Fussbodenaufbau ohne Unterkellerung




Sehr geehrte Forums-Mitglieder,

im EG meines ca. 100 Jahre alten Hauses befindet sich ein Wohnraum ohne Unterkellerung, der bei Einzug bereits an den Wänden geschimmelt hat.
Die Wände sind schimmelfrei, der Schimmelgeruch blieb weiterhin vorhanden, also habe ich die Böden (Holzdielen total verschimmelt, Parkett leicht schimmelig) raus gerissen. Jetzt ist es auf 30 cm ausgeschachtet (15 cm davon feste Lehmerde) , riecht immer noch schimmelig - der Lehm.

Die Lehmerde ist leicht feucht - erdfeucht.

Jetzt liegt Kalkschotter (ca. 6-8cm Lage, Körnung 0,8 - 2 cm), der - schaufele ich ihn auf- nach 3 Tagen, noch feucht ist.

Was ich wissen möchte, wie kann ich den Bodenaufbau machen im weiteren, damit der Holzdielenboden - der zum Schluss darauf kommt - keinen Schaden nimmt und der Raum fusswarm wird? (Dämmung ? wie dick? welches Material? - Naturprodukte bevorzugt.)

Ich danke Ihnen im voraus für Ihre freundliche Unterstützung.
MfG Stephanie Ochs



Fußbodenaufbau



Meine Empfehlung:
Kalkschotter wieder raus und gegen Kiessand 0-16 austauschen, eben und waagerecht eingebaut, mit Handramme verdichtet (der Aushub des gewachsenen Bodens war überflüssig).

Trennfolie Verlegen (soll das Einmischen von Beton in den Kiessand verhindern).

5-10 cm (im Mittel ca. 8 cm) Beton als Sauberkeitsschicht eben und waagerecht auf Lehren einbauen, glätten.

Abdichtung (z.B. Katja Sprint) nach ca. einer Woche einbauen (mind. 3 Tage Standzeit des Betons).

Ca. 100 mm Holzfaserplatten als Dämmung einbauen, Marke Doser oder Steico. Die obere Lage sollte eingebettete Traghölzer haben (Doser DHD, Steicofloor).

Dielung.



Fussbodenaufbau ohne Unterkellerung



Danke für Ihren Kommentar Herr Böttcher.

An alle:

Wer kann mir sagen,wie ich den Fußbodenaufbau mit dem eingebauten Kalksteinschotter machen kann.

Meine Idee wäre z.B. eine Teichfolie auf den Schotter oder eine dickere, weiche PE-Bautenschutzfolie. Welche wäre hierfür geeignet?

Danke im Voraus.



Fußbodenaufbau



Ich bin zwar nicht gefragt, aber:
Kalkschotter zu verdichten heißt viel mehr Energie einbringen als bei einem besser und leichter verdichtbaren Kiessand.
Nicht gut für ein altes Haus mit Streifenfundamenten.
Den Kiessand brauchen Sie nur dafür den zuviel ausgehobenen gewachsenen Boden wieder aufzufüllen. Außerdem lässt sich Kiessand besser auf Höhenlage und in Waage einbauen.
Folie auf Kalkschotter tritt sich schnell auf dem scharfkantigem Schotter durch, es sei denn Sie schweben beim Einbau der nachfolgenden Schichten.

Frostsicherer Kalkschotter wird als Bodenaustausch im Tiefbau verwendet um nicht tragfähigen Baugrund zu ersetzen oder bei Neubauten als Gründungspolster die Tragfähigkeit zu verbessern. Eigenschaften die Sie unter einem Fußboden im Altbau nicht brauchen.
Der Lehmboden sauber und gerade abgeschält hätte als Untergrund gereicht, da hätte man sich sogar die Trennfolie sparen können.
Bei der nächsten Aktion: Erst fragen dann schießen!



Kalksteinschotter



8-20mm,6-8cm dick läßt sich doch mit der Hand verdichten,drin lassen ,Folie drauf und dann den Beton.
Selbst wenn die Folie kaputt geht ,soll ja nur trennen,wird nicht der ganze Beton im Schotterbett versickern;-)

Grüße Martin



Fußbodenaufbau



Falls eine Betonsauberkeitsschicht vorgesehen ist. Stimmt, er könnte auch drinbleiben wenn es höhenmäßig hinkommt- den Rest bis zur erforderlichen Höhe dann mit Kiessand auffüllen.

Ich verstehe die Folienlage in der Frage als Abdichtung- womit wir wieder beim Thema missverständliche Fragestellung wären...



Fußbodenaufbau ohne Unterkellerung



Danke für die Antworten.

An alle:
- Der Split wurde nass eingebracht... Der Schotter trocknet, wenn ich Löcher reinschaufle mit Ventilator und Trocknungsgerät. Der Lehm ist nun nass und nicht mehr erdfeucht. Die Betonschicht darf erst rein, wenn´s trocken ist - oder?
- Wie dick sollte die PE-Folie zwischen Schotter und Beton sein?
- Was für einen Beton sollte ich nehmen oder ist das egal?
- Mit Lehren abziehen bedeutet: Kantholz in der gewünschten Höhe reinlegen, mit Wasserwaage ausrichten, wenn der Beton drin ist mit anderem Holz abziehen. Kanthölzer raus, leeren Raum auffüllen - oder? Was für ein Fachmann macht das? Trau´s mir nicht wirklich zu; weiß nicht, wie ich das machen soll, ohne in den Beton zu treten...

Danke und Gruß
Stephanie Ochs

P.S. Kalk(stein)schotter, weil er baubiologisch die beste Variante ist. Nachzulesen bei Herrn Bernhard Kolb, Handbuch für Natürliches Bauen.



Fußbodenaufbau



Aha.
Ich wußte nicht das Kiessand baubiologisch schlechter ist wie Kalkschotter.
Na ja wenn Herr Kolb das schreibt...
Verraten Sie uns doch, liebe Stephanie was auf die baubiologisch sicher auch von Herrn Kolb empfohlene Folie und den Beton für ein weiterer Aufbau draufkommt?
Übrigens:
Der Beton darf immer rein, Hauptsache es nicht nicht zu heiß oder unter 0°C, sonst muß nachbehandelt werden. Feuchter Untergrund ist besser als trockener (ist bei der baubiologischen Folie aber egal, denn die "atmet" nicht).
Als Lehren werden Rohre oder Vierkantprofile genommen. Vorher werden Sie auf kleinen Häufchen mit erdfeuchtem Beton ausgerichtet. Sie müssen also nicht so dick sein wie die Betonschicht, 2- 3 cm Durchmesser reichen.
Was für einen Beton: C 20/25 Regelkonsistenz



Abgezogen



wird von vorne nach hinten,hinten ist da wo die Türe ist,auf voller Lehrenlänge abziehen,dann die Stange (Vierkant ist am besten,Rundrohr biegt sich schon mal durch)versetzen ,eine bleibt immer drin,vor dem erneuten abziehen ,den Hohlraum der entnommenen Stange verfüllen.

Der Beton sollt 250-300kg Zement pro Kubikmeter enthalten ,eher so Richtung erdfeucht.

Das mit dem baubiologischen Kalkschotter ist Käse,der ist nur teurer ,die Funktion ist die selbe wie Kiessand.

Stinknormale festere Baufolie.

Grüße Martin



fußboden ohne unterkellerung



herzlichen Dank für alle Kommentare.
MfG
Stephanie Ochs