Fußbodenaufbau: Schüttung/Holzfaser/Fertigparkett




Hallo,

für die Sanierung meines Siedlungshauses (50er Jahre) wollte ich ursprünglich einen Fußbodenaufbau mit Massivholzdielen auf Lagerhölzern durchführen, habe meine Planung aber nun dank des Forums hier geändert.

Ich würde das nun so machen (von unten nach oben):
1. Alte Kellerdecke (10 cm Beton)
2. Abdichtung nach unten mit Schweißbahn oder geklebt (Vedag Twin, Knauf Katja). Darauf Installationsleitungen auflegen (Wasser, Heizung, Strom)
3. Mehabit, gebundene Ausgleichsschüttung, 60-80 mm
4. Holzfaserplatten (Pavatex Pavaboard, DHD Doser oder ähnlich) einlagig 40-50 mm oder zweilagig versetzt verlegt
5. Fertigparkett oder mehrschichtige Landhausdielen 14-16 mm schwimmend verlegt

Fragen:
- Spricht etwas Entscheidendes dagegen?
- Hat jemand schon Mehabit verarbeitet und funktioniert das, wie vom Hersteller versprochen?
- Das Pavaboard und DHD Doser sind für den direkten Belag mit Fertigparkett zugelassen. Hat das jemand schon gemacht?
- DHD Doser hat Stufenfalz, das sollte ja einwandfrei sein. Pavaboard wird stumpf gestoßen, da sollte man dann wohl eher zwei Lagen versetzt verlegen?
- Lieber die Schweißbahn oder die geklebte Variante zur Abdichtung nutzen?

Danke und Grüße



Verarbeitet


MEHABIT

Hallo Herr "...",

diesen Aufbau habe ich bereits mehrfach so ausgeführt oder auch ausführen lassen.
Das Optimum ist da die DHD-Lösung.
Würde persönlich mit raumlangen Dielen dann aber auch arbeiten.
Als Randdämmstreifen noch Kokosfaser und die Lösung ist pertferkt.



Preise...



Hallo,

danke für die Rückmeldung. Ich warte gerade auf die Angebote für DHD und Pavaboard. DHD würde ich auch bevorzugen, aber natürlich nicht zu jedem Preis. Pavaboard ist mit 220 kg/m³ nicht so weit weg vom DHD, aber halt leider keine Stufenfalz.

Die Dielen werden sich nicht raumlang machen lassen, die werden sich wahrscheinlich so im Bereich 20x200 cm² bewegen.



Es wird so gemacht



Hallo,

also ich habe auf jeden Fall vor, den Aufbau wie oben genannt zu machen.

Als Schüttung kommt Mehabit oder Cemwood infrage. Preis für Cemwood ist allerdings ca. 50 % höher.

Als Holzfaserdämmplatten kommen DHD Doser 50 mm Stufenfalz oder Pavatex Pavaboard 2x 20 mm versetzt gelegt infrage. Muster habe ich von beiden hier. Die DHD-Platten sind richtig hart und geben beim Druck mit dem Daumen quasi gar nicht nach, die Pavaboard sind etwas weicher. Man kann sie mit dem Daumen ein wenig eindrücken. Allerdings auch hier der Preis: Selbst wenn ich auf den zwei Lagen Pavaboard noch eine 12 mm Lage OSB/ESB auslege, sind die DHD-Platten immer noch 50 % teurer.





Noch eine Frage zur Schüttung:
Als Alternative zu Mehabit und Cemwood gibt es auch noch Bituperl und mit Zement gebundenes Liapor.

Was haltet Ihr da für die beste Option?

Nachtrag: Wachsummanteltes Hawa Perlit gibt es auch noch...



Also auf Kellerdecke...



...würde ich eine zementär gebundene Liaporschöttung einbauen wollen.
Rücksprache mit unserem baubiologen, der mittlerweile zwei Großprojekte mit Mehabitbodenschüttung komplett zurückbauen lassen hat, da hier Schimmel- und Pilzbefall extrem sich eingestellt hat.
Rückfragen dazu können gern an Herrn Mathias Heine, Sachverständiger und Baubiologe gestellt werden.





Das zementär gebundene Liapor (Thermobeton) hört sich für mich prinzipiell recht solide an. Feuchtigkeitsunempfindlich und Setzungen/Verschiebungen der Schüttung sind ebenfalls nicht zu erwarten. Materialkosten liegen auf gleichem Niveau wie Mehabit oder Bituperl. Auf der Negativseite wäre der schlechtere Wärmedämmwert zu nennen, das ist mir allerdings nicht wichtig. Außerdem lässt es sich laut Liapor-Mitarbeiter nicht so schön glatt ziehen. Das solle man dann einfach mit Mörtel machen. Als Vorteil gegenüber Perlit und Styropor-Beton (Thermozell) nennt er die höhere Belastbarkeit.

Dass Mehabit verrottbar und eher schimmelgefährdet ist, wären auch meine Bedenken gewesen.



Als Abschluss auf Liapor...



...ganz einfach einen dünnen zementären Auftrag bringen und mittels Flächenbrett planeben abreiben.