Fussbodenaufbau in einer Scheune

07.03.2012



Hallo..
wie beabsichtigen in unserer Scheune einen Partyraum herzurichten 9mx5m somit 45qm..es geht um den Fußbodenaufbau..
vorhanden ist ein sandiger Naturboden, staubtrocken..das Dach der Scheune ist absolut dicht..wir würden gerne einen Betonboden herstellen, nur wie gehen wir das am Besten an?..
empfohlen wurde uns alles mögliche-nun sind wir total verwirrt. wir stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, nur eben soll er sein..keine Wärmedämmung erforderlich, keine besonderen Belastungen usw..unser Plan wär nun: Schalung 15cm hoch herstellen, Baufolie auslegen und Betonplatte giessen mit Beton C25/30,fertig. Gesagt wurde uns aber-erst 15cm Schotter oder Recycling oder Splitt einbringen, verdichten, Folie, 20cm Beton mit mittiger Bewehrung, mit Dehnungsfugen ausführen (4 Segmente mit~11qm erstellen..es soll doch nur ein Partyraum werden..kein Wohnraum..würde unsere Variante denn nicht ausreichen?...
Vorab schonmal vielen Dank für Eure Meinungen, Tipps und Ratschläge...Mfg Günter



da



eure Nachfahren sicher das ganze nicht nochmal machen wollen, sollte man so bauen, daß es sinn macht. Seid Ihr sicher, daß das 100 Jahre Partyraum bleibt ?
Euch kann keiner dran hindern zu bauen wie Ihr wollt.
Als 1-feld-Platte wäre es wohl machbar, aber ich würde Bewehrung oben/unten dünne Stahlmatten nehmen, Beton so bestellen, daß die unteren cm grobkörnig sind, oben nur 8 bis 16 und das ganze mit der Flügelglätter abscheiben. Das bringt eine dichte Oberfläche, die man nicht mal Streichen muß.



Hallo Olaf..



erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Genau der Meinung waren wir auch, es als eine Platte zu erstellen. Wenn wir 2erlei Betonmischungen einbringen, sollte dann die erste Schicht vor dem Eintrag der zweiten aushärten oder sollte man das Nass-in-Nass machen? Einen Flügelglätter kann man sich ja beim Vermieter leihen. Legt man damit direkt nach dem Einbringen der zweiten Schicht Beton los? Achso, die Betonplatte würde direkt an das an vorhandene Tragmauerwerk der Lagerbalken gegossen werden(Fachwerkscheune).Oder wäre es sinnvoller, die Beton-Platte von diesem zu entkoppeln durch Anstellen von Styroporplatten? Tragmauerwerk ist an einigen Stellen schadhaft bzw. locker und würde so stabilisiert.
Nochmals vielen Dank! Mfg-Günter



Fußbodenaufbau



Ich lasse mich hier nicht über den Sinn oder Unsinn solcher Partyräume aus (obwohl mich das juckt) sondern schlage Ihnen folgende Alternative als Bodenaufbau vor:

1. Wenn der Boden nicht bindig ist (loser Sand) kann er drinbleiben.
2. Untergrund ebnen, verdichten.
3. Trennlage aus Folie einbauen.
4. 5-8 cm Unterbeton bzw. Sauberkeitsschicht zwischen Lehren einbauen, Fläche in 4 Felder unterteilen (Bretter).
5. 3 cm Zementestrich feldweise als Verbundestrich zwischen Lehren einbauen, Oberfläche glätten.
6. Oberfläche mit Betonfarbe streichen oder billigen PVC- Belag lose auf den Estrich legen.

Viele Grüße



@ Georg



Reicht die Folie unter dem Unterbeton als Feuchtigkeitssperre?

Ich hätte auf dem Unterbeton eine Schweißbahn vorgesehen.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Nicht vergessen, das ist eine Scheune, hochwertige Nutzung und damit Temperierung waren nicht gefragt. Kann sein das der Beton ein höheres Feuchtegleichgewicht durch den Bodenkontakt erhält, wäre in diesem Fall nicht schlimm. Nasse Pfützen werden nicht entstehen. Es staubt dann eben nicht so von der Oberfläche beim Tanzen. Deshalb empfehle ich auch einen billigen PVC- Belag lose zu verlegen, der kostet nur ein paar €, ist schnell ausgelegt, kein Staub durch Abrieb, leicht zu pflegen und wirkt wie eine Dampfsperre. Ein Anstrich ist nur ratsam wenn die Estrichoberfläche ordentlich geglättet wurde. Beides, Oberfläche glätten und Anstrich sind teurer wie Belag. Den habe ich im Sonderpostenmarkt schon für 3,50,-€ pro m² gesehen. Eine einfache Fußbodenbeschichtung kostet etwa 6-10 €/m², für einen extra Glättgang kommen noch mal so um die 3 €/m² dazu.
Falls es später mal den Wunsch nach einer höherwertigeren Nutzung gibt, dann kann der Verbundestrich als Träger für eine Abdichtung, eine Dämmung und einen Fußbodenaufbau dienen.

Viele Grüße

p.s. Ein Klo für die Frauen wäre angebracht, die Männer pissen sowieso auf den Komposthaufen.



Da hab'...



...ich doch glatt über den letzten Satz lachen müssen :-)

Ich vermute, daß es unter dem PVC-Belag feucht werden, wenn nicht gar schimmeln wird. Wenn der Raum abgeschlossen und nicht mehr so luftig wie die Scheune sein wird, gibt es eine erhöhte Raumluftfeuchte.

Ich frage mich, wie solche Partys so laufen. Wenn man zu vorgerückter Stunde bei "Smoke on the water oder "We will rock you" auf die Knie fällt und mit den Händen klatscht, wäre Holz die bessere Lösung, was aber incl. Unterbau deutlich teuerer wird.

Es gibt also, rein scheunentechnisch betrachtet, billigere und teurere Musikgeschmäcker :-)

Rockige Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Über Sinn und Unsinn solcher Partys auf nacktem Betonboden, wie vom Fragesteller angestrebt, kann man sich wirklich streiten, das da eine Dielung da besser für die Bandscheiben wäre, ist sicher unzweifelhaft.



Also Günter,



jetzt wird's konkret:

Was für ein Partytyp bist Du nun :-?

Grüße

Thomas



Vielen Dank



für die rege Beteiligung zum angefragten Thema. Also, ehe sich hier der ein oder andere unnötige Sorgen macht über unsere Bandscheiben und die unserer Kinder usw..was ja ehrenwert erscheint, ganz konkret: es wird ein Mehrzweckraum..für Partys von uns Alten, sowie für Partys unserer 3 Mädchen. Ebenso soll eine Tischtennisplatte darin Platz finden, ein Kicker uvm..was uns nun wirklich noch unklar bleibt wäre die Frage des Kontaktes zum Tragmauerwerk.
Direktes "drangiessen" oder Styroporplatten anstellen als Dehnungsfuge? Tragmauerwerk würde durch direktes Einbinden stabilisiert, da stellenweise defekt. Wie würdet Ihr sowas am besten ausführen?..der Raum wird zwangsbelüftet bleiben und nur ab und an mal mit Heizlüftern beheizt werden. Ständerwände mit 22mm OSB-Platte und Gipskarton.
Mfg Günter



also



ich bin nach dem Bild für Splitt/Schotter und bewehrten Estrich, nur bis etwa Höhe + 1 cm Mauerwerk, diese später mit Mörtelstrich egalisieren. Nicht belegte Mauerwerkteile soweit abtragen ( 1 Zegelreihe), daß an diese Stelle eine Bewegungsfuge aus PVC eingebaut werden könnte.

oder Plan B: Auflager aus Beton, Kanthölzer und 28er Rauspund mit Unterlüftung des Holhraumes. das wäre wohl das preiswertere.