Bodenaufbau in Fachwerhaus bei Bruchsteinsockel

05.11.2008



Hallo zusammen
ich plane die Sanierung eines alten Fachwerkhause ca 9x10m Grundriss, mit Innenmauern. Die Bruchsteinsockel reichen derzeit von ca. 50 cm unter Fussbodenniveau, der ist aufs Erdreich gesetz und kalt. Die Deckenhöhe liegt bei 2.10m.
Der Fussboden ist teils gekachelt, teils Beton.. Massnahmen der letzten 50Jahre.
Ziel: Fusswärme (Fussbodenheizung), Dämmung, Deckenhöhe gewinnen, Risiken für aufsteigende Feuchtigkeit (Dampfdruck) minimieren.
Nun habe ich demnächst Besprechungen und möchte mich vorher informieren, um die Vorschläge bewerten zu können.

Fragen: Wie tief darf ausgehoben werden? Ab wann muss unterfangen werden? Was wäre die ideale Dampfsperre? Lässt sich ein Betonfundament einziehen? Wie sollte der Bodenaufbau sein (Höhengewinn von > 20cm wäre schon schön?

Danke für Antworten und links
D.Stadel



Bodenaufbau in Fachwerkhaus bei Bruchsteinsockel



... natürlich mit k



Fußbodenaufbau



Man kann bis zur Oberkante des Fundamentes gefahrlos aufschachten.
Alles was was tiefer geht sollte abschnittsweise und unter der Beachtung der geltenden technischen Regeln vorgenommen werden; hier ist fachliche Begleitung unbedingt erforderlich.

Der übliche Fußbodenaufbau wäre:
- ca. 10 cm Sauberkeitsschicht aus verdichtetem Kiessand,
- Trennlage,
- ca. 10 cm Unterbeton,
- Abdichtung, mineralisch oder als Schweißbahn,
- ca. 10 cm Wärmedämmung, üblicherweise Styrodur,
- 35 - 45 mm Estrich,
- Fußbodenbelag nach Wahl.
Das sind ca. 35 cm Aufbauhöhe.
Wenn es nicht anders geht, gibt es auch Lösungen mit geringerer Aufbauhöhe, z.B. mit foamglas oder haufwerksporigem Leichtbeton.

Viele Grüße



Fussbodenaufbau - in Fachwerkhaus bei Bruchsteinsockel



Danke Herr Böttcher

ich nehme an, dass "Abdichtung, mineralisch oder als Schweißbahn," hochgezogen werden und die übrigen Lagen vor Nässe geschützt sind.

Besteht bei den Innenwänden bei diesem Verfahren ein Risiko für aufsteigende Nässe - ich hatte im Forum von "höherem Dampfdruck" gelesen? Braucht es geeigneten Putz - Lehm? Oder ist das Risiko gering?

Gruss
D.Stadel



Fußbodenaufbau



Natürlich sollte die Abdichtung gemäß den Regeln der Technik verarbeitet werden.
Wie das genau erfolgen muß, kann nur vor Ort an Hand der Gegebenheiten entschieden werden, es gibt für solche Details keine Fernanleitungen von mir.

Wenn Ihre Innenwände nicht gerade im Grundwasser stehen, brauchen Sie keine Angst vor aufsteigender Feuchte haben.
Ich vermute eher, das der Boden unter Ihren Innenwänden staubtrocken sein wird.
Als Innenputz reicht ein gewöhnlicher Luftkalkputz völlig aus, auch Lehmputz ist möglich.

Viele Grüße