Dachausbau - Fussbodenaufbau

26.01.2009



Ich habe eine Frage zum Fussbodenaufbau. Ich baue meinen jetzigen Fußboden im Dachgeschoss zurück (auf Balken - 25mm OSB-Platte-15mm Trittschall-19mm OSB-Platte). Dieser Aufbau hat sich durch die untreschiedlichen Lasten verzogen (Berge und Täler ;-)). Geplant habe ich einen Aufbau entsprechend Bild. Meine Fragen:
- Aufbau grundsätzlich ok, oder ginge es besser (ich muss
die 60mm einhalten)
- Sollte ich zwischen Rauspund und OSB-Platte Folie legen
(wegen der hohen Restfeuchte des Rauspunds)
- Welche Fermacell-Trittschalldämmung ist besser
Styropor oder Filz
- gleiches für Randstreifen Styropor oder Filz
Ich bin für jede Hilfe dankbar.



Dachausbau - Fussbodenaufbau



Hallo,
Hier stellt sich mir erstmal die Frage,
warum sich der Boden verzogen hat?
wurde der alte Boden ohne Höhenausgleich auf den Balken befestigt?
wurde der Boden ungleichmässig belastet?

Grüsse Thomas



Dachausbau - Fussbodenaufbau



Hallo Thomas,
danke für Ihr Interesse.
Das lichte Maß zwischen den Balken ist ca 50 cm. Die erste Schicht OSB-Platten wurde direk auf den Balken verschraubt. Darauf die Trittschalldämmung und die zweite OSB-Schicht schwimmend ineinander verleimt. Ich denke schon dass auch eine ungleichmäßige Belastung bei den Verwerfungen eine Rolle gespielt hat (die Raumaufteilung ändere ich ebenfalls). Es könnte auch Feuchtigkeit mitgewirkt haben. Die Balken waren beim Einbau ziemlich frisch (also nicht gut ausgelagert - ist jetzt 10 Jahr her). Ich möchte beim Neuaufbau auf Nummer Sicher gehen und deshalb die Zwischenräume unterbauen. Wegen der max. Gesamthöhe von 60 cm kam ich dann auf die Idee mit den Dachlatten und dem Rauhspund.



Herangehensweise



Ihr geplanter Aufbau (lt. Bild) ist fachlich nicht gut.
Zwischen die Balken gehört eine Masse auf einen Blindboden, dazu dann ein gewisser Dämmstoff nach oben und unterseitig kann dann beplankt werden.
Die Dachlatte unterseitig bündig zwischen die Balken anbringen, Blindboden auflegen, vollflächig Rieselschutz einlegen (über die Balken hinweg!), Masse einbringen (Lehm, Sand, Schlacke etc.) und dann den oberen Aufbau entsprechend wählen.

Eine gute diffusionsoffene Geschichte wäre ein Aufbau mit einer geringen Ausgleichsschüttung, darauf dann eine 50 mm DHD Platte und darauf dann eine Dielung oder eben Ihre geliebte OSB-Platte.
Hoher Schallschutz, gute Wärmedämmeigenschaften und Durchtritt sicher.
Wir stehen auch gern telefonisch zur Verfügung.

Grüße nach....
Udo Mühle



alternativer Fußbodenaufbau



Hallo zusammen,

ich habe ein ähnliches Problem mit dem Fußbodenaufbau, jedoch in noch etwas "gesteigerter" Form:
Ich besitze einen alten Resthof, der komplett entkernt wurde. Von der Zwischendecke sind nur die alten Eichenbalken übrig geblieben. Da der Hof etwa zu 2/3 der Grundfläche schöne alte Eichenständer aufweist, haben wir zusammen mit dem Denkmalschutzamt und unserem Zimmerer beschlossen, dass dieser Bereich als Sichtbalkendecke ausgeführt wird. Wir haben daher zunächst von oben (OG) Rauhspund, gefast, aufgenagelt und darauf soll eine Unterkonstruktion (ca. 20cm), gdämmt mit Isofloc aufgebracht und schließlich mit OSB-Platten abgedeckt werden. Dieser Bereich wir im OG auch nicht weiter ausgebaut und bildet bezogen auf die Dämmung die "oberste gedämmte Geschossdecke" - soweit so gut.

Im restlichen Bereich haben wir auch Rauhspund von oben aufgenagelt, von unten sind noch die alten Bretter mit Rohrmatte und Deckenputz vorhanden. Darauf werden wir von unten noch ein paar Konstruktionslatten und dann Rigips-Platten aufbringen. Wärmedämmtechnisch ist dies nach oben nicht die oberste Ebene, da dieser Bereich im OG als Wohnraum genutzt werden soll. Meine Frage geht dahin, ob es Sinn macht, nun auf den Rauhspund von oben einfach eine dünne Dämmschicht (Lärmdämmung) und dann ein paar cm Estrich aufzubringen (= Gewicht = Schallschutz) und darauf dann schwimmend einen Holzboden zu legen oder ob es bessere und oder billigere Lösungen gibt. Wie gesagt, an der Stelle geht es uns vor allem um die Punkte Lärmschutz und Preis (die Zimmer werden Kinderzimmer!!!).

Hat hier jemand eine gute Lösung?

Charly



@ Charly



Kurze Gegenfrage: Wie steht eigentlich Euer Denkmalsamt zu der Gesamtsituation Eurer Komplettentkernung und der damit verbundenen Sanierungslösungen?
Hier scheinen sich die Schreibtischtäter ganz schön zu profilieren!!

Meine konkrete Frage ist hier die Gipskartonlösung, die aber nun wirklich nichts in dem historischen Gebäude zu suchen hat.
Welche Alternativen gibt Euch der betreuende Mitarbeiter vom Amt vor?
Warum überputzt Ihr diese Decke nicht ganz einfach im historischen Gewand neu?
Gipskarton ist einfach geistlos, niveaulos und dann noch ein Sondermüllendprodukt
(Rauchgasentschwefelungsrückstand!!).

Denken Sie doch einmal darüber nach, wie alt Ihr sicherlich herrliches Gebäude geworden ist und was Sie nun daraus machen.
Sie brauchen nicht auf Qualität, Moderne und Funktionalität verzichten, aber die bisher dargestellten Lösungen sind einfach tödlich und verlieren an Charme.

Nachdenklicher Gruß,
Udo Mühle



Lösungen gibt es viele,



ich hab mal ein herausgesucht die evtl. passen
würde. sorry Bild fehlt kümmer mich

Grüsse Thomas



Thema verfehlt!



Hallo!

ich wollte hier eigentlich nicht unbedingt über die Rigips-Sache diskutieren und "Sondermüll" halte ich auch für etwas hysterisch - aber das ist wohl Ansichtssache.

Meine Frage ging aber nicht dahin, was ich als Decke verwenden soll, sondern wie ein guter und preisgünstiger Fußbodenaufbau auf dem Rauhspund aussehen könnte; anders ausgedrückt: sind irgend welche Dämmplatten (Gutex/Pavatex...) und dann normaler Estrich oder etwas anderes besser?

Charly



@ Charly



Man sollte die Dinge stets in Verbindung sehen!

In einem Denkmal hat die Gipskartonplatte ganz einfach nichts zu suchen und für Ihre Decke sollten Sie Masse und Dämmstoff kombinieren.

So wie ich Sie interpretieren darf, wollen Sie von unten die Balken sehen und auf die Auflagedielung die Aufbauebene bringen.
Hier ist ein minimaler Aufbau denkbar, der auch noch eine gute Schalldämmung hat.
Bild sollte aussagekräftig sein.

Grüße Udo



Weitere Info benötigt



Hallo Udo,

danke für die Info - das hilft mir vom Konzept schon mal weiter - vom Aufbau ist das genau das, was ich suche.

Da ich aber von Lehmpaneelen keine Ahnung habe, wäre ich sehr dankbar, wenn ich wüßte, welche Abmessungen, welches Gewicht (pro Platte oder m³) und welchen Preis die Teile haben. Dann natürlich auch noch, wo die Paneele zu bekommen sind (ich wohne in Niedersachsen zwischen Bremen und Oldenburg, nahe Delmenhorst).

Welche Vor-/Nachteile hat nun dieser Aufbau gegenüber Dämmplatte+Estrich? Welche Besonderheiten gibt es bei der Verlegung der Paneele zu beachten?

Es wäre toll, wenn Sie mir hierzu noch ein paar Infos nennen könnten!

Danke

Charly

P.S.: was ist eigentlich an der Gipskartonplatte so übel - das habe ich bis jetzt immer noch nicht kapiert "die gehört nicht in ein altes Haus" klingt etwa so wie "das macht man nicht" - o.k. aber warum?





junge kennste wain?



@ Charly



GK ist dahingehend "Sondermüll", da es als Rohgips aus der Rauchgasentschwefelungsanlage kommt bzw. entsteht.
Und somit sind darin große Mengen an schwefeligen Rückständen und anderweitige Schadstoffen vorhanden, die man sich nunmehr eben als Bauplatte ins Haus holt und einbaut.
Getarnte Sondermüllentsorgung, würde ich sagen!
Und nachher müssen diese Flächen dann noch imprägniert, damit sie nicht gelb durchschlagen.
Also wird die Fläche chemisch gleich noch mit dicht gemacht.

Nachdenklicher Morgengruß,
Udo Mühle