Fussboden / Kellergewölbe

14.08.2011



Hallo liebe Fachwerkgemeinde

Ich habe versucht im Internet Infos zu finden, die mir hinsichtlich des Gewölbekellers Erklärungen über dessen Aufbau geben.Leider habe ich keine Infos gefunden. Das Haus war um 1902 ein Schuhwarenlager ( Schrift ist noch zu sehen am Haus)Den Fußboden haben wir noch nicht eröffnet. Es sind vom vorigen Eigentümer Spanplatten verlegt worden.Ich weiß somit nicht was zwischen der Gewölbedecke und den Spanplatten verbaut ist.
Mein Gedanke ist einen Dielenboden einzubringen.
Ist es nun ratsam den Fußboden zu eröffnen, oder kann ich auf die Spanplatteneine TFPearls 30mm( Thermofloc),22mm OSB,Dampfbremse und dann Holzdielen aufbringen ?


u-wert net Rechner habe ich mit ein "paar Daten" füttern können . Diese sind so nicht verwertbar.

Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.



Wie



sieht es denn mit Deiner Neugier aus, willst Du denn gar nicht wissen, was unter den Spanplatten versteckt ist.



die Neugier....



ist einerseits vorhanden, wird jedoch gedämpft durch eine weitere Baustelle - ..die Innenwand. Dort wurde Porenbeton ( 100mm) mit Styropor verbaut auf einer mit Zementputz versehenen Innenwand. Lt U Wert Rechner habe ich auf dem Zementputz 2,5 % Tauwasser.



Styropor



hat im Innenraum nichts zu suchen, als Innendämmstoff nur mit Dampfsperre und das ist witzlos. Ich denke aber, bevor Du irgend etwas erneuerst, schau Dir lieber an, was im verborgenen blüht, dann hast du auch Gewissheit und kannst vorzeitig reagieren.. Es wäre schade, wenn Du Zeit, Energie und Geld verschwendest und nachher alles raus reißen musst, weil der Vorbesitzer das Falsche oder nichts gemacht hat.

Bei alten Gebäuden hat man meistens das Problem der aufsteigenden Feuchte durch fehlender Horizontalsperre.

Hinsichtlich Konstruktion, da gibt es Fachbücher



Das Wort zum Sonntag



Hallo
Die alte Leier:
"Bei alten Gebäuden hat man meistens das Problem der aufsteigenden Feuchte durch fehlender Horizontalsperre."

So lernt man es und betet es nach - ob es nun stimmt oder nicht!

Diese Gründe sind keines Falls die Ursache des "Altbausterbens"; eher das "Falsch machen" der Vorbesitzer.
Das "nichts Machen" der Selben hat meistens dazu beigetragen, dass nicht so viele Schäden vorhanden sind.

Hört sich blöd an - ist aber so!
Meistens.

Foto vom Keller "Gewölbe" bitte und den Boden an einer Ecke mal aufmachen.
Mal über den Boden laufen und "spüren" wo es nachgibt!

Den u-Wert -Rechner können Sie ins Märchenbuch packen: zu Klapperstorch und Teufelchen mit Bockbeinen!

FK





"So lernt man es und betet es nach - ob es nun stimmt oder nicht!"

dazu muss man aber studieren. gel ;-)



vielen



Dank für die Aussagekräftige Antworten. Werde ich umsetzen. Der Begriff " Horizontalsperre" war mir zuvor nicht bekannt.
Werde mich " schlauer" lesen und der " Alten Leier" nachgehen.

A.Eggers



Horizontalsperre



was heißt nachbeten, zB in der Fachliteratur für Bauten der Gründerzeit (also vor ca. 100 Jahren), hat man schon von der Horizontalsperre gewusst. Die Sockel hat man mit Teer behandelt, da braucht man sich nur die Zeichnungen ansehen.

Natürlich, wenn man den Keller nur zur Lagerung von Obst und Kartoffeln oder Kohle nutzt, dann braucht man diese nicht. Dann muss man aber auch Abstriche bei der "Staubtrockenheit" machen.

da unsere Ansprüche an Gebäude und Keller aber gestiegen sind, muss man sich um die Horizontale Isolierung auch Gedanken machen. Übrigens sind die alten Klamotten auch in DIN Normen hinterlegt. Ich weiß nicht, was an alt hergebrachtem Wissen falsch ist. Gebaut wird in unserem Kulturkreis seit über 1000 Jahren und mir scheint es, dass die damalige Organisation des Bauens nachhaltiger war, als es heute ist, siehe Stahlbetonbau.

Natürlich ist die Horizontalsperre nicht DIE Lösung allein, aber Grundlagen zu wissen, ist schon wichtig. Andere Komponenten müssen auch stimmen, zB die Wahl von Putzen und Anstrichen. Wir hier können ja nur Grundlagen nennen, weil es ohne Begehung witzlos ist, eine Analyse von Bauschäden zu machen.





das wird ja ne lustige Runde.

Also Horizonalsperren und Bauwerksabdichtngen sind schon aus der Antike bekannt.

Und, beispielsweise das Mauersägeverfahren gibt es seit ca. 100 Jahren.

Darum iss es anchmal auch gar nicht so doof zu sagen:
"Das haben wir schon immer so gemacht" ;-)