Fußboden - Experten gefragt

20.02.2012



Hallo, wir beschäftigen uns nun seit längerer Zeit mit unserem Fußboden:

Randdaten: altes Haus, Baujahr ca. 1920, Trägerbalken mit Holzdielen mit Ochsenblut, teilweise gut erhalten, teilweise schlecht erhalten

Wir möchten den Fußboden sanieren und haben bis Dato ober halb und unterhalb alles soweit entkernt, dass von unten die Trägerbalken und von oben die Holzdielen zu sehen sind. Das Haus hat zwei Etagen inklusive Dachboden. Haus ist sonst gemauert.

Im EG ist der Boden gerade, im 1 EG relativ (nur in einem Zimmer, welches relativ groß ist, sind ist der Boden ca. 2 cm in der Mitte nach unten gebogen.
DG ähnlich

Nun die Frage: Wir stehen jetzt vor der Frage, wie man am besten einen vernünftigen Boden erreicht:

a)Gusasphaltestrich
b)Trockenschüttung
c)Beton Estrich
d)OSB mit Laminat/Parkett schwimmend
e)direkt neue Holzdielen auf vorhandene Dielen verschraubt

Jeder Handwerker ist natürlich von seiner eigenen Methode überzeugt. Ich bräuchte eine neutrale Beurteilung von einem Experten (also euch ;-) ) welche Methode am geeignetsten wäre, oder in die andere Richtung, welche am ungeeignesten wäre.

Was sagen die Experten?



Fußboden sanieren...



... dafür muss man ja nicht das halbe Haus entkernen.

Wenn z.T. die Böden mit den Ochsenblut noch in Ordnung sind, warum dann nicht Abschleifen und neu ölen?

Was die Varianten angehen, fehlt noch der Hinweis, ob unter dem EG noch ein Keller ist und wie die Räume dann genutzt werden (sind z.B. auch Nassräume dabei). Auch Hinweise über die Statik fehlen. Betonestrich z.B. ist nun mal schwer.

Ein Stück entscheidend ist auch, was Ihr als Belag dann am Ende haben wollt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Randbedingungen



Hallo Werner,

es ist wie Herr Lipfert bereits schreibt, es kommt darauf an, welche Oberfläche später gewünscht wird, wie der Raum genutzt wird (Nassraum ?) oder was sich unter dem Boden genau befindet (Erdreich, beheizter/unbeheizter Raum, Nassraum?) Bei bestehenden Deckenkonstruktionen ist darüber hinaus die Tragfähigkeit von Bedeutung, die möglicherweise einen Betonestrich im Vorfeld ausschließt.

Erst wenn man die Randbedingungen kennt, kann man genaueres Vorschlagen.

Bei Bedarf kann ich mir das einmal anschauen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Ein Keller ist natürlich vorhanden. Wie üblich hier in Wiesbaden ist bei diesen Altbauten der Keller nicht wirklich beheizt, aber der Brennkessel steht im Keller (zumindest habe ich es bisher nicht anders gesehen). Die Räume sind eigentlich ganz normal zu nutzen (kein Gewerbe) und natürlich ist auch irgendwo immer ein Badezimmer dabei.

Kennt Ihr vielleicht eine Faustregel wie stark eine Holzbalkendecke MINDESTENS belastbar ist?

Genauere Angaben zur Statik liegen mir leider in den Plänen leider nicht vor (ich bin froh, dass das Haus überhaupt noch brauchbare Pläne hat)

Nehmen und Geben:
Info an euch, falls mal jmd fragt: Ich habe heute einen Kostenvoranschlag für Gusasphalt inkl. Schleifarbeiten bekommen. Ergebnis sieht super aus, aber der Preis!?!...rund 94€ pro qm, dabei nur 38€ wenn ungeschliffen...hätte nicht gedacht, dass das so teuer ist.





Steinholzestrich aufzubringen wäre eine Möglichkeit. Er ist verhältnismäßig leicht und kann - entsprechend behandelt - entweder direkt genutzt bzw. mit Belag versehen werden. Mit der richtigen Technik kann dabei sogar die Decke in gewissem Maß hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit ertüchtigt werden. Wichtig bei Holzbalkendecken ist, dass ihr den Fußbodenaufbau diffusionsoffen gestaltet, damit das Holz nicht verpilzt, verschimmelt oder sonst wie Schaden nimmt.