Fußbodenaufbau Fachwerkhaus

15.12.2008


. . hallo ihr lieben, wer kann helfen? Wir haben uns ein kleines Fachwerkhaus gekauft, wollen es sanieren und haben natürlich schon tausende Ratschläge von ebenso vielen Profis gehört. Nun bin ich erstaunt über die vielen Möglichkeiten :-) ich will mich erst einmal auf den Fußboden beschränken und hoffe auf 'ne tolle Lösung. Bei uns ist der Fußboden wie folgt aufgebaut: Sand, dann kommt ne Weile nix, Balken und darauf die Dielung. Von unten ist alles super trocken. Der eine sagt Beton, der nächste schlägt bei diesem Wort die Hände über dem Kopf zusammen. Was geht und was geht gar nicht, laßt es mich wissen.(vielleicht habt ihr ja sogar ein Paar Preise parat) Habt ganz vielen Dank für Eure Unterstützung. Bis bald . . Ronny



Hallo Ronny,



wieviel "nix" kommt denn zwischen Sand und Balken?

Ist der Hohlraum unterlüftet (oder war er das früher?)

Grüße

Thomas



Fußboden in FWH



Hallo,

wenn alles supertrocken ist, fehlt ja nur die Wärmeisolierung.
Wenn man es ganz einfach machen will: Hohlraum mit Schaumglasschotter auffüllen, verrottungsfest und die Mäuse mögen das zeug auch nicht.

Grüße



@ Dietmar



eine staubtrockene Oberfläche ist noch kein trockner Boden.

Folie drauf legen, später nachschauen und - staunen. Darunter wird es nach einiger Zeit feucht sein, die Erdfeuchte ist überall. Trocken bleibt die Oberfläche nur dann, wenn die immer aufsteigende Feuchte abgeführt wird.

Trockne Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



Hallo und danke für euer Interesse . . das genaue Maß zwischen Sand und Balken kann ich erst am Wochenende feststellen, aber ich denke es werden ca. 20-30cm sein. Zwei kleine Räume sind mit 80 cm Teilunterkellert, die jeweils über Lucken im Fußboden zu erreichen sind. Der Hohlraum ist leider nicht unterlüftet, aber das kann ich noch machen. Schaumglasschotter hört sich gut an, wenn das reichen sollte, wäre ich glücklich. Ich müßte eben nur für die Lüftung sorgen . . habt auf jedenfall vielen Dank für eure Antworten. Ich melde mich wieder



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



So, da bin ich wieder . . ich habe heute die Dielung aufgenommen und siehe da, nix mit 20cm Luft. Die Balken auf denen die Dielung genagelt war, liegen lose im Sand. Der Sand widerum ist wirklich sehr trocken und fein. Ich würde eher Staub dazu sagen ;-) muß ich alles ausschachten und neu befüllen, oder kann ich auf diesem Sand meinen Fußboden aufbauen,so wie er ursprünlich mal war? Natürlich mit Belüftung und ner Dämmung. Vielleicht habt ihr ja nen guten Tip . . dann bis später und liebe Grüße



So wie es 'mal war,



aber mit Belüftung und Dämmung; und natürlich ganz anderem Wohnklima als zu Erbauungszeiten (mehr Heizung, mehr Luftfeuchte durch Bad etc.)?

Ich würde eine Bodenplatte bringen, mit Abdichtung aus Schweißbahn. Die Bodenplatte muß selbstredend unter der Fachwerkschwelle enden, falls Ihr auch im EG Fachwerk habt. Darauf mit Holzweichfaserplatte und zwischenliegenden Lagerhölzern den Unterbau für eine Dielung erstellen. Dielung mit einem Bodenöl aus der Naturfarbenecke ölen.

Lebenslang drüber freuen.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



Danke für den Vorschlag .... ich komme irgentwie mit dieser Bodenplatte nicht klar, aber lasse mich gerne eines besseren belehren. Ich habe Angst, das ich mir erst recht Feuchtigkeit ins Haus hole. Ich sehe da ein Haus, welches seit 250 Jahren die Menschen beherbergt, das Fachwerk ist toll erhalten, das Haus ist von Grundauf trocken. Und nun komme ich als moderner Mensch, schütte Beton ins Haus und von Stund an gehen die Probleme los. Und dann wird jeder sagen, das hättest du doch wissen müssen. Habe ich denn wirklich keine andere Alternative?



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



..... achso, ganz vielen Dank und nen lieben Gruß
macht euch ein paar schöne Tage

Ronny Wolf



Also was...



...willst Du denn nun hören?

"Du als moderner Mensch produzierst zwar viel mehr Feuchtigkeit als Deine Vorfahren, hast dichtere Fenster, einen höheren Wärmebedarf etc pp, aber das macht gar nichts, die Feuchtigkeit diffundiert durch die ungedämmten Wände einfach nach draußen, und nimmt die aus dem Boden aufsteigende Feuchte gleich mit..." So was? Das erzählt man sich vielleicht bei Glühwein am knisternden Ofen.

Wenn's hell wird, kann man dann wieder über kalte Füße und den Schimmel in den Ecken sinnieren, nach den Holzwürmern, die aus den Dielen gucken, treten...

Gerne würde ich eine gute Begründung erfahren, warum man sich mit einer Bodenplatte Feuchtigkeit in das Haus bzw. die Wände holen sollte. Seit 2 Jahren suche ich bei fachwerk.de danach.

Frohes Fest wünscht

Thomas



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



so . . nach langer Pause melde ich mich wieder ;-) habe einen Providerwechsel hinter mir und war völlig abgeschnitten.
Die Bodenplatte ist ok, ich werde sie machen. Du hast mich überzeugt . . Danke noch mal für Deine Hartnäckigkeit, aber was Recht ist muß Recht bleiben.
Ich will die Außenwände von innen mit Schilfmatte und Lehm dämmen, aber was mache ich im Bad? Ich möchte natürlich im Wannen und Duschbereich fliesen, nur werden die Fliesen auf dem Lehm schlecht halten. sollte ich im Bad einen komplett anderen Wandaufbau machen? Was könnt ihr empfehlen und was hat sich bisher bewehrt?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank
Ronny



Hallo,



zu dem Fliesen - Bad - Lehm - Problem solltest Du vielleicht Udo Mühle (Fa. LehmHandWerk) hier im Forum ansprechen. Ich müsste was erfinden, er schüttelts aus dem Handgelenk.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau Fachwerkhaus



hi Thomas . . danke für den Tip, ich werde dich bestimmt noch ein paarmal nerven ;-)
liebe Grüße von Ronny