Hilfe Beim Kettel und Funderment

19.08.2010



Hallo an alle!

Brauche Hilfe beim Keller,

Habe das Haus meiner Oma geerbt, leider waren bis lang darin nur zwei Zimmer, darum wurde in der Familie beschlossen die zwei Kellerräume auszubauen. Das Haus wurde zu Kriegsende errichtet, mit scheinbar allen Materiealien die rum lagen. Die Kellerräume hatte bis jetzt immer nur eine höhe von 1.80m und der Betonboden war jetzt auch nicht mehr der beste (löste sich auf), darum wurde beschlossen ihn raus zunehmen und dann gleich etwas tiefer zu graben. Leider hatte bis daher keiner an das Streifenfunderment gedacht, wie gesagt arbeiten als Familie (meine Eltern und Meine Frau und Ich(Kinder noch nicht - sind zu klein)) am Haus, meine Zeit ist leider sehr begrenzt wegen der schlechten Arbeitszeiten in der Pflege.

Das Streifenfunderment hat teilweise nur eine tiefe von 15cm und wurde aus Bruchsteinen und Pflastersteinen gebaut.
Meine Familie hat aber eine tiefe von ca.40 cm gegraben, zum glück aber nicht direkt unter das Funderment.
Da es aber in letzter Zeit doch stark geregnet hat, drückt das Wasser nun langsam von unten nach oben und der Sand und das Mauerwerk trängt sich nun langsam voll, ich muss zugeben die Außenfassade ist auch nicht mehr die neueste und sollte in den kommenden Jahren auch erneuert werden.
Aber erstmal steht der Keller an und das wenns geht schnell,
wollte eine neue Betonplatte rein gießen, aber mit dem Funderment wär das glaub ich nicht so gut, soweit ich weiß sollte der Beton sich ja schon mit dem Funderment verbinden, ansonsten besteht ja immer die Gefahr das das Wasser rein kommt - zudem das _Funderment sonst ausgespühlt wird, hatte mir jetzt auch schon einige Tips auf Baustellen gehollt, nur weiß ich nicht was jetzt OK wäre.

Beispiele:
(Beton ist immer ein WU gemeint)

1. Neues Streifenfunderment setzen, altes raus reißen, Stück für Stück und gleich erneuern mit L-Steinen und Mörtel + Maurersteine, dabei gleich tiefer setzen, dann erst Betonplatte gießen

2. ins Mauerwerk Stabstahl montieren und nach unten biegen, dann Beton gießen, das sich die Betonplatte mit den Stangen verbindet, an den Seiten dann mit Beton hochziehen, bis aufs Mauerwerk, bis der Boden eine Schahle ergibt.

3. das Funderment untergraben und eine Drainage legen und dann einfach daran die Betonplatte gießen.
Angeblich stützt die Drainage das Funderment und verhindert das eindringen von Wasser.

Danke für eure Ideen und eure Tips!
Hoffe ihr könnt uns weiter Helfen.

MfG Woelfy





Hallo,

Sie leben bei diesen Regengüssen schon jetzt mit der ständigen Gefahr eines Grundbruches. Wenn die Fundamente erst einmal unterspült sind, ists bis zum Gebäudeeinsturz nicht mehr weit. Wenn Sie Glück haben, klaffen vorher wenigstens noch Risse.
Also: Bitte laufen Sie sofort zu einem Statiker und lassen Sie sich vor ort beraten. Von hier kann niemand sehen, ob Sie besser sofort betonieren oder doch noch planmäßig unetrfangen können (>DIN 1923 beachten !!).

Grüße





Hallo Woelfy,

Du solltest dem Rat von Herrn Beckmann dringend folgen, beim Fundamente Freilegen hört der Spaß auf.

L-Steine ausmörteln, Fundamente untergraben um eine Drainage zu legen .... das funktioniert so auf keinen Fall und ist allerhöchstens gefährlich. Neben der Standsicherheit des Gebäudes solltest Du auch im Auge behalten, das der Umbau von Kellerräumen zu Wohnräumen genauso genehmigungspflichtig ist (Rettungswege, Erschließung .......) wie statische Eingriffe in die Gebäudesubsatanz.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Aber schnellstens



einen Fachmann hinzuziehen, am besten letzte Woche.
Arbeiten im Fundamentbereich sind absolut nix für den Heimwerker.
MfG
dasMaurer





Hallo an alle, danke für die schnellen Antworten!

Also hier mal ein paar Infos, klar hab ihr mit euren Antworten recht, keine Frage, deshalb suche ich ja Hilfe und Infos

Also meine Eltern haben nätürlich Rat vorher eingehollt, hatten ja auch ne Baufirma als Berater, nur haben die uns jetzt in Stich gelassen, wir sollten alles selber raus hollen um etwas Geld zu sparen und die wollten dann den Rest machen - wie Beton gießen, Wände verputzen/verkleiden, Genehmigungen beantragen und beschaffen, natürlich bevor sie es erfahren hatten wie das Fundament beschaffen ist, kannten sie uns nicht mehr.
Der Kostenfaktor der vorher berechnet wurde war auch viel viel geringer.

Nun sitzen wir in der Falle und können leider auch nichts rückgängig machen, nur noch beheben.
Leider wird das Geld immer knapper, wegen der Fehlberatung.



Einsturzgefahr!



Sofort Baustop! Du solltest niemanden (auch keine Familienmitglieder)mehr in das Gebäude lassen, bis ein Statiker sich das angesehen hat!!! Das Fundament ist durch das Ausbuddeln schon deutlich geschwächt (40%?). Lass auch die Kinder nicht zu nah am Gebäude spielen.

Gruß eo





Nimm ein Kuchenblech und feuchten Sand, bau aus diesem im Blech einen Wall, leg einen Ziegelstein hochkant drauf, gib Wasser in das Blech und verfolge, was passiert. Damit Du Dir vorstellen kannst, wovon die hier reden.

Gerade wenn man wenig Geld hat, sollte man vorher sorgfältig planen, und dazu gehört die Bestandesaufnahme.
Also sofort den Graben wieder zuschütten und verdichten, solange wirds noch halten.