Fußboden

19.02.2014



in der näheren Verwandschaft soll eine Küche renoviert werden, dazu wird auch ein neuer Fußbodenbelag verlegt.

Geplant ist es, den alten, geklebten Belag (Jahrgang 1958) herauszunehmen und zu entsorgen.

Bei meinem kürzlichen Besuch war schon mal probeweise ein Stück mit dem Spachtel aufgenommen worden, siehe Foto.
Es ist homogen und recht spröde.

Mich beschleicht das Gefühl, dass es sich um einen asbesthaltigen Vinyl-Belag handelt, seinerzeit verkauft unter dem Handelsnamen Conti-Flex, oder so ähnlich (googlen hilft leider nicht weiter!).

Kennt jemand dieses Zeugs?

Gruß

GE



Asbest im Vinyl (oder was auch immer)



Ich teile zunächst Deinen Verdacht... Die bekannte inzwischen nicht mehr in der unfernen Landeshauptstadt ansässige Reifenfirma hat nicht immer nur Reifen gefertigt...
Korrekterweise sollte das einer Begutachtung unterzogen werden...
Investiert ein paar Dutzend Taler in persönliche Atem-Schutz-Ausrüstung ODER lasst das für zig Tausend professionell demontieren... Die vorschriftsmäßige Entsorgung sollte so oder so sichergestellt sein...

Freundlichen Gruß,
Sebastian Hausleithner



Waren



die asbesthaltigen Problemkandidaten nicht eher die dicken Cushion-Vinyl-Beläge? Mein Wissen zu dem Thema stammt allerdings nur aus dem Internet.





ich hatte dieses gemeint:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vinyl-Asbest-Platten

in dem Wiki weiter unten stehen die Emissionswerte beim Abriss: gruselig!

gruß

GE



Stimmt,



die Platten hatte ich verdrängt und außerdem den Boden im Bild für Bahnenware gehalten.

Das Umfrageergebnis unter Bodenlegern halte ich übrigens für SEHR realitätsnah! In Wien scheinen Bodenleger zwar noch die sensibelste Berufsgruppe bezüglich Asbest zu sein, aber was ich sonst hier regelmäßig sehe... Asbestpappe hinter Heizgeräten und Lichtschaltern wird *ratsch* abgerissen und landet im Müll, Asbestzement in allen Formen liegt sowieso dauernd zertrümmert in Schuttcontainern am Straßenrand usw.
Selbst beim Abbau ganzer Eternitschindeldächer durch Fachfirmen habe ich das schon gesehen.
Oder Mieter beschwert sich bei der Hausverwaltung über einen möglicherweise asbesthaltigen PVC-Boden (dürfte rückblickend wohl keiner gewesen sein, war Bahnenware und vermutlich von ca. 1990), Mitarbeiter der Hausverwaltung kommt, "Des is ka Asbest!" *ratsch* reißt den Belag mit bloßen Händen weg.



Überraschungen



... sind immer da, wo man sie nicht vermutet, das gilt auch für Asbest. Ich habe mal PVC-Beläge und Dämmung einer Klimanlage aus einer Krankenhausapotheke (!!!) Baujahr 1996 (!!!) ausbauen und entsorgen dürfen, also deutlich nach dem offiziellen "Verbot" eingebaut... War, nebenbei bemerkt, übrigens näher dran beim Götz, als bei mir... Die angebotene Schadstoffanalyse für den Rest des Gebäudes wurde nicht weiter diskutiert... Übrigens kein heuschreckenmäßig agierender Klinik-Konzern, sondern die Deutschlandsektion einer international bekannten Charity-Organisation mit drei Buchstaben...
Jedenfalls weiß ich, wo man nicht krank werden sollte...
Nochmal zum Handling mit dem Zeugs, auch wenn die Diagnose auf "Nicht-Asbest" lautet und man selber tätig wird: Nicht zerbrechen, möglichst flächig ausbauen, vorher mit der Blumenspritze plus ein bissel Spüli anfeuchten...

Frdl. Grüße,
Sebastian



Asbest



Schmeißt nicht immer gleich alles in einen Topf.
Asbestprodukte unterscheiden sich erheblich was ihre Emissionsfähigkeit sowohl im Gebrauch als auch bei der Entsorgung betrifft, also ob das Asbest fest oder schwach gebunden im Material vorliegt. Danach richtet sich ihre Gefährlichkeit. Bodenbeläge zählen zu den fest gebundenen Asbestprodukten.



Sorgloser Umgang



Das ist teilweise schon der Knaller ,wie mit Asbest umgegangen wird,bis vor zwei Jahren konnte man hier noch Asbest zur Deponie bringen,vorausgestzt das Zeug war VERPACKT ,dann haste dort dein Zeug abgeladen und die haben s dann mit m Radlader zusammen geschoben,beim drüber fahren und schieben,blieb die Verpackung natürlich nicht heil,das lag dann solange rum bis die nächste Schicht Bauschutt drüber kam!

Zertifizierter Entsorger! Top!

Grüße Martin



An



Georg Böttcher: die zitierten Werte beziehen sich explizit auf die mechanische Bearbeitung bis Zerstörung gebundener Asbestprodukte beim Ausbau. Und genau das ist hier zu erwarten, alleine schon beim Abschaben der Platten entstehen ja laut Quelle entsprechende Faserkonzentrationen.

Meine Kommentare waren auch hauptsächlich auf zertrümmert offen herumliegenden Faserzement bezogen, dann kann von gebundenen Fasern wohl nicht mehr wirklich die Rede sein.