Fundament und Bodenplatte unter Fachwerkhaus

07.02.2018 marcal



Guten Abend liebe Leute.
ich habe schon viel auf der seite gelesen und gestöbert, nun muss ich eine Frage stellen.

Bin seit kurzem Besitzer eines Fachwerkhauses, welches komplett saniert wird. nun habe ich den Fußboden rausgeholt (6cm Estrich oder ähnliches, dann lehmboden)
ich möchte eine neue Bodenplatte einbauen. außerdem wird die Schwelle ringsrum erneuert und as dem Spritzwasser geholt.
haben jetzt ca 4 m schwelle rausgeholt (pfosten verzapft etc.)
ich möchte jetzt ein Beton "fundament" herstellen und nachdem die schwelle ausgetauscht wurde, untermauern. das Fundament oberkante ist ca selbe höhe wie spätere bodenplatte. nachdem das fundament ringsrum ernauert wurde und untermauert wurde, möchte ich die bodenplatte gießen.

mein problem: die bodenplatte stößt gegen das fundament. jetzt wäre meine schwachstelle die senkrechte Fuge zwischen "fundament" und bodenplatte. wie bekomme ich diese dicht?
hat jemand erfahrungen?

ein lieber gruß aus der eifel
Marc



Fundamentale Fragen



Eine Skizze zur Situation wäre hilfreich. Da ich die Vorgehensweise nicht ganz verstehe, meine Nachfrage:

- wenn das neue Fundment betoniert wird, kann die BoPla im zweiten Arbeitsgang anbetoniert bzw. aufbetoniert werden. Die Anschlußbewehrung wird vorgerüstet.
- Ist das neue Fundament bereits gegeben und die OK BoPla ist auf Höhe OK Fundament geplant, klebt man die Anschlußbewehrung entweder nachträglich ein oder
- man betoniert die Bopla gegen das Fundament. Wozu eine Abdichtung der Fuge ? Wenn es den Lastfall drückendes Wasser gibt, nutzt keine improvisierte Abdichtung - das Detail würde dann ganz anders aussehen.
- wenn es nur max. kapillare Bodenfeuchte gibt, wird diese durch die Bauwerksabdichtung auf der Bopla ferngehalten, die man dann bis auf den Sockel unter der Schwelle hochzieht, bis auf Höhe OKFFB.
- nicht zu vergessen die Dämmung der BoPla unterhalb oder oberhalb, Das ist auch eine Anfoderung der EnEV.

Ist an der ganzen Aktion ein Statiker beteiligt ? Gibt es eine Ausführungsplanung ?

Sockelanschlußdetails sind planungsintensiv, insbesondere wenn Bauwerksabdichtung und Dämmung dazukommen. Diese Details entscheidet man tunlichst nicht erst auf der Baustelle.



Gründung



Warum ein neues Fundament wenn es nur um eine höhere Sockelmauer geht?
Oder gibt es Änderungen in der Belastung oder im Baugrund die so eine teure und aufwändige Aufrüstung der vorhandenen Gründung erforderlich machen?



Schwellensanierung- Fundament



Die Schwelle sollte gegenüber dem Fußboden höher liegen, damit der Fußbodenaufbau nicht die Schwelle überdeckt.

Wenn die Schwelle ohnehin höher eingebaut wird als bisher wäre das doch ohnehin kein Problem-
wieso ist dann die neue Bodenplatte auf demselben Niveau wie die Fundamentoberkante?

Eine dicke Beton-Bodenplatte ist ohnehin unnötig-
ca 6 cm Estrich auf dem verdichteten Lehmboden genügt,
darüber die Abdichtung, die bis unter die Schwelle gelegt werden könnte.

Besser zwischen Sockelmauer und Estrich zur Reduzierung von Wärmebrücken Dämmung einlegen (XPS/Schaumglas), was gleichzeitig eine Feuchtigkeitssperre darstellt, auch wenn die wegen darüberliegender Abdichtung unnötig ist.

Was genau ist unter dem neuen Fundament zu verstehen?
Wenn du die Schwelle erhöht einbauen willst könnte doch das bestehende Fundament aufgemauert werden.
Alternativ das Außengelände abgraben/ umgestalten, um Spritzwasserbelastung der Schwelle zu vermeiden.

Eine Skizze hilft weiter mit Angabe der verschiedenen Höhen, des Fußboden- und Wandaufbaues.
Ist Dämmung der Wände geplant?
Wo in der Eifel steht dein Haus?

Andreas Teich