Und wieder mal eine Frage zur Dachboden-Dämmung

03.08.2008


Hallo zusammen, so unser Dachboden-Ausbau geht langsam voran.

Der nächste Schritt ist nun, den Fussboden zu verlegen. Hierzu habe ich folgende Frage: Wie man auf dem Foto sehen kann, ist der Fussboden eine Holzbalken-Decken-Konstruktion. Zwischen den Holzbalken liegt eine Schütt-Dämmung.

Wir wollen nun eine 2 cm dicke Trittschall-Dämmung auf die Balken legen und darauf 22 mm dicke OSB-Platten Verlegen (Nut und Feder, zusätzlich leimen). Ich habe nun ein wenig Angst, dass später durch das Laufen auf den Platten die Schütt-Dämmung so viel Staub aufwirbelt, dass dieser durch die OSB-Platten in den Wohnraum wirbelt.

Könnte das passieren?

Als Abhilfe hab ich nun dran gedacht, eine Folie zu verlegen. Ist die Idee gut? Und wenn ja, was für eine Folie nehmen, auch eine Dampfsperr-Folie? Und die Folie direkt auf die Holzbalken, also unter die Trittschalldämmung oder über die Trittschalldämmung?

Vielen Dank schonmal für Rat,
S. Marx



durch die OSB-Platten kommt sicher kein Staub rein,wenn dann



höchstens über die Nut-und Federfugen.Wenn diese gut verleimt werden,hätte ich da keine Staubangst. Falls die Deckenschüttung wirklich sehr stark stauben sollte, wäre ein feucht angemischter Überzug z.B. mit 1,5 bis 2cm dickem Lehmputz eine Problemlösung. Eine weitere Möglichkeit wäre, die OSB-Platten auf trittschallunterlegten Lagerbrettern zu fixieren.





Dank schön für die Antwort und die Tips. Ich möchte eigentlich so wenig Aufwand wie möglich betreiben, deshalb kam ich auf die Idee mit der Folie. Kann ich da nicht einfach (wie bei der Dach-Dämmung auch) eine Dampfsperre auf die Balken tackern und die Folie an den Rändern sauber verkleben?



hinter Dampfsperrfolien kann bekanntlich Schwitzwasser entstehen..........



mit all seinen unangenehmen Bauschadensfolgen.Wozu dann noch biologische Baustoffe, Dämmschüttungen,wenn alles mit Folie gedeckelt wird????





Hallo Herr Marx,

lassen Sie besser die Folie aus der Konstruktion, die hat an dieser Stelle nichts verloren. Denkbar ist eine abschließende Papplage, die einerseits gegen das Einrieseln von Schmutzpartikeln und vor Aufwirbelungen derselben und des Schüttgutes schützt.

Welche Konstruktionsmerkmale weist Ihr Haus aus und wie alt ist es?

Weshalb OSB-Platten?

Was für eine 2cm-starke Trittschalldämmung soll das denn werden?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Also, das Haus ist Baujahr 1970. Die Deckenkonstruktion ist wie gesagt eine Holzbalkendecke mit einer Schütt-Dammung zwischen den Balken.

Die OSB-Platten sind 22 mm dicke Nut- und Feder-Platten. Die Trittschalldämmung sind 2 cm breite Streifen, die auf die Holzbalken gelegt werden (bzw. ein wenig angeklebt werden).

Ich werde jetzt die OSB-Platten sauber verleimen und an den Wandabschlüssen mit einer Leiste fixieren, sodass ja dann eigentlich kein Staub durchkommen dürfte.

Vielen Dank für die Tips,
S. Marx





Hallo Herr Marx,

die Streifen sollten aus Kokos, Hanf, Filz, Schafschuur oder ähnlichem sein und nicht auf einer Polymerverbindung gründen.
Den Gedanken hinter den OSB-Platten verstehe ich ja, doch habe ich zu viele gesehen, die sich aufgeworfen haben. Auch sind dies Platten nur bedingt bis kaum dampfdurchlässig. Viele alte OSB-Böden im Dachraum wurden nicht verklebt. Die Plattenränder weisen oft Feuchtespuren auf, die deutlich machen, das doch einiges an Wasserdampf durch die Decke diffundiert. Wenn Sie die Spalten nun verkleben werden Sie erst sehr spät erfahren, welches Leben unter Ihrem Fußboden stattfindet. Wenn dann noch ein Bad im Geschoss drunter ist ...

Vielleicht wäre folgender Aufbau anzudenken:

- Balkenlage mit Schüttung
- Schallentkopplung wie gehabt
- darauf Lagerkonstruktion
- erneut Schüttung
- Rieselschutz
- Dielenlage

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer




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