Kopf steht. (Verdichter mieten!) Ich habe beide Methoden ausprobiert, da fand ich das Selbermachen mit netten Kumpels irgendwie schöner, preiswerter (wenn man die Selbstausbeutung nicht rechnet), sorgfältiger und ich war am Ende stolz, wie wir das geschafft haben.

P.S.: Randstreifen nicht vergessen!

Schönen Gruß und frohes Schaffen!



Bodenaufbau



Erdboden wirst du nicht genügend verdichtet bekommen-
in der Hinsicht ist Schotter günstiger.

Wobei die meisten Leute über mehr Raumhöhe froh sind- sofern technisch nichts dagegen spricht.
Bei Holzunterkonstruktion ist jede Aufbauhöhe möglich in 2 cm Schritten-zB 5/10, 6/10 oder 6/12 cm.

Die Feuchtigkeitssperre bis Oberkante Dielenboden oder bis unter die Fußleiste hochziehen, dann wird diese auch gleich gegen Mauerfeuchtigkeit geschützt.

Ob der Boden beim ersten Betonierversuch gleich eben genug wird für das Auflegen von Holzfaserplatten mußt du dann sehen.
Ansonsten kannst du dir von einem Estrichleger ein Angebot für Estrich geben lassen und zB von einem Gartenbauer oder Pflasterer für Betonplattenverlegung-- dann siehst du was günstiger ist.
Betonplatten werden öfters umsonst gegen Abholung angeboten.

Rein von den Materialkosten ist selbermachen sicher günstiger, wobei das bei dir etwa 8500 kg Materialgewicht wäre- ob selbermachen lohnt ist abhängig von den Mischmöglichkeiten, Transportweg, Anzahl der Hilfskräfte, Materialkosten etc.

Rüttelplattenverdichtung des Untergrundes ist nur notwendig, wenn du Maschinen oder sonstige schwere Geräte aufstellen willst oder der Boden sehr stark aufgelockert wurde.

Im Wohnraum wird eine Belastung von 200 kg/m² angenommen- das bekommst du mit fast jeder Konstruktion hin.

Und ob das Auslegen einer EPDM-Folie oder das Verschweißen von Bitumenbahnen schneller geht siehst du dann auch.

Scheinbar haben einige unterschiedliche Erfahrungen in der Herstellung von Unterkonstruktionen gemacht.

Zum Wärmestrom:
schon klar daß er von warm nach kalt geht- daher auch Wärmebrücke und nicht Kältebrücke.
Da der Fußboden aber der eher kältere Raumbereich ist und Warmluft naturgemäß nach oben steigt bewegt sich der Wärmestrom in der Vertikalen, sodaß die Feuchtebelastung durch warme Raumluft beim Fußboden geringer ist als an anderen Raumteilen.
Andreas Teich



@ AT



Lassen Sie im letzten Satz das Wort "unterschiedliche" weg, und dann stimmt es. Ihre Gehwegplattenidee interessiert den Fragesteller offenbar nicht nur nicht, sie ist auch Nonsens.

Grüße

Thomas



Das Wort "Rüttelplatte" ...



... bei einem tief, vielleicht zu tief ausgekofferten altehrwürdigen Gebäude bitte nicht mal DENKEN!

Und wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht? Das In-Waage-Bringen und die Anschlüsse an den Rändern sind bei einer Tragholz-/Dämmschüttungkonstruktion deutlich einfacher als bei einem Holzfaserplattenaufbau.

Und, Herr Böhme, ich dachte, sie wären längst am Grill und schmurgelten das tote Tier?

Jetzt aber echt Zeit für FEIERabend heute. Prost Väter!



Nun,


Nun,

da schreiben scheinbar Theoretiker.

Wenn der Beton sowieso eingebaut wird, bekommt man ohne zusätzlichen Aufwand ebendiesen eben (also waagerecht) hin. Nix in waage-bringen. Wandanschlüsse? Mit HWPl kein Problem.

Kompliziert erscheint meist das, was man nicht kennt und wovon man also nichts versteht. Warum nur muß dann darüber geschrieben werden?

Im übrigen: Danke der Nachfrage, kein Mensch steht einen halben Tag am Grill (außer für Geld). Und das "Besoffen-Im Graben-Liegen" übernehmen schon seit Jahren andere Feierfreunde für mich.

Prost.

Grüße

Thomas



Betonunterbau



Falls Kmaiii@ den Beton selber legen würde wäre es interessant, seine Erfahrungen dazu zu erfahren.

Möglichst anschließend ein 3 bis 4 m Richtlatte über den Boden legen und mitteilen, ob der Bodenboden die im Fußbodenbau geltenden Toleranzen einhält.

Das ist selbst bei Estrichlegern ein häufigerer Fehler,
der dazu führt, daß hinterher vom Parkettleger gespachtelt werden muß- was hier aber unterbleiben soll.

Bei Holzunterbau ist ein Höhenausgleich leicht möglich,
wie schon gesagt wurde.

Von selbst eben wird der Estrich leider nur bei Fließestrich oder SCC- was aber in diesem Fall zu teuer sein wird.
Erfahrungen des ausführenden Laien wären interessant, da solche Arbeiten hier öfters diskutiert werden.
(Offenbar sind in diesem Fall keinerlei Vorerfahrungen vorhanden)

Andreas Teich



Nicht scheinbar (im Sinne von der Schein trügt),



sondern anscheinend (im Sinne von es ist wie der Schein - sorry, soviel Theorie muss sein) beruhen die Hinweise zum Beton auf praktischer Erfahrung. Fertigbeton fließt nicht einfach so zu einer gleichmäßigen waagerechten Fläche. Er muss verdichtet werden. Spätestens dabei bilden sich Unebenheiten, die durch Abziehen ausgeglichen werden müssen. Auf großer Fläche eine Sauarbeit, die je nach Verzögererzusatz ggfs. auch noch recht rasch unternommen werden muss. Wenn Ihr mich fragt, Arbeit für einen Profi. Eine Betonschicht selbst fertigen macht zwar auch eine Menge Arbeit, lässt sich aber deutlich relaxter und preiswerter auch für einen Laien durchziehen.

Was mich im Ernst interessiert: Wie soll das Verlegen von Holzfaserplatten unkomplizierter bei den Wandabschlüssen sein, mit HWPI oder nicht, als eine Schüttung, die sich in alle Lücken fügt?

Schönen Gruß alle!

P.S.: Verdammt gruseliges Bild, Herr Böhme!



Fußbodenunterbau



Für Vegetarier auf jeden Fall ....(das gruselige Bild- vielleicht ists aber auch eine gut getarnte Soja-Variante?)

Vielleicht kann sich der Fragesteller noch zu seinen Betonerfahrungen äußern und was er sich zutraut?

Verwendung von Holzfaserplatten ist natürlich auf einem einwandfrei ebenen Unterboden ohne ausgleichende Schüttungen möglich-
das ist aber eher selten und bei Eigenbbau ohne Vorerfahrungen noch weniger zu erwarten.

Wie aber ein stabiler Bodenaufbau bei womöglich mehr als 20 cm Gesamtstärke möglich sein soll ist mir unklar.

Sehr harte Platten geben natürlich weniger nach-
sind aber teurer und haben einen schlechteren Dämmwert.

Selbst bei 2 Kreuzlagen von 6 x 12 cm KVH komme ich netto auf etwa 9,- €/qm, dazu Zellulose ca 7,-€ Materialkosten.
Inkl MwST also unter 20,-€/qm inkl Verschnitt.

Das aber bei einer Dämmhöhe von 24 cm mit einem U-Wert von
etwa 0,16 W/m²K.
Die untere Balkenlage im Abstand von etwa 100 cm, die quer darüberliegende im Abstand von ca 60 cm.
Allenfalls noch eine Dampfbremse unter den Dielen verlegen.

Dazwischen können noch Leitungen, Rohre etc verlegt werden und es verbleibt wegen der Ersparnis beim Unterbau mehr Kapital für eine bessere Dielenqualität.
Meiner Meinung nach die bessere Variante, auf jeden Fall kostengünstigere mit besserem U-Wert.

Und alles fast verlustfrei komplett rückbaubar
(auch dafür besser EPDM statt Bitumenbahn verwenden)

Andreas Teich



Zellulose, Kreuzlage und Sojawurst.



Beim dämmen von Fußböden würde ich immer Schüttungen den Vorzug gegenüber Zelluslose geben. Die Vorzüge der Zelluslose sind ja die "Blasbarkeit" und das lückenlose Verfüllen von Nischen zwischen Sparren. Das braucht's beim Fußboden nicht, daher ist ein rieselndes Material wie Blähton (der außerdem kaum staubt) wesentlich komfortabler zu verarbeiten.

Dann eine Frage zu der sehr oft beim Bodenaufbau propagierten Kreuzlage, also zwei Lagen von Konstruktionhölzern, die rechtwinklig übereinander verschraubt werden. Ich habe bis jetzt nicht erkannt, welche Vorteile das hat oder haben soll gegenüber einer einfachen Lage Traghölzer. Welche wären das? Ich lasse mich da von guten Argumenten gerne überzeugen. Bisher habe ich aber nie welche gehört.

Auf dem Sojawurstgebiet ist der Fortschritt übrigens in den vergangenen Jahren nicht stehen geblieben. Vor zehn Jahren waren die Dinger ungenießbar - heute gibt es da einige leckere Produkte. Ein großer Wursthersteller erzielt mit den frisch in die Produktpalette aufgenommenen fleischfreien Erzeugnissen erstaunliche Umsatzsprünge. Man kann das (analog zum "greenwashing", wenn sich Unternehmen einen ökologischen Anstrich geben) Wurstwashing nennen. Aber immerhin sieht es so aus, als würden immer weniger Grillfreunde für ihren Genuss Tierquälerei in Kauf nehmen wollen ... aber das ist eine andere Baustelle.



Soja,



liebe Theoretiker, ist vor allem ein Rinderfutter. Auch für den Sojaanbau werden Ökosysteme vernichtet.

Erst, als de Urmensch zu jagen begann, hatte er genug Hirn frei dafür, Mensch zu werden. Rückbildungen sind möglicherweise nicht ausgeschlossen.

Und im übrigen: Seid Ihr Euch wirklich sicher, daß der Salat tatsächlich nichts von seiner artungerechten Aufzucht spürt? Das der quälende Salattransport diesen nicht schmerzt, das nackte Welken in den Regalen nicht seine Würde mit Füßen tritt?

Was für ein dummes Gutmenschengeplapper, wenn es einem gruselt beim Anblick von gebratenem (Bio)Fleisch. Und was für eine kranke Geisteshaltung, dabei zuerst an Tierquälerei zu denken. Pfui, Ihr Salatschänder! Ihr Sojamörder! Und falls nur hier, weil's gerade passt, Teilzeitvegetarier: Heuchler.

Das war gar nicht das Thema? Ach ja, richtig.

WENN Schüttungen verbaut werden, was ich vorzugsweise nicht tue, wähle ich mineralische; und eine Kreuzlattung halte ich gleichfalls meist für die schlechtere Wahl. 2 dünne Latten sind weniger stabil als eine dicke...

Wo genau kam die Begründung, Herr AT, in welcher Einbauposition eine Dampfbremse sinnvoll sein könnte? Ich muß das überlesen haben.

Außerdem finde ich putzig, daß Sie permanent davon ausgehen, die hier fragenden Bauherren hätten allesamt 2 linke Hände, die Bauerfahrungen von Unterstufenlehrern und das Einkommen eines Sozialhilfeempfängers. Abgesehen davon, daß Sie scheinbar nicht willens sind, Argumenten nachzugehen und abzuwägen und völlig variationslos Ihren Text immer wieder abspulen...

Das braucht wohl keiner.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Hallo KMAII,
wenn der Aushub mineralischer, nicht bindiger Boden ohne erhebliche organische Verunreinigungen ist kann er wieder eingebaut werden. Bindige Böden (Lehm und Ton) eignen sich schlecht dazu, man kann sie nur schwer verdichten.
Kies-Sandgemische werden lagenweise (bis 10 cm) eingebaut und per Handstampfer verdichtet. Per Pedes geht auch. Keine Rüttelplatte!
Schotter einbauen ist wie gesagt Quatsch, zum Verdichten braucht man eine Straßenwalze oder schwere Rüttelplatten.