Fußbodenaufbau EG, AW ohne Fundament




Hallo liebe Forumsmitglieder,

in meinem zu sanierenden Haus habe ich die alten Dielen hochgenommen und festgestellt, dass die Außenwände kein Fundament haben.
Ein ordentlicher Fußbodenaufbau entfällt somit.
-Macht es Sinn, ein Rohr der Heizung ähnlich einer Fußbodenheizung unter/an der Wand entlang zu führen, damit keine Kondansation von Raumluftfeuchte an der feuchten unterkühlten Wand niederschlagen kann und dass die Wand besser abtrocknen kann?
Hat jemand eine Idee für einen Kontruktionsaufbau des Fußbodens? Ich habe gedacht: Wand leicht untergraben, PE-Folie Verlegen gegen aufsteigende Feuchtigkeit, dann Beton ca. 10cm, darauf wiederum Folie, dann Trockenestrichelemente + Holzparkett oä.
Ein großer Daämmaufbau entfällt, da ja die Raumhöhe dann ja gewaltig verringert werden würde.
AUf Fußleisten würde ich verzichten, damit eine Ablüftung der Wand erfolgen kann.
Ich danke für Antworten/Hilfe



Fußbodenaufbau



Natürlich hat Ihre Wand ein Fundament. Es sieht nur nicht so aus wie Sie es erwartet haben. Als Fundament können auch Steinpackungen, trocken verlegte Klinker, verdichtete Schotter- und Kiesschüttungen usw. dienen.
Für einen neuen, gedämmten Fußbodenaufbau brauchen Sie nicht mehr wie 20 cm. Für einen Aufbauvorschlag fehlen Angaben wie zur Verfügung stehende Aufbauhöhe, Baugrundbeschaffenheit, Nutzung der Räume...
Kondensat vermeiden Sie, neben einer ordentlichen Heizung und Lüftung, durch eine Innendämmung.



Fußbodenaufbau EG, AW ohne Fundament



Hallo an Georg Böttcher,

die alten Fachwerkaußenwände sind im Giebelbereich des Hauses und in der Tiefe der ersten Räume - ca. 4m gegen eine gemauerte Wand ausgewechselt worden. Wandaufbau von außen nach innen: 11,5cm Klinker, 5cm Luftschicht, 11,5cm Kalksandstein, 2cm Kalk-Zementputz.
Die Klinker haben eine ca. 20cm Fundamentschicht aus Feldstein bzw. Sandstein. Die erste Lage Klinker wurde mit der ersten Lage Kalksandstein "verbetoniert". Aber nur dazwischen, nicht darunter.
Bei dem Austausch wurden die Dielenböden nicht entfernt und der Kalksandstein etwa 2cm auf den Dielen aufgelegt und dann seitlich an den Klinker festgemörtelt.
Also ist bei der Entfernung der Dielen die Kalksandsteinwand nur auf dem Sand aufliegend.
Entsprechnend muss ich die Wand Abfangen.
Nun habe ich überlegt, ein Fußbodenheizungsrohr (ich bin Heizungsbauer von Beruf) unter die Kalksandsteine zu Verlegen und die Innenwand abschnittsweise mit Beton abzufangen, also eine "tragende" Betonsohle zu gießen.
Das FbH-Rohr also zur Taupunktunterschreitung.

Der Fußbodenaufbau wäre dann folgender: Pe-Folie oder diese Noppenfolie, WU-Beton (10cm), Pu-Unterdämmung 2cm, OSB-Platte 2cm, Holzparkett.



Fußbodenaufbau



Zur Wand:
Die KSS- Wand ist keine glückliche Lösung, was solls.
Abschnittsweise Freilegen bis ca. 20 cm unter die erste Fuge, dann einen neuen Wandfuß anbetonieren. Unten 30 cm breit, oben anschrägen bis zum Stein. Den Boden vorher verdichten.
Zum Fußboden:
Planum eben und verdichtet herstellen,
bei Bedarf (Sand als Untergrund) Trennlage aus Folie auslegen,
ca. 5 cm Sauberkeitsschicht aus Beton sauber geglättet, waagerecht und eben eingebaut,
Abdichtung aus Folie, Schweißbahn o.ä.

Darauf bei Dielung: Ca. 80 mm trittfeste Holzfaserplatten, eingebettete Lattung, Dielen. Die Dielen liegen vollflächig auf der Dämmung, die Latten fixieren nur.
Bei Massivboden: ca. 80 mm Dämmung EPS oder XPS, Trennlage, ca. 40 mm Estrich,
Belag.
Das sind Standardaufbauten; leider fehlt mir der konkrete Bezug zu Ihrem Fall da keine Angaben.
Die Heizleisten lieber in ein Fußleistensystem legen, das ist effektiver.



Erdgeschoß-Fußboden



Ältere Häuser haben Streifenfundamente- nur wenn sie auf Fels gebaut sind werden keine separaten Fundamente benötigt.
Zuerst an einem Punkt durch Abgraben die Tiefe der Streifenfundamente bis zur fertigen Fußbodenhöhe feststellen-
dadurch ergibt sich der maximal mögliche Fußbodenaufbau.
In diesem Fall weicht die Situation von Standardfällen ab.
Wie beschrieben vorgehen.
Ebenso das Erdniveau außen angeben feststellen Oberkante vom fertigen Fußboden. Am besten Skizze mit allen Maßen anfertigen.

WU-Beton ist unnötig bei oberseitiger Feuchtigkeitssperre.

Fundament untergraben ist unnötig und potentiell gefährlich.

Unter dem Stichwort 'erdberührter Fußboden' finden sich viele Beiträge zu dem Thema.
Bei Unklarheiten nachfragen

Eine Wandheizung trägt zur Trocknung der Außenwände bei,
sofern dies nötig sein sollte. Im Fundament liegende Heizungsrohre sind sehr unwirtschaftlich.

Über der Feuchtigkeitssperre kann ein beliebiger Aufbau erfolgen- je nach
Bodenbelag.

Andreas Teich



Fundament


Fundament

Ich habe eine Ahnung was bei Dir unter der Wand sein könnte, was zwar ein Fundament sein könnte, aber für ein Haus heutzutage kaum ausreicht. Als ich mein 1um 1813 gebautes Haus ssanierte, fand ich unter der Ziegewand nur einige große Feldsteine, dier größte war etwa 40cm als Quader (aif dem Foto gut zu sehen), darüber ein Mörtel+Steinschicht - mehr gab es nicht. Ich habe dann abschnittsweise ein Fundament unterbetoniert. Anbei Foto.
Eine PE-Folie ist keine Sperrschicht, sondern soll nur verhindern, dass sich das Betonwasser beim betonieren nicht in den Untergrund verdünnisiert und der Beton sich nicht mit dem Kies/Splitt vermischt. Also eine Trennschicht.



Fundament



Erst einmal möchte ich mich für eure Hilfestellungen bedanken.
Einen Fachmann werde ich morgen auf der Baustelle begrüßen dürfen.
Nach einem Telefonat soll wohl folgendes gemacht werden:
Außen ist ein Fundament mit Steinen, wie vom Vorredner beschrieben. Die Innenschale KS wurde auf die Dielen aufgelegt, mit dem Klinker vermörtelt und nicht mit einem Fundament abgefangen , also diletantisch!
Es soll nun eine Temparierschleife in der Boden/Wand Außenecke verlegt werden - ein Leichtes für mich. Danach abschnittsweises untermauern inclusive. Fundament. danach kann ich den FB wie üblich aufbauen.
Zur Temperierung hier ein interessanter Artikel!

http://www.temperierung.net/sites/default/files/Temperieranlagen.pdf

Die Trocknung bzw. Trockenhaltung der AW hinter Küchenzeilen, also Taupunktunterschreitung vermeiden wir schon immer durch eine Verlegung der ersten Vorlaufleitung einer Fußbodenheizung in der AW-Boden/Wand Ecke.
Hätte ich ja auch bei meinem Bau drauf kommen können!



Fußbodenaufbau



Das mit der Temperierung am Wandfuß funktioniert nur wenn die Heizung läuft. Im Sommer gibt es Sommerkondensation, auch da gelangen große Mengen an Kondensat an die Wand wenn das Temperaturgefälle vorhanden ist.



Sommerkondensation



Ja, das ist korrekt.
Allerdings nur, wenn die Wand auch im Frühjahr nicht beheizt wurde, feucht und dadurch "kalt" ist.

Wenn die Heizung aber lief, die Wand erwärmt und getrocknet hat, sollte kaum Sommerkondensat entstehen.
Zumindest weitaus weniger, als üblich ohne jede
Konditionierung.

Für mich hört sich das alles schon plausibel an.



Sommerkondensation



Ohne Dämmung wird sich rasch ein Gleichgewichtszustand der Temperatur einstellen, ob jetzt im Winter / Frühjahr geheizt wurde oder nicht.

Deswegen würde ich Dämmung _unter_ eine neue Bodenplatte / Estrich setzen.

In den Hohlraum der Aussenwände könnte man übrigens auch geeigneten Dämmstoff einblasen...