Fussbodenaufbau




Hallo,

ich habe mich jetzt überall durchgesucht aber finde leider nichts vergleichbares, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Also.. im meinem Altbau hab ich in der Wohnung in der 1. und 2.Etage eine zementgebundene Schüttung (vergleichbar Thermozell 400)zwecks Ausgleich aufbringen lassen da ich ein Gefälle von 20 cm hatte.
Darunter befindet sich ein Holzdielenboden auf Holzbalken (dazwischen alte Kohle/Schlackeschüttung).
Auf der zementgebundenen Schüttung möchte ich nun OSB-Platten als tragenden Boden aufbringen und da drauf dann Laminat.

Der nette Herr von Thermozell sagte mir am Telefon ich solle unter den OSB-Platten noch eine Trittschalldämmung von 5 mm auslegen. Kann ich da jetzt diese normale PE-Schaumdämmung nehmen die man auch unter den Laminat legt?
Ist diese diffusionsoffen und muss es das überhaupt?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!?!?



Trittschalldämmung



Diese kommt immer direkt unter den Bodenbelag, wobei ich niemals Laminat legen würde.
Der ist schalltechnisch viel ungünstiger als andere Materialien und ohnehin komplett dampfdicht.
Besser geöltes Fertigparkett auf Trennlage aus Rollenkork oder direkt Kork Verlegen oder mit dem OSB verkleben oder ggf massive Holzdielen auf die OSB-Platten schrauben.
Die Schüttung hat selbst schon schalldämmende Eigenschaften- zusätzlich zu dem vorhandenen Aufbau.

Diffusionsfähigkeit zwischen beheizten Geschossen ist nicht notwendig- auch wenn sie im Allgemeinen vorteilhaft wäre.

Andreas Teich



Dankeschön,



das hört sich gut an:-)



Jetzt habe ich das nächste...



Problem:-(
Nun habe ich in der kompletten Wohnung die OSB-Platten auf 5mm PE gelegt. Was mache ich denn nun im Badezimmer wegen der Bodenfliesen? Da ist doch jetzt etwas Bewegung drin. Wenn ich nun die Fliesen verlege.. brechen die mir nicht später?



Fliesen auf OSB



Wenn du Fliesen verwenden willst dann besser kleine Formate,
bei großen ist die Bruchgefahr entsprechend höher.

Guten Flexkleber verwenden.
Ggf zB bei WEDI nachsehen- es gibt div Zwischenlagen für Fliesenböden,
teilweise auch für Fliesen auf Dielenböden verwendet werden können.

Es könnte auch zusätzlich eine zementgebundene Spanplatte auf die OSB Platte geklebt und geschraubt werden.

Und natürlich alles gut abdichten

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



Sind diese 20 cm Gefälleunterschied
innerhalb der Wohnung
oder innerhalb eines Raumes
aufgetreten?
Wie hoch ist die Schüttung bzw. der Höhenzuwachs im Bad?



Der Höhenunterschied



war von der Hausvorder- zur Rückseite. Innerhalb vom Bad sind es etwa 10 cm.



Fußboden



Das klingt heftig. 10 Zentimeter innerhalb eines Raumes sind kein Schönheitsfehler mehr, ohne Kenntnis was da und warum passiert und wie der jetzige Stand ist halte ich mich mit Vorschlägen zurück. Badeinbauten auf Holzbalkendecken sind ohnehin schwierig genug; der Teufel steckt da im Detail.
Die 20 Zentimeter:
Grundsätzlich kann man Höhenunterschiede besser im jeweiligen Raum ausgleichen, die entstehenden Höhensprünge zum Flur können über Schwellen oder Stufen abgeglichen werden, Flure können mit höherer Neigung gebaut werden. Bei 6 bis 22 Zentimetern passt kein Türsturz mehr, Fensterbrüstungen werden zu niedrig und Treppenpodeste stimmen nicht (die Mindesteinbauhöhe des Leichtbetons beträgt 4 cm, dazu kommen noch der Fußbodenaufbau).
Bei größeren Räumen kann man auch innerhalb des Raumes einen Höhenwechsel einbauen, der Absatz kann mit einem Belagwechsel oder einem Nutzungswechsel betont werden.
Beispiel: Küchenbereich mit einem Podest erhöhen oder einen Teil des Wohnbereiches absenken.



Natürlich



hab ich Stufen setzen lassen sonst wären wir auf der Hausrückseite mit den Knien im Fenster gewesen. Und ich hab die Fensteröffnungen schon drei Steine Hoch aufgemauert. Ich mach mal Bilder.



Fußbodenaufbau



Die Hauptprobleme bei schiefen Fußböden sind :
1. Die Aufbauhöhe
2. Die Aufbauhöhe
3. Die Aufbauhöhe.
Deshalb klangen Ihre 20 Zentimeter sehr heftig, aber das war wohl ein Informationsproblem. Der Ausgleich war dann also viel geringer.
Wenn wir schon mal bei Informationen sind:
Sie haben ein Material mit 40 mm Mindesteinbauhöhe gewählt das auch noch Prozesswasser ins Gebäude bringt und damit Bauzeit kostet.
Warum keine Trockenschüttung wie Perlite (20 mm Mindesteinbauhöhe) oder Mehabit (10 mm Mindesteinbauhöhe), die beide trocken verarbeitbar sind?
Könnte beim nächsten Bauvorhaben nützlich sein.

Ich denke der Tipp mit der Trittschalldämmung war eher als Ausgleich kleinerer Unebenheiten gedacht damit die OSB- Platten nicht kippeln oder hohlliegen. Schon ein paar Millimeter können sich da bemerkbar machen.
Zum Badfußboden fehlen einfach zu viele Informationen, ein Standardaufbau könnte hier fehl am Platze sein.
Also warum gibt es in einem sicher nicht allzu großen Raum und bei einem Haus das kaum älter wie 150 Jahre ist eine Abweichung von 10 cm in der Höhenlage? Was war die Ursache?
Rein gefühlsmäßig halte ich hier die Erneuerung der Decke für die bessere Lösung; tabula rasa halt.