Fußbodenaufbau im EG eines teilunterkellerte Hauses

09.01.2014 Basti



Hallo,
wir haben vor kurzem ein Fachwerkhaus, BJ 1800, in Thüringen gekauft und sind aktuell dabei es zu sanieren. Im gesamten Haus sind noch die originalen Kieferdielen-Fußböden vorhanden und sollen auch erhalten bleiben. Nur im Haupt-Raum im Erdgeschoss, unser zuküntiges Wohn-/Esszimmer, sind sie leider schon stark vom Wurm befallen gewesen und wir mussten auch den Fußboden öffnen um Versorgungsleitungen zu legen und weil der Steinmetz etwas Platz brauchte um den Fundamentsockel neu aufzumauern. Es ist mir leider nicht gelungen, die Dielen zerstörungsfrei auszubauen. Aber wie gesagt war auch schon der Wurm drin. Aber: Sie waren nicht feuchtegschädigt!
Ein Teil des Zimmers/Hauses ist mit einem Gewölbe unterkellert. Der Fußboden besteht aktuell nun einfach aus den alten Balken (halbierte Baustämme), die direkt in den 'Dreck' gelegt sind. Es ist eine trockene Mischung aus verschiedenfarbigen Schutt und Kohle/Asche. Nur einer der Balken ist auf einer Seite etwas angefault gewesen.
Es sollen wieder massive Kieferdielen rein.

Jetzt stellt sich die Frage, wie der Fußbodenaufbau gestaltet wird. Ich habe mich in diversen Informationsquellen belesen. Hie rim Forum und z.B. auch im Buch von Wolfgang Lenze, das ich sehr schätze. Aber was dort empfohlen (20cm Kies, Folie, 15cm Beton, Folie, Balkenlage, Dielen) wird, wiederstrebt mir irgendwie total. Ich will keine Betonplatte ins Haus gießen und auch nicht 50cm ausschachten. Abgesehen davon, dass das wegen dem Kellergewölbe wohl kaum gehen würde.
Wir wollen vieles im Haus historisch Original belassen und dem Haus keine modernen Baustoffe oder Techniken auzwingen aber natürlich trotzdem einen Kompromiss finden zu einem mehr oder weniger hohen Wohnkomfort.
Jetzt kommt ( endlich ;-) ) die eigentliche Frage: Aktuell tendiere ich dazu, einfach alles so zu lassen, bzw. wieder aufzubauen, wie es war. Ich lasse den ganzen trockenen Dreck drin, tausche ggf, die Balken aus und verlege direkt darauf die neuen Dielen. Hat doch jetzt auch 214 Jahre lange gehalten. Was würde denn eurer Meinung nach dagegen sprechen? Ich finde diese Lösung sympathisch weil sie authentisch/historisch original und unschlagbar schnell und günstig umzusetzen ist.

Viele Grüße,
Sebastian



Fußbodenaufbau



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