Fundament Wasserschutz

22.11.2004



Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor ca. 10 Jahren wurde die Straße an unserem Haus ausgebaut. Auf die alte Asphaltdecke wurde Schotter gelegt und darauf Kopfsteinplaster.Das Kopfsteinpflaster schwimmt praktisch auf der Asphaltdecke. Durch diese Kompination kann das Regenwasser nicht in den Boden versickern und zieht in das Fundament unseres Hauses. Unser Haus ist ca. 400 Jahre alt und hat ein Fundament aus Schiefersteinen ca. 80 cm dick. Im Keller befindet sich ein zugeschütteter Brunnen. Der Boden ist gestampfter Lehmboden. Somit ist schon eine gewisse Grundfeuchtigkeit gegeben. Diese Feuchtigkeit hat sich durch die Straße verstärkt. Da jetzt die Straße an der Seite des Hauses ebenfalls ausgebaut wird (anscheinend etwas besser) stellt sich uns die Frage in wie fern eine Isolierung von ca. 50-60 cm (Höhe der Auskofferung der Straße)am Fundament möglich bzw. nützlich wäre, um so das Oberflächenwasser vom Haus fern zu halten. Und mit welchen Materialien es am sinnvollsten wäre. Eine Anfrage verschiedener Bauunternehmen ergabe auch verschiedene Aussagen. Nun wissen wir garnicht mehr was richtig und GUT für das Haus ist.
Wir würden uns über Ihre Hilfe sehr freuen.
S. Dechent



ruhig blut



Guten Tag

Bitte kurz mal überlegen.
Das Wasser geht durch die Fugen vom Pflaster und steht dann auf dem Asphalt. Dann drückt es waagerecht gegen die Hausmauer.
Mein Vorschlag: Eine oder zwei Reihen Kopfsteinpflaster am Haus entfernen. Dann Bitumenanstrich bis Oberkante Pflaster, falls in diesem Bereich die Wand bröselig ist, vorher Putz aufbringen und trocknen lassen, dann Bitumen.
Evt. beraten lassen ob Bitumenanstrich oder andere Sachen, z.B. Teerpappe oder Dichtungsanstrich auf anderer Basis möglich ist. (ich bin zwar Maurer und Bautechniker, aber deswegen kenne ich auch nicht jedes Produkt auf dem Bau).

Noch Fragen ?

gruß

Ulrich



p s



dann Pflastersteine wieder reinsetzen,
beim Anstrich oder beim Isolieren auf die Dicke des Materials achten.
Die Pflastersteine sollen auch wieder reinpassen.



Folgeprobleme



Hallo,

diese Problematik hatten wir schon häufiger angesprochen. Leider sind wir inshesamt bei der juristischen Bewertung noch nicht entscheidend weitergekommen.

Verweise aus Zeitgründen erst einmal auf den Beitrag # 23949 - Langzeitschäden ....

Bis bald

Bernd





Hallo Herr Fröhlich,

bis hier über den Rechtsweg irgendetwas bewegt
ist wahrscheinlich das Haus "weggeschwommen" oder den Eigentümer hat der Infarkt nach Erhalt der Anwaltsrechnung ereilt. Deshalb meine Meinung:
Nicht lang fragen oder klagen.
Ich würde das in Eigenleistung selbst machen und fertig.


gruß

ulrich



theorie und praxis



Hallo Herr Fröhlich,

bis sich hier über den Rechtsweg irgendetwas bewegt
ist wahrscheinlich das Haus "weggeschwommen" oder den Eigentümer hat der Infarkt nach Erhalt der Anwaltsrechnung ereilt. Deshalb meine Meinung:
Nicht lang fragen oder klagen.
Ich würde das in Eigenleistung selbst machen und fertig.


gruß

ulrich



Juristerei & Co.



Hallo miteinander,

man kann natürlich das eine tun, ohne das andewre zu lassen. Wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe, wird jetzt auch noch eine zweite Straße ausgebaut. Hier gibt es zumindest die Möglichkeit des Einspruchs, wenn Straßenbaumaßnahmen die (Nachbar-) Rechte verletzen.

In der Vergangenheit wurde häufig über solche Sachen hinweg gesehen, weil sich keiner um die Folgeschäden kümmerte, oder sich die Schäden nicht ausmalen konnte.

Mit dem Erfolg, daß nun auch mögliche Schadensersatzansprüche verjährt sind.

Und wenn Holzbauteile im Gefährdungsbereich liegen, wird es richtig problematisch. Mit abdichtenden Materialien erreicht man dann genau das Gegenteil. Entschuldigung, aber das sind ohne genaue Objekt-Kenntnis erst einmal kontra-produktive Vorschläge.

Soll denn immer alles nach dem Motto laufen: "Immer schön leise sein beim Hilfeschreien" und unfähige oder willkürliche Behörden weiter wurschteln lassen??????

Etwas nachdenklich

Bernd



xxx



Hallo Herr Fröhlich,

prinzipiell gebe ich ihnen recht.

1. Die "Soforthilfe" verhindert ja nicht eine Klage/Bescherde o.ä.
2. Bei meinen Angaben bin ich von einem Steinsockel ausgegangen. Sollte etwa eine Schwelle unter der Oberkante Pflastersteine liegen, so würde das ganze wirklich problematisch.

Gruß

Ulrich



Erledigt ! Danke !!!!



Vielen Danke für Eure Unterstützung.

Wir haben die Straße geöffnet, die Bruchsteine gereinigt und von einem Bauunternehmen Putz und Bitumanstrich aufbringen lassen. Eine Noppenfolie davor gestellt und das Pflaster neu verlegt.

Das Resultat ist sehr überzeugend. Die nassen Wände sind innerhalb von nur 2 Monaten getrocknet. Die Feuchtigkeit im Keller hat sich auf ein normales Maß reguliert. Also ein voller Erfolg. Bei dem Ausbau der zweiten Straße wurde von uns die gleiche Maßnahme durchgeführt.

Rechtsstreit überflüssig, man hat doch keine Chance.

Gruß
s. Dechent