Fußboden im Erdgeschoss nachträglich dämmen

03.12.2012



Hallo, wir haben uns einen Altbau gekauft und möchten nun den Fußboden im Erdgeschoss (ca100qm) nachträglich dämmen.
1. Frage ist eine Dampfbremsfolie zwingend notwendig, wenn nicht ganz abzuschätzen ist, ob Feuchtigkeit vom Erdreich raufzieht?Und welche lässt sich am einfachsten Verarbeiten und ist gleichzeitig am besten?
2. Wir wollen eine Ausgleichsschüttung von Fermacell darüber schütten um die Heizungsrohre und teilweise Wasserleitungen unter dem Fußboden verschwinden zu lassen. Gibt es dabei etwas zu beacheten ?



Fußbodenaufbau



Hallo Franziska,
da alle Angaben zum jetzigen Fußbodenaufbau, über die zur Verfügung stehenden Höhen und zu späteren Nutzschichten fehlen ist eine Antwort auf Ihre Fragen nicht möglich.
Da solche Baumaßnahmen hier im Forum oft als Fragestellung auftauchen können Sie sich erstmal über die Suchfunktion in die Problemstellung einlesen und dann, bei Bedarf, Ihre Frage präzisieren.

Viele Grüße



Deckenhöhe Bodenbeschaffenheit



Die Deckenhöhe beträgt 2,40 somit würden 10 cm niemanden wehtun an Höhenzuwachs. Das Haus ist teilunterkellert und Baujahr 60 also würde ich als Leihe davon ausgehen, dass es schon möglich ist, dass vom Erdreich Feuchtigkeit aufziehen kann. Die Fußböden sind größtenteils mit Estrich ausgegossen, wobei es zb im späteren Wohnzimmer noch Reste einer mal rausgerissenen Wand auf dem Boden zwischen den Estrichen zu sehen ist und auch da eine Unebenheit ensteht.
Im spären Schlafzimmer ähnlich, Reste einer mal vorhandenen Wand und die Hälfte des Raumes leider mit Beton aufgegossen.
Dannn stell ich noch mal präziser meine Frage, die am meisten brennt: Welche Dampfbremsfolie darf ich nehmen?
Bzw gibt es eine geeignete PE-Folie für den Erdgeschossfußboden, die man einfach Verlegen kann und die dann auch ausreichend ist?
Ich würde ungern Bitumenbahnen nehmen wegen der schwereren Verarbeitung.
PS:Wir wohnen auf einem Berg und die Bodenbeschaffenheit drum herum ist sehr Sandig und Kieshaltig, sodass kein drückendes Grundwasser zu erwarten ist.

Mit freundlichen Grüßen Franziska Kuhn



Spätere Fußbodenbeschaffenheit



Den Fußbodenaufbau hatte ich mir ungefähr so vorgestellt:
PE-Folie
Heizungsrohre,Wasserleitungen und eventuell Elektrokabel direkt zu den benötigten stellen verlegt
darüber Ausgleichschüttung von Fermacell
Fermacell trockenestrichplatten mit Polystyroldämmung drunter
Fermacell Trockenestrichplatten
und zum Schluss Laminat bzw Fliesen
unter den Laminat würde ich vielleicht nochmal eine Trittschalldämmung verlegen aus "Schaumplastik"



Fußbodenaufbau



Hallo Franziska,
so einfach ist das eben nicht wie Sie sich das denken.
Ihre Landesbauordnung schreibt für Aufenthaltsräume eine lichte Mindesthöhe von 2,40 m vor, damit liegen Sie jetzt schon am Limit. Wenn Sie die Räume selbst nutzen spielt ist das für sie sicher tolerabel, aber rechtlich gesehen ist das dann kein Wohnraum mehr. Das spielt dann eine Rolle wenn es darum geht, den Wert des Hauses bei Verkauf, Trennung, im Erbfall usw. festzulegen. Außerdem sind solche Räume nicht bzw. nur mit finanziellen Einschränkungen vermietbar.
Dann gibt es noch technische Aspekte.
Die Türhöhen sind dann 10 cm niedriger ebenso die Fensterbrüstungen. Die Türklinken liegen dann in tieferer Griffhöhe, die Blätter sind zu lang. Steckdosem in Höhe Fußleiste müssen erneuert werden, Lichtschalter sind plötzlich tiefer.
Bei dem genannten Baujahr gibt es bereits eine Dämmung (wahrscheinlich ca. 80 mm Heraklithplatten) und eine Abdichtung unter dem Estrich. Die Dämmung entspricht natürlich nicht mehr den jetzigen Bestimmungen.
Ich kann Ihnen deshalb nur empfehlen, Ihr Vorhaben nicht auszuführen, jedenfalls nicht so wie geplant.
Möglich wäre das nur bei vorherigem Abbruch von Estrich und Dämmung bis auf die vorhandene Bodenplatte. Auf der freigelegten Bodenplatte lässt sich dann ein neuer, gedämmter Estrich aufbauen.

Viele Grüße



Danke für die schnelle Antwort



Hallo,
Das Haus werden wir nur selbst bewohnen. Jetzt ist unser ganzer Altbauschlachtplan über den Haufen geworfen.
Soo viel Aufwand wollten wir eigentlich nicht betreiben um es unten bewohnbar zu machen.
Würde es in den Räumen mit dem Laminat ausreichen eine Trittschalldämmung mit integrierter Dampfbremse (Baumarkt)
zu verlegen?

Mit freundlcihen Grüßen Franziska Kuhn



Fußbodenaufbau



Die Dampfbremse können Sie weglassen da überflüssig.
Legen Sie Trittschalldämmung aus (nicht wegen des Trittschalls aber es ist dann etwas fußwärmer) und dann Ihr Laminat.

Viele Grüße