Fussbodenabdichtung

12.09.2014 mruehrig


Fussbodenabdichtung

Hallo, hab jetzt den Dielenboden in meinem Sandsteinhaus entfernt, weil modrig, schimmlig und verfault.
Darunter bin ich auf ein Material gestossen, das mir unbekannt ist. Es ist eine rötlich eingefärbte Schicht, die scheinbar eine Art Abdichtung bewirken soll. Hab ein Bild angehängt.Weiss jemand um was es sich dabei handeln könnte? Kunststoff oder Teer ist es nicht (brennt schmilzt jedenfalls nicht mit dem Feuerzeug). Von der Farbe sieht es aus wie gebrannte Ziegel. Dies Schicht hat sich einigen Stellen regelrecht aufgeworfen und riesig Blasen geworfen. Darunter ist dann hohl. Was unter der Schicht ist, weiss ich noch nicht. Im Plan ist ein Gewölbekeller eingezeichnet doch ich hab bisher keinen Zugang gefunden (entweder verschüttet oder er ist nie gebaut worden). Wenn ich weiss was das für ein Material ist. Kann ich mir Gedanken machen, wie ich es entferne/entsorge. Die rote Schicht ist entweder auf Sandsteine aufgebracht oder es ist eine Art Estrich. Kann ich aber erst entscheiden, wenn ich größere teile entfernt hab. Das Stück auf dem Bild stammt von einer der Blasen. Es hat sich also die komplette rote Schicht und ein Stück von dem Fussboden gelöst.



Kann es sein, dass es sich um Steinholz handelt.?


Kann es sein, dass es sich um Steinholz handelt.?

Die braune Schicht unter der roten Deckschicht, von der ich ursprünglich annahm, es könne Sandstein sein, sieht nach dem trocknen und zerreiben wie Sägespäne aus. Brennt aber nicht....
Die rote Schicht zerbröselt ganz fein wie Mehl und wird im trocken Zustand hellrot





Hier ein Bild einer geöffneten Blase, die sich zwischen den Auflagehölzern des Dielenbodens gebildet haben. Der Estrich, sofer nes sich um Steinholzestrich handelt, hat sich regelrecht vom Untergrund abgehoben. Was ist eigentlich die Ursache dieses Quellens.?Sieht aus wie Hefekuchen...



Steinholz oder nicht



Keiner hier, der mir zu dem Bodenbelag etwas sagen kann? Handelt es sich wirklich wie von mir inzwischen vermutet um Steinholz? Warum ist das so stark gequollen, dass sich großflächige Blasen zwischen den Auflagehölzern des Dielenbodens gebildet haben? Ich kann noch anführen, dass auf dem Dielenboden ein PVC Boden ausgelgt war, was sicherlich dem Feuchteabtransport nach oben nicht sonderlich dienlich war. Die Dielen waren ebenfalls feucht und stellenweise modrig.



Witzig



genau solche Stücke habe ich auch herumliegen! Bei mir Kleben auf der Oberseite der roten Schicht Zeitungen von 1931. Fundort war der Souterrain eines Mehrfamilienhauses von 1911. Drüber war dann glaube ich noch ein Estrich, XPS-Platten, Folie, Spanplatten und Fertigparkett.

Ich halte das in der Tat für einen Magnesitbelag, sprich Steinholz. Aufgequollen sein dürfte der durch Feuchtigkeit. Was ist denn unterhalb? Das Gewölbe müsste man doch mit der Schaufel finden können. Ich würde mal in der Raummitte anfangen zu graben, in der Annahme, dass man dort relativ nah am Gewölbescheitel ist und daher ein etwaiges Gewölbe leicht findet. Wenn das mal klar ist, kann man ja nach dem Zugang suchen.



Geölbe



Hallo Kellergassenkatze,
vielen Dank für die Antwort. Ja, als nächstes habe ich vor mal den ganzen Boden freizulegen, um mir ein besseres Bild machen zu können. Bisher habe ich nur an den Stellen den Belag entfern, wo er Blasen gebildet hat (okay, ich gehe jetzt also davon aus dass es Steinholz/Magnesitbelag ist) Darunter ist es hart, ob es Sandstein ist, kann ich noch nicht sagen. Wenn, dann würde das wohl für das Gewölbe sprechen, da ich nicht denke, dass in der Raummitte ein Sandsteinfundament eingebracht wurde. Hab schon überlegt mal den längsten Bohrer anzusetzen, den ich habe (60 cm), um zu sehen ob ich auf einen Hohlraum stoße. Ein Endoskop hätte ich auch. Werde berichten, was rauskommt.
Das Steinhols tarue ich mich nicht in meinen Bauschuttcontainer zu werfen. Schon wegen dem Holzanteil. Werde das wohl gesondert entsorgen.



Na



ich bin neugierig wie sich das weiterentwickelt!

Eine 20-mm-Durchbruchsbohrung wäre in der Tat möglich, vor allem von oben. Ob man mit dem Endoskop viel sieht ist allerdings meiner Erfahrung nach fraglich - oder ist das ein Profigerät?



Endoskop



wäre so ein Teil fürs Auto mit LED Lampe am Ende. Ob man damit ein Gewölbe ausleuchten kann ?...?
Mit einer "Probebohrung" könnte ich zumindest schon mal einen evtl. vorhandenen Hohlraum ertasten... Ich dachte sogar an ein noch kleineres Loch (10mm)



Ziemlich



sicher nicht. Wir haben mal mit so einem 30-Euro-Endoskop aus dem Supermarkt in eine Balkendecke geleuchtet, da sieht man praktisch nix. Alles über ca. 10 cm vom Objektiv ist verschwommen und dunkel.



Gewölbe


Gewölbe

Gibts wohl keins. Hab heute mal einen Suchgraben quer zu dem vermuteten Gewölbescheitel gegraben. Dabei hab ich folgenden Bodenaufbau ermittelt. Unter dem Steinholz, das sich sehr leicht abheben lässt, ist eine dünne gestampfte Schicht aus einer Art Zement. Kann auch der Rest vom Estrich sein, der sich nicht abgehoben hat. Diese Schicht ist auf einer ca 15-20cm dicken Schicht aufgebracht, die aus einer Mischung aus grobem Bauschutt und Schotter besteht. Soll wohl eine Art Dränschicht darstellen. Darunter bin ich auf Erde gestossen, die aussieht als wäre es Mutterboden. Vom Gewölbe auf der ganzen Länge des ca 40 cm tiefen Grabens keine Spur. Hab mit einer Eisenstange ca. weitere 40 cm in die Erde gestochert und bin dabei auf keinen merklichen Wiederstand gestossen.
Komisch ist halt nur, dass in den Originalplänen (s. Photo) ein Kellerabgang und eine Tür eingezeichnet ist. Der Herr vom Denkmalschutz meinte, der Keller wurde wohl nie gebaut. Das kommt scheinbar öfter vor.
Muss in Kürze unter der EG-Treppe sowieso nach dem Wasserleitungsanschluss graben. Mal sehen, ob ich auf die eingezeichneten Treppenstufen stosse. Dann würde ich auf jeden Fall weitergraben.



Hmm,



das klingt in der Tat so als wäre zumindest dort kein Gewölbe.