Betonpalte auf Lehmboden

01.05.2013



Hallo mal eine Frage, ist 32-56mm die richtige Schottergröße für den Aufbau einer neuen Bodenplatte in einem alten Haus 1928. Der Untergrund nach 30cm Aushub bis zum Fundament ist aus Lehm. Nun sollten 20cm Schotter 32-56mm ???? dann Folie 15cm Beton Bitumsperrschicht und 5cm Estrich folgen



Bodenplatte



So einfach ist die Frage nicht zu beantworten.
Erst mal zum Schotter:
Diese Größe wird im Straßen- und Gleisbau eingesetzt, unter Bodenplatten nur in Ausnahmefällen, wenn es um eine hohe Steifigkeit bzw. Bettungsmodul oder um Bodenaustausch geht. In einem Altbau völlig überflüssig. Um so etwas zu verdichten muß erhebliche Kraft aufgewendet werden was wiederum dem Gebäude Schaden kann.

Dann die Bodenplatte:
Die ist in einem Altbau ebenfalls völlig überflüssig. Eine Bodenplatte ist eine Gründungsart, ein Flächenfundament auf das Wände gestellt werden. Ihr Haus hat schon eine Gründung, das sind die vorhandenen Streifenfundamente. Bei der genannten Aushubtiefe hoffe ich das Sie nur bis zum Anfang des gewachsenen Bodens und damit bis zur Oberkante der Streifenfundamente geschachtet haben.
Tiefer gehen bedeutet die Tragfähigkeit der Streifenfundamente herabzusetzen.

Ich empfehle ihnen folgende Alternative für den Fußbodenaufbau:
Belag
Zementestrich ca. 40 mm
Schrenzlage (Folie, Randstreifen)
Dämmung (ca. 80 mm EPS)
Abdichtung (Schweißbahn, selbstklebende Bahnen, Dichtungsschlämme)
Sauberkeitsschicht (5-8 cm Beton)
Trennlage (Folie)
Planum ( Kiessand zum Höhenausgleich)
Untergrund (Lehm).

Viele Grüße



Bodenplatte auf Lehmboden



Danke erstmal, ein Bodenaustausch hat statt gefunden, das heißt Bodenaufbau von oben nach unten war, 2cm Beton darunter Ziegel und Betonreste und zum Schluß Lehm. Die Wände sind 50cm Dick und aus Bruchstein, habe bis Anfang Streifenfundament gegraben (Lehm Fundament fängt an). Dämmung ist unnütz, da kein Wohnraum entstehen soll. Der Fußboden war nur an manchen Stellen aufgebrochen und soll jetzt ordentlich erneuert werden. Die Horizontalsperre funktioniert noch nur liegt diese ca.15cm über dem Fußboden. Man sagte mir so wie beschrieben 20cm Schotter 32-56mm ???? dann Folie 15cm Beton Bitumsperrschicht und 5cm Estrich folgen sollte es in Ordnung sein.



Fußboden



Schön das Sie jetzt mit der Nutzung rüberkommen. Haus bedeutet in der Regel Wohnraum. Stall, Scheune, Garage, Werkstatt kein Wohnraum. Was soll denn nun entstehen (falls das kein Geheimnis ist) und was war vorher als Nutzung drin?



Bodenplatte



Also Sorry, diesen " Unterschied" kannte ich nicht. Keller soll Keller bleiben, also Waschhaus, Werkstatt, Abstellraum, bitte nochmal um den Aufbau und die Größe für den Kies oder Schotter. Danke für die Antwort



Schotter



32-56er ,20cm da kannste minimum mit ner 250kg Platte verdichten ,ist für deinen Altbau nicht gerade förderlich.

0-22 läßt sich prima mit nem Handstampfer einbauen.

Grüße Martin



Fußbodenaufbau



Also, es ist ein Kellerfußboden, gedämmt wird an der Kellerdecke, da die lichte Höhe dafür ausreicht?
Geplant ist eine einfache Nutzung ohne spezielle Ansprüche.
Die Dämmung sollten Sie sich noch mal überlegen. Den Fußbodenaufbau jetzt zu dämmen bietet sich an, die Mehrkosten dafür halten sich in Grenzen. Eine unterseitige Dämmung der Kellerdecke wird teurer, außerdem kann dann der Platz fehlen.
Wenn Sie trotzdem nicht dämmen wollen können Sie die Dämmung weglassen, der restliche Aufbau sollte so bleiben.
Eine stark vereinfachte Variante wäre auf das Planum und die Trennlage etwa 8 cm Sauberkeitsschicht Plan abgezogen und geglättet, darauf dann ein billiger PVC- Belag lose! verlegt.
Nichts weiter.
Wenn der Untergrund, also der Lehm, sauber und eben mit der Schaufel abgeschält wurde kann man auch direkt auf den gewachsenen Boden betonieren.

Viele Grüße
p.s. Keinen Schotter, Kiessand 0-16!



Nachdem hier wohl ...



.. der zweite Schritt (Handeln) vor dem ersten (Planen) gemacht und somit vermutlich tiefer als erforderlich ausgeschachtet worden ist, würde ich als kostengünstigtste Variante des Wiederauffüllens das Einbringen und Verdichten einer sogenannten "Vorabsiebung" der Körnung 0/32 (z. B. Kalksteinmineralgemisch) empfehlen. Diese ist nach meiner Erfahrung etwas kostengünsrtiger zu bekommen, als "normaler" Schotter der Körnung 0/32.

i. V. Dirk Meisinger



Jetzt sind wir von...



... Wohnraum über Panzerparkplatz zum Nutz-Keller gekommen... ;-)

Die 15cm Beton sind hier mächtig gewaltig und überflüssig, die Körnung des Schotters ungeeignet, es sei denn Du hast ein Grundwasserproblem... schau mal, ob Du Recycling-Material bekommen kannst... RCL 0/45 oder so ähnlich könnte geeignet sein... wenn das eh in der Ewigkeit verschwindet, sollte das dem Geldbeutel gut tun können...

Außerdem habe ich ein rechnerisches Problem: Nach 30cm Aushub möchtest Du gerne 40cm aufbauen (???)...

Also Aufbau für 30cm:

7cm Planum ggf. auf Flies
Folie
8cm Sauberkeit
Dickbeschichtung
8cm EPS-Dämmung
5cm Estrich
2cm Belag

MfG,
sh





Hier mal eine Internetseite welche Produkte es für das Planum bei uns gibt
http://www.hw-burgk.de/index.php?option=com_content&view=article&id=178:produkte-werk-doebritz&catid=47&Itemid=128

Nur weiß ich immer noch nicht genau was ich für das Planum nehmen soll, wieso keinen Schotter, es gibt ja auch Schotter 0-32. So wurde mir das von Bauing. vor Ort gesagt. Ist Sandkies besser oder nur billiger???? Es sollen 30cm aufgebaut werden und keine 40cm, Tippfehler von mir. Die Kellerhöhe beträgt dann wieder 2m, mehr ist nicht drin und reicht auch aus, da kein Wohnraum. Danke für die Antworten.





Der keller liegt zwischen 2-1,50m im Erdreich und hat im Winter eine Temp. von 14°C, wieso Fussboden dämmen??





was ist mit kapillarbrechende Schicht,15 cm starke Gesteinslage aus nicht bindiger Gesteinskörnung als Planum im Keller auf dem Lehm ????



Bodenplatte auf Lehmboden



Hier mal eine Internetseite welche Produkte es für das Planum bei uns gibt
http://www.hw-burgk.de/index.php?option=com_content&view=article&id=178:produkte-werk-doebritz&catid=47&Itemid=128

Nur weiß ich immer noch nicht genau was ich für das Planum nehmen soll, wieso keinen Schotter, es gibt ja auch Schotter 0-32. So wurde mir das von Bauing. vor Ort gesagt. Ist Sandkies besser oder nur billiger???? Es sollen 30cm aufgebaut werden und keine 40cm, Tippfehler von mir. Die Kellerhöhe beträgt dann wieder 2m, mehr ist nicht drin und reicht auch aus, da kein Wohnraum. Danke für die Antworten.
Mario S | 01.05.13
Der keller liegt zwischen 2-1,50m im Erdreich und hat im Winter eine Temp. von 14°C, wieso Fussboden dämmen??
Mario S | 01.05.13
was ist mit kapillarbrechende Schicht,15 cm starke Gesteinslage aus nicht bindiger Gesteinskörnung als Planum im Keller auf dem Lehm ????



Fußbodenaufbau



Hallo Mario,
Es wird ihnen nicht entgangen sein das in Deutschland die EnEv gilt, nach der bei Umbaumaßnahmen auch im Bestand gewisse Dämmstandards zu schaffen sind. Dazu zählen auch Kellerfußböden bzw. Kellerdecken. Deshalb mein Hinweis, die Dämmung entweder in den Kellerfußboden oder an der Kellerdecke zu verbauen.

Viele Grüße
p.s. Vergessen sie endlich das mit dem Schotter. Sie brauchen nur maximal einen Höhenausgleich,also ein Planum und keine Tragschicht. Dafür ist Kiessand viel besser geeignet, das lässt sich besser höhenseitig ausnivellieren und leichter verdichten.



Betonpalte auf Lehmboden



Hallo Hr. Böttcher, vielen Dank für die Auskunft, jetzt habe ich es begriffen ;-)Hatte eben erst eine falsche Auskunft hier vor Ort erhalten und mich darin verbissen. Dämmen werde ich dann wohl die Kellerdecke. Vielen Dank nochmals.



Fundament unterfangen



So nun habe ich festgestellt das das Streifenfundamant meiner 50iger Bruchstein-Aussenwände 30cm tief ist und die tragenden Innenwände (ziegel auf Bruchsteinfundament)nur ein Streifenfundament von 10cm tiefe haben. Also heißt das im 1m Abstand neu unterfangen mit Beton. Nun meine Frage, was für Beton nimmt man (reicht Baumarkt)und wie lange muss ich warten um den nächsten Meter neu anzusetzen. Ich nehme zum Verfüllen einen Flaschenrüttler um die Luftblasen raus zu bekommen, aber wie kann ich gleichzeitig eine neue horizontale Sperre einbringen???



Fundamente



Diese Fundamente haben 75 Jahre funktioniert. Warum lassen Sie nicht einfach ihre Fingerchen davon und den Fundamenten die nächsten 75 Jahre ihre Arbeit tun?

Viele Grüße



Das Unterfangen ...



... von Fundamenten ist ein Fall für Profis, sowohl was die Planung, d. h. auch die Statik / den Standsicherheitsnachweis, als auch die Ausführung betrifft.

Eine unbedachte Aktion kann gravierende Folgen haben!!!

Spätestens wenn es unter Oberkante Fundament geht, ist für Laien Schluss.


i. V. Dirk Meisinger