Fußbodenaufbau über Backstein-Gewölbe

19.09.2012 Maierbauer



Hallo,

nachdem ich keine halbwegs gleich gelagerte Frage hier finden konnte, hier mein Anliegen:

Unter unserer zukünftigen Küche im Erdgeschoß befindet sich ein Gewölbekeller (Tonnengewölbe aus Backstein, lichte Weite gut drei Meter). Ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Fußbodenaufbau, der (a) möglichst wenig aufträgt, um die ohnehin geringe Raumhöhe möglichst zu nutzen und (b) der Statik des darunter liegenden Gewölbes Rechnung trägt. Der Keller ist feucht und wird es wohl auch bleiben.

Ich freue mich auf Denkanregungen, Ideen und sonstige Anregungen von Experten und Sanierungskollegen

Freundliche Grüße
Michael Manner





Alle organischen Stoffe, wie z.B. Holz, sollten Sie aus diesem Keller entfernen.

Bernd Kibies



Variante A



Als Startpunkt für etwaige Antworten habe ich zwei Varianten überlegt. Hier Variante A...



Variante B



.. und hier Variante B



Organisches Material



Lieber Herr Kibies,

danke für den Hinweis. Alles Holz werden wir sicher rausräumen, das übrige organische Material ist in Flaschen gefüllt und darf unten bleiben ;)

Freundliche Grüße
Michael Manner



Hallo,



Wir standen vor geraumer Zeit vor der gleichen Frage, nur mit dem Unterschied das wir keine Rücksicht auf die Raumhöhe nehmen müssen. Hier eine Kurzbeschreibung unseren Aufbaus.

5cm für Oberbelag(Fliessen mit FBH, Dielung, etc)
10cm Leichtbeton
Speerschicht(Bitumenbahn)
16cm Betonbodenplatte einfach bewehrt,unter tragenden Bauteilen 30-35cm und über dem Gewölbe min 8cm
Folie

Bei diesem Aufbau hab ich zum Schluss eine Deckenhöhe von ca2,3m, dies ist uns mehr als ausreichend( haben derzeit 2,13 in unserer alten Wohnung das geht auch), egal wie sie sich entscheiden, Ich würde aber über dem Gewölbe eine durchgehende und bewehrte Betonschicht machen.

Um die Aufbauhöhe geringer zuhalten könnte man ja auch eine elektrische Fussbodenheizung nehmen und diese direkt einfliesen. Kenne auch so manchen der seine normale WWFBH direkt befliest hat und es funktioniert.

PS das der Keller von allem befreit werden sollte was verotten kann wurde ja schon geschrieben.

gruss Hendrik



FBH



Hallo

Wieso brauchen Sie eine FBH im Keller?

Nach der Frage für einen einfachen, dem Keller angemessenen Fußbodenaufbau:
entweder:
Splittbett aus Kalksplitt ungebunden ca. 5 - 7 cm darin Ziegelplatten ca. 30 - 35 mm dick - Fugen mit feinem Sand aufgefüllt

oder:
Kalkestrichbett (Splitt und Kalkhydrat) darauf mit 30 - 35 mm dicke Ziegelplatten mit feinem 0-1 mm Kalkhydrat und Sand die Fugen ausfüllen

Ihre Hightech - BetonzementHalbplatten würde ich auf Grund des darunter liegenden Gewölbekellers auf keinen Fall machen!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Die Küche...



... mit der FBH wohnt oben, der Keller ist unten...

LG, sh



Hallo Herr Kurz,



es geht um den Fussbodenaufbau über dem Keller, und Foto des Gewölbes dient nur zur Veranschaulichung. Davon geh ich zumindest mal aus.

Nichts desto trotz kommt mir ihr empfohlener Boden aufbau im Keller sehr gelegen.

gruss Hendrik



FBH - Küche



Hallo

In der Küche geht das auch so!

FBH würde ich weder in einer Küche noch wo anders einbauen.

Dicke Holzdielen 35 mm sind auch Fußwarm ohne Hightech!

Keine grossen Systemänderungen in alten Gemäuern - die rächen sich!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Interessant:



"Keine grossen Systemänderungen in alten Gemäuern"

Am besten gar nicht drinnen wohnen, und auf keinen Fall mit heutigen Ansprüchen an Wohnkomfort.

Zur Sache: Wenn's denn Fliesen sein müssen, wäre mir Variante 2 sympathischer, ergänzt durch eine Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchte zwischen Leichtbeton und Heizestrich.

Grüße

Thomas



Hightech oder Steinzeit



… manche Horizonte sind grösser als die Öffnung einer Bierflasche …

Schwarz und Weiß
sind keine Farben

Florian Kurz
www.slow-house.de



Und...



...Abends ist es kälter als draußen.

Das als niveaugleiche Ergänzung Ihrer unpassenden Sprüchesammlung, Herr Kurz.

Grüße in's Slow House (Ich nehme an, das heißt so, weil es sich langsam neigt?)

Thomas



Statik



Hallo Herr Böhme,

danke für Ihre konstruktiven Beiträge und die niveaugleiche Ergänzung ;)

Die PE-Folie als Dampfbremse hab ich bei beiden Varianten weggelassen, weil sie ohnehin selbstverständlich sein sollte, ebenso wie die Randdämmstreifen beim Estrich. Aus welchen Gründen neigen Sie zur Variante B? Bei mir wären es vor allem statische Überlegungen, da ich die Tragfestigkeit des Gewölbes nicht überbeanspruchen möchte. Andererseits fürchte ich, dass es beim nicht bewehrten Leichtbeton später zu Setzungen kommen könnte, die zu Rissen in Estrich und Fliesenbelag führen könnten, da der Estrich ja bei dieser Variante nicht schwimmend, sondern als Verbundestrich ausgeführt wäre. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Freundliche Grüße nach Dresden
Michael



Eine Bewehrung...



...hielte eine Setzung nicht auf. Von Setzungserscheinungen im Leichtbeton habe ich aber noch nichts erlebt. Ich bin (in Sachen Rissbildung)freilich von einem schwimmenden Estrich ausgegangen. Eine Rissbildung im Bereich der Gewölbekappe ist nicht undenkbar, sicher.

Das wäre doch auch ein schöner Unterbau für eine Dielung? Als Holzwurm kann ich mir die Frage nicht verkneifen :-)

Grüße

Thomas



Dielung und Setzung



Alle Holzwürmer wird es freuen, dass gleich im Raum daneben eine (raumlange) Dielung vorgesehen ist. In der Küche hält meine Gattin Fliesen für praktischer, da hab ich nichts mehr mitzureden ;)

Grüße
Michael



Die Zufriedenheit der Gattin...



...ist ein hohes Gut :-)

Der Holzwurm aber hat Eichenparkett in der Küche und würde es nimmer gegen Fliesen tauschen. Bin gern Barfußläufer, und ein Fliesenboden ist da außerhalb der Heizperiode zu kalt.

Große Erfolge wünscht

Thomas