Fußboden im Badezimmer

17.08.2003



Hallo,
wir sind gerade dabei den Dachboden unseres Fachwerkhauses auszubauen. Und wollen dort auch ein Badezimmer einrichten. Die Basis für den Fußboden bilden V100 Verlegeplatten. Wie behandeln wir den Fußboden gegen eindringende Feuchtigkeit?



Fußboden



Warum in Gottes Namen muß ein Bad immer an die höchste Stelle in einem Fachwerkhaus plaziert werden? Das würde bedeuten, daß in der Entstehungszeit die Frau das Wasser immer auf den Boden hätte schleppen müssen!!! Doch die heutige Wohnkultur ist da eben anderer Meinung! Es wird eben immer ans eigene Wohl gedacht und nicht an das Wohl dieser Hauskonstruktion!! Übergewichtung, Feuchtigkeitsabdichtungen usw.usw. Bei der V100 Platte geht der erste Problemfall schon los: "Sondermüll" wenn man es später einmal entsorgen muß und desweiteren mit bedenklichen Leimen und Bindemitteln versetzt! Eine vernünftige Holzdiehlung tut es auch, diese gut geölt und gewachst und fertig ist die Laube. Man will ja im Bad keine "Freischwimmanlage" veranstalten, d.h., wenn gepanscht wird, wird es auch umgehend aufgewischt und das bischen eindringende Feuchtigkeit entweicht problemlos, wenn eine offenporige Konstruktion gewählt wird. Bei V100 ist dies nicht mehr gegeben! Beste Grüße zur Nacht aus der OL.





hallo, das ist das problem bei der Nutzung eines alten hauses: alles ist ein kompromiss. früher gab es eben nur ein plumpsklo und den Brunnen im garten. so will heute natürlich keiner leben, und die räumlichen vorgaben zwingen oft zu lösungen, die nicht "optimal" sind. ansonsten hat u. Mühle recht: den Aufbau möglichst nicht zu schwer (eventuell auf Badewanne verzichten!) und nicht zu dicht (damit das wasser wieder aus dem boden raus kann) und dann viel spaß im neuen alten haus!
gruß günter flegel



Abdichtung



Guten Tag, sie sollten die Lösung mit dem Bad auf der Balkenlage vermeiden, wie Hr. Mühle sagte. Ich weiß, daß es oft ein frommer Wunsch bleibt diese Lösungen zu vermeiden, weil man durch die Randbedingungen gezwungen ist soetwas auszuführen. Das Problem ist, daß zum einen Feuchtigkeit, die in den Boden gelangt schlecht austrocknen kann, über Fliesenfugen aber Schwallwasser eindringen kann. Das Wasser kann zu Schäden durch Pilzbefall führen und die Verlegeplatten quellen lassen. Da die Oberseite dann feuchter ist als die Unterseite schüsseln die Platten auf. In einem normalgenutzten Bad braucht mann noch mit Bitumenbahnen abzudichten aber es muß eine "Streichisolierung" sft in 2 Gängen, gelegentlich mit Feinsandabstreuung oder ähnlichem auf dem Untergrund aufgebracht werden, bevor geflist wird. Wichtig ist, daß an allen Ecken (ixeln) zu aufgehenden Wänden umlaufend eine Manschette eingearbeitet wird, die verhindert, daß die Abdichtung am Rand hinterlaufen wird. Es sollte immer mit einer Schlaufe gearbeitet werden, damit leichte Bewegungen aufnehmbar sind. An den Wänden 10 - 15 cm mit Isolieren. An Stellen wo Wasser aus der Wand kommmt (Armaturen angebracht sind) wird oft empfohlen bis 30 cm über den Durchtrittsstelle die Wand zu isolieren. Nochetwas, da der Boden immer leichte Bewegungen machen wird, sollten reltiv kleine Fliesen gewählt werden, die brechen nicht so leicht und sind außerdem rutsch sicherer. Kaltwasserleitungen müssen gedämmt sein um Tauwasseranfall zu verhindern. Entsprechende Abdichtungssysteme bieten fast alle Bauchemiehersteller an. Die Verlegeplatten möglichst dich wählen. Silikon ist keine sichere Abdichtung und bedarf der regelmäßigen Warung! So nun müssen Sie die Risiken, wie dampfdichte Bauweise, mögliche Durchfeuchtung usw. gegen den Nutzen abwägen. Wenn Sie einen Bodeneinlauf vorsehen wollen wird im allgemeinen davon ausgegangen, daß ein Bad mit hoher Wasserbelastung vorliegt, dann greift DIN 18195 Abdichtungen. mfG. Ulrich Arnold