Feldstein-Fundamet Trockenlegung

11.07.2007



Guten Tag,
bei meinem Haus habe ich das Fundament freigelegt um dieses gegen Nässe abzudichten.
Folgender Zustand hat sich mir gezeigt:
-das Fundament ist ca. 60cm tief mit Feldsteinen gemauert
-es ragt ca. 10cm über die Hauswand hinaus
-der an das Fundament angrenzende Boden ist Lehm
-der Lehmboden ist leicht feucht aber nicht naß

Mein Idee für die Trockenlegung:
-vor das Fundament ein Vorwandschalung aus Beton ( um eine glatte Fläche zu erhalten)
-Bitumenvoranstrich
-Bitumendickschicht
-Noppenbahn
-Auffüllen mit Erdgemisch (Lehm-Mutterboden-Kies)

Kann man das so machen um eine effektive , kostengünstige Variante zu erzielen?



Feldstein- Fundament Trockenlegung



Hallo Herr Möbius,
Das von Ihnen festgelegte Vorhaben als beste und kostengünstigste Variante zu bestätigen, vermag ich nicht, da ich nicht weiß:
- ob und welcher Art Nässeschäden am Bauwerk vorhanden sind,
- welche Ursachen diese Nässeschäden haben und
- ob man solche Schäden nicht auch mit anderen, billigeren und effektiveren Methoden wegbekommt.

Wenn Sie also Lösungsvorschläge zu vorhandenen Feuchtigkeitsproblemen hören wollen, wären ein paar weitergehende Informationen hilfreich.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Schutzbeton soll helfen?



Hallo

Mit den Gedanken Fundamente mit Beton abzudichten fahren Sie auf einer Schine die ich leider nicht bestätigen kann, da aus meiner Erfahrung es die Situationen eher schlechter macht, als besser.

Zwischen den Feldsteinfundamenten und dem davorgegossenem Beton wird sich im Laufe der Zeit von unten kommende Feuchte sammeln und nicht mehr weg kommen als in angrenzende Wasser aufnehmende Bauteile ...

Nicht wegsperren sondern "trockenlegen" wäre ein sinnvollerer Weg um langfristig Erfolg zu erzielen - Schotterpackungen, Kies o.Ä.

Wie allerdings Herr Böttcher schon erwähnt: Je mehr Infos - desto besser die Tippgabe.
Da sich bei alten Gemäuern die Situationen von Standort zu Standort unterscheiden wäre es angebracht, die Situation vor Ort anzusehen.

Sonst stochert man oft im Dunklen.

Gutes Gelingen

FK



Tja, ist das denn aufsteigende Feuchte?



Wer hat dies gemessen?
Welcher Anteil ist Tauwasser?
Welche Ausgleichfeuchte hat der Stein aber auch der Mörtel?
.
Ich denke auch, dass es kein Argument gibt das dem Wasser in den Kapillaren vorschreibt wohin es laufen soll.
Es stimmt einfach nicht, dass durch einen Mörtel oder auch einen anderen Belag das Wasser weiter hochgetrieben wird.
Es ist jedoch so, dass die Wärmeleitfähigkeit wegen eines Verputzes nicht besser wird und daher mehr Feuchte anfällt und auch weil nichts verdunsten kann der Schaden auch in der Höhe zunimmt.
Und noch was möchte ich loswerden - lassen Sie doch das Fundament feucht!
Trocken bekommen Sie es sowieso nicht.
Und bitte ja keinen Kies einbauen. Warum soll man sich Gedanken machen wohin mit dem Wasser, wenn ich erst nichts einlaufen lasse.
.
An Herrn Kurz die Frage - einmal behaupten Sie: das Wasser sammelt sich in den Zwischenräumen und was ist dann im Kies oder in der Schotterpackung?
Was soll da anders sein?
Gehen Sie einmal auf einen Kiesberg in einer Kiesgrube nach oben und nehmen die Oberfläche ab, da kommt auch wieder ein nasser Kies zum Vorschein.
Logisch weil es auch da Tauwasser gibt. Der Berg bleibt lange kalt und wenn dann die warmen Tagestemperaturen mit der üblichen feuchten Luft auf diese Flächen kommen entsteht auch wieder Tauwasser.



Tja, ist das denn aufsteigende Feuchte?



Wer hat dies gemessen?
Welcher Anteil ist Tauwasser?
Welche Ausgleichfeuchte hat der Stein aber auch der Mörtel?
Leider doppelt.



Feldstein-Fundamet Trockenlegung



Hallo die Herren,
vorerst einen Dank für Antworten.

Nässeschäden sind nur im Sockelbereich erkennbar, treten aber nicht in die Wände des Innenraum über(mehrere Horizontalsperren vorhanden im Übergang Fundament Mauer und eine weitere ca. 40cm über Fundament).
Mein Vorhaben wie bereits geschrieben, Sockel vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Fundament/Erdreich schützen.
Sockel neu Verputzen mit Buntsteinputz.

Nach weiteren gestrigen graben am Fundament hat sich ein neues Bild gezeigt:

das Fundament aus Beton beginnt ca. 30cm unter Fußbodenniveau.Auf dem Fundament sind Ziegel vermauert.
das Betonfundament ist ca.40-50cm stark und besitzt keine Abdichtung zum angeschütteten Erdreich.
Das Betonfundament ist nicht gerade( ohne Schalung gegossen Bj.1900) bzw. in Flucht mit der Aussenfassade.

Wie bekomme ich eine Abdichtung an das Fundament bzw. wie muss das Fundament saniert werden ?
Welchen Vor-bzw.Nachteil hat der Lehmboden?

Meine Idee:

Fundament verputzen auf Flucht mit Sockel und Fassade.
Bitumenanstrich
Noppenbahn
mit Erdreich anfüllen



Feldstein- Fundament



Hallo Herr Möbius,
nach Ihren Angaben schlußfolgere ich, das im Fundamentbereich Mischmauerwerk vorliegt, also eine Ziegelmauer mit Naturstein- Vorlage.
Die Aufenthaltsräume sind anscheinend trocken, da waagerechte Abdichtungen vorhanden sind und funktionieren.
Nun stellt sich für mich die Frage, warum Sie diesen ganzen Aufwand betreiben wollen.
Fundamente und Mauern mit Erdkontakt und unterhalb von waagerechten Abdichtungen sind nun mal feucht, na und?

Die Natursteinverblendung sollte nicht verputzt werden, allenfalls neu verfugt, aber bitte nicht mit Zementmörtel.

Für sehr bedenklich halte ich Ihre Informationen zum Freilegen der Fundamentsohle. Ich hoffe, das dies bisher nur an ein paar Stellen erfolgte, denn Sie begeben sich hier in einen kritischen Bereich, wo Aufschachtungen zu erheblichen Schäden am Haus führen können.
Eine Suchschachtung ist in Ordnung, von weitergehenden Aufgrabungen in diesen Bereich sollten Sie als Laie die Finger lassen.
Es ist überflüssig und gefährlich.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Fundamet Trockenlegung



Hallo Herr Böttcher,

ich habe keinesfalls die Fundamentsohle freigegraben.
Die Grabungen haben sich nur auf die senkrechte Freilegung des Fundamentes begrenzt.
Das Fundament besteht aus Beton( ohne Schalung hergestellt) wobei ca. 2-3 Ziegelreihen unterhalb des Erdniveaus liegen.

Ich möchte des gegossene Fundament zum Erdreich hin abdichten.
Die Oberfläche des Fundamentes ist nicht in Fluch mit der Fassada.
Kann ich das Fundament verputzen , sodass ich eine Fläche erhalte ?
Diese Fläche dann wie bereits erläutert abdicht ?
Kann mir der vorhandene Lehmboden Schwierigkeiten bereiten ?



Herr Bötcher hat doch recht, lassen Sie das Fundament feucht!



Wegen was denn abdichten?
Es wird doch auch von innen und auch von unten nass.
Nur absolut sinnlose Arbeit.



Fundamet Trockenlegung



Hallo Herr Bromm,

wie schütze ich den Sockelputz vor aufsteigender Feuchtigkeit?
weil in diesem Bereich ein Wassereintritt aufgetreten ist?
Kann dies entstanden sein, dass das erdreich dort direkt am sockelputz anlag?
Eine Fundament-Grundabdichtung kann nicht verkehrt sein?



Natürlich kann es verkehrt sein



Sie nehmen den seitlichen Druck weg.
Somit ist ein Bruch der Auflagefläche vom Fundament möglich.
Drücken Sie doch einmal mit einem Stampfer in einen Teig.
Was passiert denn?
Und glaubt jemand, die Erde verhält sich viel anders?
.
Der richtige Sockelputz hat so gut wie keine Feuchteaufnahme.
Natürlich muss eine Abdichtung auf die Fläche unter OKG aufgebracht werden.
Hier wäre ein Bild hilfreich.



Beton davor machen stellt die Ursache nicht ab



Hallo Herr Möbius,

die Ursache für die Feuchtigkeit ist kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in den Fugen bzw. seitlich eindringende Nässe von versickernden Regen- und Schichtenwässern bei Bauwerken im erdberührenden Bereich gem. DIN 18195.

Es reicht aus wenn Sie das Fundament aussen glatt verputzen und dann den Bitumenvoranstrich mit der Dickbeschichtung auftragen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, bei entsprechender Vorflut, eine Drainage zu legen ist das sehr sinnvoll. Gern fertige ich ihnen dafür eine Zeichnung mit Maßen und Aufbau. Ab 40 cm unter Flur bis in den Sockelbereich sollten Sie ein dampfdiffusionsoffenes Entfeuchtungsputzsystem auftragen - keinen Sanierputz. Gerade im frostgefärdeten Bereich sind hier Abdichtungsysteme nicht von Dauer aufgrund der hohen Beanspruchung. Ihr aufgehendes Mauerwerk sollten Sie dann noch mit einer Sperrschicht versehen.Die Drainage hält bei entsprechendem Aufbau das Wasser von der Wand fern, die Sperrschicht schützt den Wohnbereich gegen aufsteigende Feuchtigkeit und der Putz schafft zusätzlich eine Verdunstungsmöglichkeit an der Wandoberfläche.

MfG Andrea Cyba





Hallo Frau Cyba,

gern nehm ich Ihr Angebot der Zeichnung für die Drainage an.

Die Fundamentsohle ist ca. 80cm unter Erdniveau.Die Vorwand aus Beton ist von der Sohle 60cm hoch und 20 cm breit.