Boden tiefergelegt - was nun?

13.01.2013 Guy



Wir haben hier in unserem Altbau den Boden ausgebuddelt um mehrere Räume auf 2,4m Raumhöhe zu bringen (vorher war's 2 Meter...). Wir hatten die große Freude, es mit Muskelkraft erledigen zu dürfen - kann ich jedem weiterempfehlen! :-)

Auf den Bildern ist die Mindestraumhöhe 2,4m mit blauer Farbe auf den Wänden markiert.

Der fertige Fußboden liegt also 10-20 cm unter Oberkante des Streifenfundamentes. Auf das Fundament möchten wir rundum eine Dichtschlämme (gegen Feuchtigkeit) aufbringen, anschließend mit Dämmputz verputzen.

Problem: Der Rhein ist 1000 Meter weg und es ist Hochwassergebiet. Der Keller (liegt ca. 1,5 Meter tiefer) ist allerdings trocken und der vordere Hausteil ist 0,5 Meter unter Erdniveau, besteht aus Bruchstein (Baujahr 1800) und ist ebenfalls noch nicht abgesoffen.

Der bisherige 6 bis 12 cm dünne Betonboden war direkt auf's Erdreich gegossen.


Der geplante Aufbau ist:

Erdreich
Sandbett 2 cm (nur damit die Dämmung gut aufliegt)
EPS 100 mm WLG 035
PVC-Folie 1 mm, über Ränder der Bodenplatte hochgezogen (Dichtung gegen Hochwasser)
Beton 150 mm, leicht armiert
40 mm Styropor WLG 040 (Trittschallentkoppelung)
Fußbodenheizung
schwimmender Estrich 45 mm

Unser Statiker plant immerhin stilecht "nach Gefühl" und sein Gefühl sagt "150 mm Beton leicht armiert". Macht das Sinn? Die Bodenplatte soll ja nur das Fundament aussteifen und nix tragen. Genügt dafür nicht auch 120 mm (größter Raum ~25 qm)? Jeder cm weniger Boden ist ein cm mehr Raum.

Wie wäre der Aufbau optimal?
Macht es Sinn, dickere Dämmung unter den schwimmenden Estrich zu packen und dafür weniger unter die Bodenplatte?

Wir könnten den schwimmenden Estrich auch weglassen und dafür die FBH direkt in die Bodenplatte legen, die Massenträgheit beim Heizen könnten wir mit 3 kleinen Heizkreisen statt 1 großem sicher auch etwas kompensieren.


Ideen, Anregungen, Meiungen?



Bild 2



Ohne Worte.



Fußbodenaufbau



Hallo Frank,
ein etwas seltsamer Statiker, den Sie da haben.
Das jedenfalls kann man aus dem doch sehr unkonventionellen Fußbodenaufbau schließen.
Vorab gehe ich erst einmal davon aus, das keine Hochwassergefährdung, auch nicht durch ansteigenden Grundwasserpegel, vorliegt. In diesem Fall wäre der Fußbodenaufbau etwas anders. Die niedrige vorhandene Raumhöhe sagt mir nämlich "nach Gefühl" das so was früher einkalkuliert wurde.
Umsonst hat man nicht so niedrig gebaut.

Kommen wir zum vorgeschlagenen Fußbodenaufbau:
Der ist schlichweg unsinnig.
Erst mal ist die Aushubtiefe ein Problem.
Alles über OBERKANTE Fundament ist grenzwertig bis gefährlich, alles bis bzw. unter UNTERKANTE Fundament ist lebensgefährlicher Leichtsinn. Ihr Statiker sollte wissen wie Streifenfundamente Last abtragen, was die Wegnahme der Mantelreibung bedeutet und was ein Grundbruch ist.
EPS einfach in Sand zu legen funktioniert nicht, das wird eine einzige Kippelei.
Folie bzw. ein PVC Fell als Abdichtung kann man nehmen, aber unter der Dämmung. Auch EPS verliert an Dämmwirkung wenn es dauernd feucht ist.
Beton 150 mm, "leicht armiert" ist ebenfalls in der Form und an dieser Stelle völlig überflüssig. Selbst wenn er als Auflast gegen Aufschwimmen gedacht ist ist er überbemessen. Die Bewehrung ist völlig nutzlos.
Die 40 mm Styropor darauf sind für Trittschalldämmung viel zu dick, im EG bei schwimmendem Estrich ohnehin völlig überflüssig.
Das einzige was passt ist der Zementestrich mit Fußbodenheizung.
Im Gegensatz dazu schlage ich ihnen folgenden Aufbau vor:
Sicherung der Fundamente mit Betonplomben gegen Grundbruch,
Einbau einer unbewehrten Sauberkeitsschicht aus Beton,5-8 cm dick,
Einbau einer Abdichtung als Schweißbahn,
Einbau einer Wärmedämmung aus EPS/XPS, ca. 100 mm dick,
Heizestrich ca. 65 mm.
Dieser Aufbau ist etwa 10 cm dünner als Ihrer. Ich empfehle ihnen die ca. 10 cm die Sie zu tief sind mit Kiessand wieder aufzufüllen.

Viele Grüße
p.s. ein Statiker sagt normalerweise statt "Beton leicht armiert", "Beton, konstruktiv bewehrt".



Normalerweise...



... macht man sich vor dem Schachten Gedanken über das, was es mal werden soll... Statik "nach Gefühl" geht gar nicht... EPS unter dem Beton ist hier weitgehend sinnentleert...

Aber vielleicht so...

- KG-Rohr einsanden (0/2)
- 50-110mm Planum aus Kies (0/32), auch zum Höhenausgleich
- Trennfolie
- 100mm Betonplatte unbewehrt
- Abdichtung --> Schweißbahn oder Dick-Anstrich
- insgesamt >80mm Dämmung (EPS/XPS/PUR) und FBH-Systemplatte (zum Tackern oder Noppenbahn)
- 65mm Zementestrich (Randdämmstreifen nicht vergessen!)
- Oberboden nach Wunsch

MfG,
sh



...



Ersteinmal Danke für die Antworten.

Gedanken haben wir uns gemacht, aber wie das so ist: Wenn man mal dabei ist, kommen einem andere Ideen (z.b. die Fußbodenheizungsidee kaum erst nachträglich weshalb der schwimmende Estrich dann erst später als Idee dazu kam).

Aber: Beton direkt auf's Erdreich, dann Dichtschicht und Dämmung scheint mir aber auch deutlich sinnvoller in Verbindung mit einer FBH - danke für den Hinweis, werde ich auf jeden Fall aufgreifen (sofern das statisch problemlos ist).

Die niedrige Raumhöhe ging auf die Launen des Vorbesitzers zurück und hatte keine baulichen Gründe (im Vorderhaus liegt die Oberkante des Fußbodens übrigens in etwa so tief wie jetzt hier ausgegraben wurde).

Unser Statiker hatte mit dem Ausbuddeln keinerlei Bauchschmerzen und dem Fundament sollte das auch nichts machen, ich werde ihn aber nochmal vor Ort holen und auch die Mantelreibung ansprechen. Gibt es noch etwas, das ich ansprechen sollte?

Als Laie kann ich mir aber absolut nicht vorstellen, dass die 40 cm "Reibungsfläche" (Mantelreibung) die wir da weggegraben haben nennenswert das Haus halten oder stützen könnten - ich hätte mir eher eine Art seitlichen Schub oder Torsion erwartet der zu Problemen führt.

Vielleicht liegt's auch bloß an den Bildern: Das Fundament geht noch tiefer, mindestens 40 cm stecken ringsum noch in Erde, stellenweise auch mehr. Die Erde ist sehr fest, kein bisschen sandig - wir haben das Zeug nur mit Mühen rausbekommen. Unter das Fundament würde ich natürlich auch keinesfalls buddeln.

Alternativ könnte man den Betonboden doch kraftschlüssig mit ein bisschen Baustahl mit dem Fundament verbinden... oder ist das Quatsch?

@Herr Böttcher - Die Sicherung durch Betonplomben sagt mir leider gar nichts, wie kann ich mir so etwas vorstellen? Als eine Art Pfähle die in den Boden kommen oder eher als eine Art umlaufendes Band?

Wo sehen Sie die Gefahr durch das (halb)ausgraben des Fundamentes? Gerne frage ich den Statiker beim nächsten Termin gezielt danach, verstehe das Problem aber nicht.

Noch eine Frage, da die genannten Dämmstärken hier mir recht dünn erscheinen - erdberührende Böden sollten doch nach EnEv U=0,24W/m²K unterschreiten - das wäre mindestens (!) 12 cm Styropor WLG 035... Bevor ich also wieder auffülle mit Kies oder Erde, wäre doch einfach eine dickere Dämmung (20 cm) wesentlich sinnvoller wo nun schonmal der Boden weg ist?

Danke!



EnEV...



... sagt hier 0,5W/qmK
--> Anlage 3/5c und Tabelle 1/5b

Mehr Dämmung dämmt mehr, is' klar, aber unwirtschaftlich/unnötig... Die Transmissionswärmeverluste an das Erdreich sind ausreichend gering, der Wärmestrom entsteht fast ausschließlich von den Heizrohren über den Estrich in die Raumluft.

Eine wirklich kraftschlüssige verbindung zwischen Fundament und Platte ist nicht sinnvoll; sie würde das statische System erheblich verändern und wäre ohnehin nur extrem aufwendig herzustellen.

Die Aufteilung in mehrere Heizkreise/Raum beeinflusst nicht die Schnellaufheizung bzw. Trägheit des Systems, nichtsdestotrotz sind mehrere kurze Kreise einem langen Kreis vorzuziehen; Faustformel < 120m bei 17er Kunststoff- oder verbundrohr bzw. <200mbar Druckverlust je Kreis.

MfG,
sh



Fußbodenaufbau



Fragen sie Ihren Statiker nach eventuellen Sicherungsmaßnahmen; es würde diese Disskussionsrunde sprengen hier eine Quasivorlesung Grundbau zu halten.
Das was ich auf den Fotos erkennen kann sieht aus wie eine freigelegte Fundamentunterkante der tragenden Innenwand.

Viele Grüße



...



Hier noch ein Bild vom Fundament, tiefer konnte ich wegen der vielen Steine nicht mehr graben - das Fundament geht augenscheinlich aber noch weiter.

Darf ich davon ausgehen, dass zumindest keine Gefahr besteht?



...



Hier noch ein Bild vom Fundament, tiefer konnte ich wegen der vielen Steine nicht mehr graben - das Fundament geht augenscheinlich aber noch weiter.

Darf ich davon ausgehen, dass zumindest keine Gefahr besteht?

Der Statiker kommt morgen nochmal vor Ort, ich werde den neuen Fussbodenaufbau besprechen und bedanke mich ersteinmal für die konstruktiven Antworten.



hallo



also ehrlich gesagt gefällt mir keiner der vorschläge, hier wird so viel wert auf die dämmung gelegt das diese schon fast dicker ist als die bodenplatte :-). von unten kommt doch nun wirklich die wenigste kälte bei einem haus, klaar haben wir hier eine Fußbodenheizung und das erdreich soll ja nun auch nicht unnötig mit erwärmt werden aber 6 cm eps und darauf noch die dämmung vom heizungsbauer in der er seine heizschleifen tackert, dürften doch ausreichen. ich würde ehr schauen das die bodenplatte vernünftig wird, das diese nichts zu sagen hat sehe ich etwas anders, im gegensatz zu den anderen würde ich auf keinen fall auf eine bewehrung verzichten, eine lage Q188 baustahlmatte würde ich auf alle fälle reinpacken die macht da nichts kaputt! nein! die machts nur stabiler! ja! ich meine früher war es gang und gebe keine bewehrung zu verwenden weil die leute sowas einfach nicht hatten, die folgen sieht man heute in form von rissen oder gebrochenen betonflächen und glaub mir, wenn deine bodenplatte reist ist es nur eine frage der zeit bis es die schweißbahn auch macht, nach 10, 20 jahren hat die viel von ihrer flexibilität eingebüßt, eine dichtschlämme versagt in so einem fall in der regel sofort und eine PE-folie bietet keinen Schutz bei aufsteigender feuchtigkeit. wenn man sich einmal einen solchen aufwand macht sollte es doch nun wirklich nicht an einer simplen baustahlmatte scheitern oder?
wenn es meine Baustelle währe würde ich zunächst eine kapillarbrechende schicht (grober kies oder frostschutz) einbringen darauf die PE-folie, ne 15cm bewehrte betonplatte und ca. 8cm dämmung, die dämmung zum festtackern der heizschleifen hab ich da schon mit eingeplant, und anschliesend der estrich mit 6 bis 7 cm, ganz wichtig, 4,5 cm reiche auf gar keinen fall aus, es sei denn ihr statiker meinte damit bereits die estrichschicht über den heizschleifen, denn diese sollten mind. 4 bis 5 cm überdeckt sein. ach und die schweißbahn hab ich vergesssen zu erwähnen auf der bodenblatte, ganz wichtig. so mach was draus, ist ja deine baustelle, nicht meine, lach.

mfg alex



eins noch



wegen deinem fundament brauchst du keine angst haben, so lange du es nicht untergräbst passiert da nichts, oben ist der himmel unten die erde, der druck beim fundament kommt von oben wo soll es also großartig hin das fundament lach.

mfg alex



lieber georg



ich lese grade was du da schreibst mit eps einfach auf sand legen funktioniert nicht, giebt eine einzige kippelei.
ich will dich nicht ständig in kritik nehmen, aber vieleich kann ich einen alten hasen wie dir noch was erzählen lach.
kleines beispiel; wir haben mal eine werkhalle gebaut die wände standen auch auf streifenfundamenten wie hier auch, in den räumen und hallen kam zunächst frostschutz und auch ein sandbett,darauf dann styrodurplatten der trick um ein kippeln zu vermeiden war ganz einfach, wir haben den sand eifach mit lehren abgezogen, klappt super, die pe-folie kam auf die styrodurplatten, danach 20 cm beton, dieser war in dem sinne eigentlich auch nicht mit baustahlmatten bewehrt aber er war mit stahlfasern armiert,der grund warum die dämmung unter die betonplatte kam war das die betonplatte schon die endschicht war und kein estrich eingebaut wurde, der beton wurde aufwändig mit glättmaschienen behandelt, ging die ganze nacht durch.

mfg alex



...



So, der Statiker war nochmal da. Er sieht hier keine statischen Probleme und der Boden soll auch keine statische Funktion übernehmen außer sich selbst zu tragen.

Ich werde den Boden mit lockerer Erde begradigen, danach leicht verdichten, dann wohl folgenden Aufbau:

Pe-Folie 0,1 mm
Beton 120 mm C25/30, bewehrt mit Q181A
PVC-Folie oder ähnlich
EPS 120 mm, 100 kpa
FBH-Verrohrung
Zementestrich 45 mm (Überdeckung FBH, insgesamt 65mm)

Von Schweißbahnen / Bitumen halte ich wenig, alle die ich bisher irgendwo ausgegraben habe, waren mehr oder weniger defekt. Allerdings habe ich auch schon steinhart versprödete Baufolien unter Estrichen ausgebuddelt...

Was ist da am sinnvollsten? Langt auch eine 0,3mm starke LDPE-Baufolie auf dem Betonboden? Diese wäre ist immerhin Weichmacherfrei...

Funktioniert das EPS als Trittschallentkoppelung? Oder dämpfen die speziellen Trittschallplatten da besser?

Merci!



Statt...



... der halbverdichteten Erde lieber Kies, die Folie dürfte dicker sein und das Rohr muss gegen Aufschwimmen gesichert werden.

MfG,
sh



Bodenaufbau



hallo Guy,
anscheinend haben Sie nichts von dem verstanden was ich Ihnen vorgeschlagen habe.
Ich versuche es noch einmal:
1. Wenn Ihr Statiker meint das es keine Gefährdung gibt lassen Sie sich das von ihm schriftlich geben. Das sollte kein Problem sein, bei Baustellenbegehungen und solchen Entscheidungen gibt es IMMER ein Protokoll, das ist die übliche Vorgehensweise. Wenn doch was passiert, muß er eben den Schaden über seine Berufshaftpflicht abdecken.

2. Nicht ein bisschen Erde und LEICHT verdichten sondern Kiessand und RICHTIG verdichten. Das nennt man Planum.

3. Die Folie ist egal, es kann auch irgendwas anderes sein, Hauptsache EINIGERMASSEN dicht. Das ist keine ABDICHTUNG, sondern eine TRENNLAGE. Sie soll verhindern, das sich Bodenteilchen mit dem Beton mischen und Zementleim in den Boden sickert.

4. Darauf brauchen Sie eine SAUBERKEITSSCHICHT, etwas Beton der eine gerade, ebene, trittfeste Fläche bildet und als Träger für die Abdichtung dient. Die kommt da drauf.
5. Sie brauchen keine bewehrte Bodenplatte von 12 cm Stahlbeton, das ist ÜBERFLÜSSIG!
So etwas ist eine Fundamentplatte, eine Flachgründung. Ihr Haus hat schon Fundamente und zwar Streifengründungen. So etwas würde ich einbauen wenn ich Wände darauf stellen wollte oder einen Schornstein.
Wollen Sie Wände darauf bauen? Oder einen Schornstein?
Wenn nicht vergessen Sie diese Platte. Sie ist für den folgenden Fußbodenaufbau nutzlos, egal ob sie 12 cm oder 1,20 m dick ist.
Warum?
Weil darauf eine viel weichere, nachgiebigere Dämmlage liegt. Und darauf ein Estrich. Wenn der Estrich bricht dann weil sich IMMER! zuerst die weichere Dämmung verformt, nicht die Lagen darunter.
Wann bricht ein Estrich? Nur bei zu starker Punktlast, es erfolgt ein Durchstanzen. Das passiert bei normaler Wohnungsnutzung nie. Und wenn dann ist es dem Estrich piepegal ob weiter unten 2, 12 oder 120 cm Beton liegen weil die Dämmung nachgibt. Hochwassersicher ist dieser Aufbau übrigens nicht, auch nicht mit Ihrer dicken Betonplatte, aber das hatten wir ja schon.

viele Grüße
p.s.
Was zum Teufel wollen Sie mit Trittschallenkopplungsplatten bei einem schwimmenden Estrich im Erdgeschoss? Hellhörige Regenwürmer mit Neigung zu Beschwerdebriefen dürfte es kaum unter Ihrem Planum geben.



hallo



naja, immerhin etwas besser als die erste version aber immer noch nicht ganz richtig und wenn ihr statiker es so wirklich durchgehen lässt zweifel ich an seinen fähigkeiten.
punkt 1. die pe-folie aufs erdreich: georg liegt hier fast richtig.der sinn einer solchen folie besteht darin das der zementleim nicht in die kapillarbrechende schicht sickert und diese damit zerstört. in ihrem aufbau haben sie keine kapilarbrechende schicht. die feuchtigkeit wird ungehindert in ihren beton eindringen können, das macht den beton selber nichts aus aber, und somit bin ich bei punkt 2. auf ihrem beton ist keine abdichtung, das würde mir schlaflose nächte bereiten an ihrer stelle. das schweißbahn über die jahre ihre flexibilität verliert hab ich selber ja auch schon hier gesagt, aber solange ihre betonplatte formstabiel bleibt, behält die schweißbahn aber immer noch ihre funktion.
punkt 3. die pvc folie unter der dämmung. ist zwar nicht schlimm aber was soll die bringen? als abdichtung nutzlos und als trennlage überfüssig.
das sie jetzt eine bewehrung verwenden ist prima.
ich hab zwar noch nie eine q181a baustahlmatte gesehen und bezweifel das es die giebt :-) schätze sie haben sich nur vertippt und meinen q188a.
zum thema Trittschall pflichte ich auch georg bei, völlig sinnlos hier. solange umlaufend ein randdämmstreifen angebracht wird ist alles bestens :-)

mfg alex



,,,



@Herr Böttcher
ersteinmal vielen Dank für die zahlreichen und auch konstruktiven Antworten. :-)

Die Frage mit der PE-Folie bezog sich nur auf die Lage zwischen Beton -> Dämmung als Feuchtigkeitssperre (nicht die Trennlage Erde -> Beton, dass diese nur zum Einbau dient, ist mir klar).

Ich denke, ich habe das meiste von Ihren Aussagen durchaus verstanden - nur sieht mein Statiker das hier teilweise wohl etwas entspannter. Das Haus meiner Eltern steht ohne nennenswertes Fundament auf ~40 cm Bruchsteinmauerwerk (darüber Fachwerk) seit geschätzt 200 Jahren. Ich bin daher geneigt, dem Statiker da einfach glauben zu schenken, dass es damit keine Probleme geben wird.

Die Verdichtung wollen wir mit einem kleinen 60kg-Rüttelstampfer (40 cm Tiefenwirkung) machen, die Erde ist sowieso schon knallfest.

Der Statiker meinte es wäre besser, direkt auf den Erdboden zu betonieren da dieser unnachgiebiger als Sand ist und man ja sowieso alles wieder "breitläuft" beim betonieren.

Ihr Argument mit der überdimensionierten Bodenplatte, welche ja auf dem unnachgiebigen Erdboden keine Bewehrung gegen Zugspannungen braucht, leuchtet mir durchaus ein. Ich sehe es im Prinzip auch ebenso. Auch dass die Bruchgefahr der schwimmenden Estrichschicht mit der Bodenplatte rein gar nichts zu tun hat, ist mir bewusst.

Allerdings: Der Betonmischer kommt mit 6 Kubikmetern hierher - (netto) 72 EUR / m³ Beton C25/30, 30 EUR / m³ Mindermenge. Bei ca. 45 Quadratmetern sind das ~4 Kubikmeter bei ~8 cm Bodenplatte, 5 Kubikmeter bei ~11 cm. Preisunterschied: 42 EUR.

Die Armierung ist sicher etwas teurer, aber die 100-150 EUR machen's dann auch nicht mehr fett.

Würde ich den Beton von Hand anmischen müssen, wäre mir Ihr (durchaus vernünftiger) Vorschlag mit der dünnen Bodenplatte allerdings auch ~wesentlich~ lieber... :-)

Soweit ich weiß, dämpfen / leiten verschieden steife Materialien unterschiedliche Frequenzen teilweise ganz unterschiedlich, daher die Frage bezüglich Trittschallentkoppelung des schwimmenden Estrichs. Es ging mir vor allem um eine mögliche Schallbrücke über die (steifen) Dämmplatten zum Mauerwerk - wieso sollte man sonst spezielle Trittschalldämmplatten anbieten?!



...



Hallo, Alex.

Ich dachte, die PE-Folie soll auch verhindern, dass der Boden dem Zementleim Wasser entziehen kann (ok, der Boden ist nun auch nicht so trocken)?

Würde eine dünne (maximal 5 cm) kapillarbechende Schicht etwas nutzen? 15 cm Kies passt hier nicht mehr in den Aufbau (Höhe!) und die letzten 30 (oder mehr) Jahre war der Betonboden hier direkt auf's Erdreich gegossen und es gab keine Feuchtigkeitsprobleme - so schlimm sollte es also nicht werden.

Die PVC-Folie war gedacht um die Dämmung 100% trocken zu halten. Ich denke ich werde dann noch eine Dichtmasse oder billige Schweißbahn aufbringen, besser als später ärgern.

:-)

P.S.: Natürlich war Q188A gemeint.



Fußbodenaufbau



Was soll denn das nun wieder mit der kapillarbrechenden Schicht.
So was wurde mal beim Kaiser oder nach dem Krieg bei untergeordneten Gebäuden gemacht weil Dichtungen teuer oder nicht verfügbar waren, also beim Karnickelstall usw.unter dem Wandfundament.
Wo die Abdichtung- nicht die Trennlage! hingehört habe ich schon mehrfach geschrieben. Welche Art der Abdichtung ist Ihre Wahl. das können Bitumenbahne, Kunstoff- und Elastomerbahnen usw. sein, Hauptsache sie sind für Abdichtungen geeignet. Geaueres steht in der DIN 18195 Teil 2. Am besten den Fachhändler (oder den Statiker) fragen.

Viele Grüße



hallo



aufgrund dessen das sie sich jetzt für eine geeignete abdichtung entscheiden kann man mit den 5 cm kies leben :-).

p.s. sie bringen mich immer wieder zum staunen georg :-)
"kapillarbrechende schicht wurde mal beim kaiser gemacht, nach dem krieg oder unterm hasenstall oder unterm wandfundament"
diesen satz habe ich echt mehrmals gelesen, in der hoffnung das sie das nicht wirklich geschrieben haben. liebe leser bitte nie versuchen unter einem fundament eine kapillarbrechende schicht einzubauen!!! fundamente immer nur auf gewachsenen boden gründen!!!
ich hab ja schon selber einige häuser mit gebaut und auch andere firmen gesehen die häuser bauen und wirklich jeder packt unter die platte splitt, frostschutz, rollkies oder irgent eine andere kapillarbrechende schicht, selbst könig google spuckt diese info aus. sind sie sicher georg, das sie im richtigen buch nachgelesen haben :-). im backbuch steht z.b. nichts von einer kapillarbrechenden schicht unter einem tortenboden das ist richtig. :-)
nehmen sie mir meine ausage bitte nicht für übel, ich mein das nicht böse!



...



Der eine erzählt, eine kapillarbrechende Schicht wäre Quatsch, der andere, sie wäre notwendig...?

Na nu, wie denn jetzt?

Sollte bei intakter Abdichtung auf dem Betonrohboden nicht die Feuchtigkeit sowieso zurückgehalten ("im Beton gehalten") werden?



Fußboden



Richtig, Frank.
Und dem Beton ist es egal, ob er feucht ist oder nicht. Darüber muss es trocken sein.
Das mit dem Beitrag von Alex müssen Sie nicht so ernst nehmen. Es gibt auch Baugrundverbesserungen, Bodenaustausch, Kiespolster usw. unter einer Gründung, die aus Kiesen bzw. Schotter bestehen aber nichts mit der Funktion einer kapillarbrechende Schicht zu tun haben.

Viele Grüße