Holzbodenaufbau im neuen Anbau

07.09.2011



Hallo,
wir haben an unser 30er-Jahre Haus einen Anbau gebaut. Es gibt eine Bodenplatte, mit Aufkantungen mehr oder weniger ringsum , mit Schweißbahn abgedichtet, und darauf eine Holzkonstruktion.
Wir wollen da gerne einen Holzboden, z.B. Dielen, reinbauen. Der Fussbodenaufbau soll von Oberkante Bodenplatte bis Oberkante Fussboden 25 cm hoch sein. Jetzt kommt's: Der Architekt möchte gerne Styropor (oder so ähnlich)-Dämmungen und Estrich legen. Ich denke aber, eine konventionelle Kreuzlattung mit einer passenden Dämmung sollte reichen? Was meint Ihr? Was für ein Dämmmaterial kann man nehmen, und auf welche U-Werte kommt man?
Grüße,
Ulrich



Antwort eines Nichtfachmanns



Hallo Ulrich,

ich bin zwar nicht vom Fach, würde aber die Lösung deines Archi befürworten. Mit Styropor hast du gute Dämmwerte, ausreichende Druckfestigkeit und einen universellen Fußbodengrund.
Bei 25cm Aufbauhöhe hast du genug Platz um auf den Estrich eine Lattung und Dielen zu verlegen.
Oder wolltest du 25cm hohe Hölzer auf die Bodenplatte legen?
Das Holz dafür ist auch nicht grad geschenkt.

Gruß aus Berlin,
Bernd



Moin Ulrich,



ausrechnen kannst du hier: www.u-wert.net

Mit einem Foto/Skizze könnte man mehr sagen.....

Gruss, Boris



Hier das Bild dazu



Ok, ich versuche es mal mit einem Bild.
Da soll also der Fussbodenaufbau drauf, erst kommen aber noch große Fenster rein... Wie man sieht, ist es von unten dicht.
Ich denke, dass die Feuchtigkeitsregulierung im Fussbodenaufbau ohne Styropor und Estrich besser wäre, oder ist es genau umgekehrt?
(Im übrigen Altbau haben wir in den oberen Stockwerken Diele auf Holzbalkendecke.)
Grüße,
Ulrich



???



Gehen die Fenster dann bis auf die jetzt sichtbare Bodenoberkante oder kommt da auch noch ein Sockel hin?

Gruss, Boris



Bodenaufbau



Warum wollen Sie die Feuchte des Baugrundes unter Ihrem Fußboden "regulieren"?

Viele Grüße



Zu den Fragen



@Boris: Ja, die Fenster bringen nur einen minimalen Sockel mit, im Prinzip füllen sie die ganze Fläche.

@Georg Böttcher: Da geht mindestens ein tragendes Teil des Holzbaus bis auf die Bodenplatte runter. Wäre das ein Grund? Meinen Sie, was unter dem Estrich liegen würde kann einem sozusagen egal sein?
Die Methode ohne Estrich wäre doch nach oben für Feuchtigkeit durchlässiger, oder?

Freue mich über Input hier...
Viele Grüße,
Ulrich



Fußbodenaufbau



So sollte es sein.
Unten erdfeuchter Baugrund, dann die Gründung (oder Fundament), dann eine Abdichtung und dann der Fußbodenaufbau. So bleibt die Erdfeuchte da wo sie hingehört, im Boden. Ihre Formulierung hörte siuch nach dem Versuch an, den anstehenden boden über den Fußbodenaufbau nach oben austrocknen zu wollen. Das wäre keine gute Idee.
Sie müssen auf Kondensatausfall und auch Spritzwasser achten, da Sie Holz im bodennahen Bereich verbauen.
Hier kommt es auf jedes noch so kleine Detail an.

Viele Grüße



?



@Georg Böttcher: Ich verstehe nicht ganz, in welche Richtung ich Ihre letzte Antwort interpretieren soll. Eine Abdichtung gegen unten haben wir ja über die Schweißbahnen. Wofür oder wogegen spricht das jetzt?



Fußbodenaufbau



Und was meinten Sie dann mit der Feuchteregulierung im Fußboden?



.



Ich meine damit, was mit Feuchtigkeit passiert, die potentiell mal zwischen Bodenplatte und Oberboden gelangt. Oder ist dies ein sehr unwahrscheinliches Scenario? Sorry, ich bin halt Laie...



Fußbodenaufbau



Also Feuchte von Oben.
Da gibt es zwei Arten, Planschwasser (Blumen gießen, wischen...)und Kondensatausfall.
Planschwasser:
Einem Estrich und der darunterliegenden PS- Dämmung macht das nichts aus; den Lagerhölzern einer Dielung schon eher.
Kondensatausfall:
Das passiert wenn warme, feuchte Innenluft hinter bzw. unter die Dämmung an die kältere Bodenplatte gelangt.
Bei Estrich praktisch ausgeschlossen, da keine Hohlräume existieren und der Estrich dicht ist.
Bei Dielung und dazwischenliegender, loser Dämmung ist die Gefahr größer, da durch die Pumpwirkung beim Darüberlaufen Innenluft unter die Dielung gelangt. Selbst wenn kein Kondensat unmittelbar ausfällt kann die Eigenfeuchte der hölzernen Bauteile so hoch sein, das Schäden auftreten können. besonders gefährdet sich die Lagerhölzer.
Wenn Dielung dann also möglichst hohlraumfrei dämmen. Keine Schüttuungen verwenden. Kapillaraktives Material bevorzugen.
Die sicherste Methode ist die Dielung auf die Dämmung aufzubringen, so liegt sie komplett im warmen Bereich.

Viele Grüße