Fußbodenaufbau auf Schwingender Holzdecke




Hallo Forum,

ich bin neu hier und vielleicht kann mir der ein oder andere einen guten Rat geben.

Ich bin derzeit über der Kernsanierung meines Wohnhauses BJ 1965.
Hier würde ich gerne im 1. OG einen neuen Fußboden inkl. Fußbodenheizung einbauen. Ich habe den Alten Belag bereits bis auf die Lattung direkt über den Holzbalken entfernt und zur Prüfung auf evtl. Schädlinge eine Reihe der Lattung ausgebaut und den Unterbau geprüft. Direkt unter der Lattung kommt eine Sandschüttung und darunter eine Art Papierfolie auf Holzschallungsplatten.
Wenn man jetzt diesen Raum betritt, merkt man die Schwingung des Raumes, eine zuvor auf der Lattung bestehende (unbekannte) Platte ist auch gebrochen deswegen.. die Platte kannte keiner meiner bisherigen Handwerker, Statiker bzw. Mauerer.. ist ein 2 Schichtiges Material, erste Schicht wie gegossene Holzspänne (braun) und 2 Schicht wie Gipsfaser, leicht rötlich..)

Spielt diese Schwingung jetzt für meinen Fußbodenaufbau eine Rolle und falls ja, was wäre hier für den Aufbau der Konstruktion ein vernünftiges System. Ich habe bereits viel in dieser Richtung im Internet recherchiert und gelesen, man kann die Sandschüttung belassen.. wg. Trittschalldämmung und Gewicht für das Durchbiegen.. was könnte die Schwingung trotz der Belastung durch die Sandschüttung verursachen?

Hat jemand mit dem System von Knauf Integral Gifa Floor Presto Erfahrungen?

mit besten grüßen
Thomas Fink



Lattung?



Bitte mal ein Foto ( eins pro Beitrag möglich, falls mehr immer einen weiteren Beitrag schreiben) einstellen.
Ansonsten erstmal in die Materie einlesen; dazu stehen im Menüpunkt "Lesestoff" Beiträge von unserem Forumsmitglied Georg Böttcher, der auf dankenswerter Weise auf diesem Weg in uns weiterleben kann.



Steinholz



Die rotbraune gebrochene Platte wird eine Variante des Sorelbetons sein, auch bekannt als Magnesia Holzestrich oder Steinholz. Das Material ist relativ fußwarm. Steinholz ist sehr feuchteempfindlich und quillt bei längerer Wassereinwirkung die über normale Bodenpflege hinausgeht,.

Wenn die Decke zusehr schwingt kann das mehrere Ursachen haben::
A: Masse zu gering,
B: Spannweite zu groß,
C: Balkenköpfe in den Auflagern geschädigt.

Wurde in dem Raum unterhalb irgendwann mal eine tragende Wand entfernt um einen größeren Raum zu haben?
Gruß
Detlef



Gleiche Fragen



Hallo, nicht jeder Fußbodenaufbau paßt in jede Decke. Die vorher aufgeworfenen Fragen sind sehr wichtig und wie groß ist die Schwingung. Wenn der Belag raus ist reagiert jeder Balken allein als statisches Element. So ist er nicht gedacht. Durch den Belag (z.B. Dielung) entsteht eine völlig andere staitsche Situation. Weiterhin stellt sich die Frage, was kommt rein (Dielung, Fliesen)? und welche Dimension haben die Balken.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Antworten



Hallo Lieber Pope, D.Selle und Michael Schmidt,

@ Pope, ich werde zeitnah Bilder von den einzelnen Themen hier einstellen.
Schade das Herr Böttcher nicht mehr unter uns weilt.. ich habe mir seine Teil 1 - 3 zum Aufbau des Fußbodens auf Holzboden Seite für Seite gelesen. Er hat hier echt sein Meisterwerk abgeliefert! Hat mir schon sehr viel geholfen.

@ D.Seile, es wurde im direkt darunter liegendem Raum eine Wand entfernt und mit einem Stahlträger gestützt. Die Raumgröße beträgt in dem besagtem Raum 4,30 x 3,30 mtr.

@ Michael Schmidt, soweit ich das abschätzen kann, haben die Balken eine stärke von 10 cm breite und 20 cm Höhe, Aufbau die von D. Seile beschreibene Sorelbeton, darunter eine Holzlattung auf den Balken,
danach ca. 10 cm Sandschüttung auf Schalungsbretter, danach 10 cm Leerraum und unterhalb der Holzbalken nochmal Schalungsbretter. Im Anschluss Schlif und Kalkputz.

Als Belag für das OG hätte ich einen Vinylboden Aufgrund des geringen Gewichtes gedacht. Aufbau des Fußboden ab Balken mit OSB Platten 2 cm, dann die FBH mit Knauf N440 und darauf dann der Vinylboden.

schöne grüße aus der Oberpfalz
Thomas Fink