Ersatz für alten Gipsfußboden im 1.OG

09.08.2012 Marzi



Hallo,
beim Umbau unseres neu gekauften Hauses musste ich feststellen, das der vorhandene Gipsfußboden im 1. OG zerbrochen ist.
Ich habe den Fußboden in einer Ecke geöffnet, unter den Balken befinden sich Bretter, dann eine Lehmfüllung und darauf eine ca. 2cm Sandschicht. Auf dieser Sandschicht befindet sich der zerbrochene Gipsboden.

Wie kann ich jetzt den Boden kostengünstig erneuern? Die Raumhöhe ist stark begrenzt, ab OK Fußboden derzeit 2,38 m beziehungsweise 2,20m unter den Balken.

Den ca. 20mm Gipsboden entfernen und auf den Sand die Holzplatten, Spanplatten schwimmend verlegen? Darauf soll ein Aufbau mit Selitflex 3mm Laminatunterlage( EPS-Schaum+Alu Dampfsperre) und dem Lamminat 9,5mm. Oder hat die Dampfsperre dort nichts zu suchen?





Meinen Sie mit Gipsboden Trockenestrichelemente?
Sind diese sehr stark beschädigt, mit Fehlstellen, oder nur angebrochen, durch vermutliche Punktbelastungen und weil sie nicht vollständig unterfüttert waren. Wenn Sie diesen Plattenbelag (Laminat) einbringen wollen, dann können evtl. auch gebrochene Unterbeläge überbrückt werden. Evtl. lässt sich so etwas auch mit Gewebeeinlage spachteln, so etwas kann ich aber nicht beurteilen. Sollte von einem Bodenverleger angesehen werden.
Warum wollen Sie in der Geschoßdecke (EG/1.OG) eine Dampfsperre einbringen?
Es gibt außerdem Alternativen zu dem gewünschten Bodenbelag, der in meinen Augen minderwertig ist.

Bernd Kibies





Die Oberschicht des Fußbodens ist eine direkt auf die Sandschicht gegossene Gipsestrichplatte. Ich den Ecken wurden Durchbrüche für Heizung gebohrt, wodurch nicht nur in diesen Ecken die Schüttung absackte und der Boden hohl lag und zerbrach. Zum Beispiel ist in einem 18 m^2 Raum der Boden in 4 große und mehrere kleine Teile gebrochen, welche nun ein Gefälle und Kanten haben.

Laut Baustoffhandel sollten die Plattenteile raus und auf eine dünne Ausgleichschüttung Trockenestrichelemente gelegt werden.



Wer versteht denn das jetzt?



Unter den Balken?... Soll auf den Sand drauf?...
Bitte mal ein Foto/Prinzipskizze herbeamen...

LG, sh





Oh, ich habe mich verschrieben.

Also folgender Aufbau von unten nach oben: Balken, Bretter, Lehmschüttung, Sand, Gipsestrich. Von unten alles mit Lehm verputzt.

So und die Raumhöhe über diesem Fußboden beträgt bis zur Unterkante Deckenbalken im Moment ca. 2,20m.



Gipsestrich



raus und Neuaufbau auf die vorhandene Holzdecke. Wie wäre es mit
a) Lagerhölzer auf Trittschalldämmung (Hanf- oder Kokosfasermatten, Bautenschutzmatte) auflegen, Lehmschüttung belassen, Dielen drauf
b) Lehmschüttung entfernen und Konstruktion aus Holz-Weichfaserplatten und Lagerhölzern aufbauen (z.B. von Steico)?

Ich würde a) favorisieren, weil man sich Unmengen Schaufelei spart und die trittschalldämmende Masse der Lehmschüttung behält. In der Aufbauhöhe liegt man in beiden Fällen bei etwa 6cm plus Dielenstärke, bei b) kann man sogar auf 4cm runter, mit 20mm-Dielen also insgesamt 6cm.

Laminat habe ich zweimal in Wohnungen verlegt, wo es jemand anderer haben wollte, und mir geschworen, das Zeug NIE wieder anzugreifen, Punkt, aus, Ende! Zumindest billiges Laminat ist so extrem empfindlich, dass die Kanten schon beim Verlegen an allen Ecken und Enden ausbrechen, da genügt ein Schiefer Blick! Nie wieder!