Unebenes Fundament trockenzulegen

09.10.2011



Guten Tag,

wir sind dabei unser Einfamilienhaus trockenzulegen und wärmezudämmen, Lastfall aufstauendes Sickerwasser.

Nachdem wir eine Wand freigelegt haben, stellten wir fest, dass das Fundament sehr uneben ist. Unebenheiten bis ca. 10 cm.
Dazu muss man noch hinzufügen, dass das Fundament nachträglich vom Vorbesitzer erbaut wurde und aus zwei Teilen besteht.
Der untere Teil ist ca. 25 cm hoch, aus Beton und wasserundurchlässig.
Der obere Teil ist etwa 60 cm hoch, aus Mauerwerk und wasserdurchlässig.

Wir müssen die Fundamentfläche egalisieren, damit wir die Bitumendichtbeschichtung auftragen und anschließend Styrodurplatten anbringen können.
Wenn wir die Fundamentfläche mit Zementmörtel egalisieren, besteht die Möglichkeit, dass Feuchtigkeit von unten bis zum oberen Teil des Fundamentes durchdringt.
Das Gleiche gilt auch für Betonvorsatzschale.

Ich bitte Sie um Rat, wie man in diesem Fall vorgehen sollte.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
J.Schlächter



Fundament



Warum wollen Sie ein Fundament trockenlegen?
Das ergibt keinen Sinn, gefährdet aber die Standsicherheit ihres Hauses.

Viele Grüße





Hallo,

in solchen Fällen betonieren wir eine ca. 10cm dicke Betonschale davor, das geht am schnellsten und wird meist auch am kostengünstigsten.

Beim Lastfall aufstauendes Sickerwasser führt bei der nachträglichen Abdichtung kein Weg an einer Dränage vorbei.

Aber wie Herr Böttcher schon sagt, beim Fundament ist das recht Sinnfrei.

Grüße
Oliver Struve

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Hier die Betonage.
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… die Abdichtung

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… und der Prerimeterdämmung

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Kaum zu glauben welcher Unsinn gemacht wird



Glaubt jemand, dass die Feuchte nur von außen kommt?
Es wird weiter von unten und von hinten feucht - was soll dies also?
Eine Wärmedämmung in der Erde wird doch genauso kalt wie das anliegende Erdreich, oder glaubt jemand, dass dies das Fundament erwärmt?
Vor solchen unsinnigen Arbeiten kann man nur abraten!





Na hier in diesem Beispiel kam die Feuchtigkeit nur von außen.
Die Garage hinter den so abgedichteten Wänden ist jetzt, zwei Jahre später trocken.

Der Lastfall
Bodenfeuchte ist nun mal der, der an jedem Bauwerk anliegt.

Grüße
Oliver Struve





Guten Abend.

Vielen Dank für die Antworten.

@ Georg Böttcher
Ich habe mich nicht ganz klar ausgedrückt. Das Fundament stellt auch gleichzeitig die Kellerwand dar.
Der Vorbesitzer hat den Keller sozusagen tiefergelegt. Dafür hat er ca. 80 cm Boden abgetragen und stückweise neues Fundament hergestellt. Genaueres sieht man auf dem Bild.
Als wir das Haus übernommen haben, gab es sogar keine Bodenplatte, die haben wir aus 11 cm bewährtem WU-Beton gemacht.

@ BAUST Bau& Sanierung Struve
Wir haben schweren Lehmboden, absolut feucht. Ich fürchte, dass die Feuchtigkeit zwischen Betonvorsatzschale und Fundament nach oben durchdringt und möchte das irgendwie vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
J. Schlächter





"Wir haben schweren Lehmboden, absolut feucht."


Und genau der muss halt raus wenn eine Dränage
eingebaut wird.

Wenn dann die Dränage auch funktioniert wird kein Wasser mehr zwischen Wand und Betonschale gelangen weil es bevor es dahin kommt von der Dränung bereits abtransportiert wurde.


Grüße
Oliver Struve



Vorsicht, die Drainanlage ist bei Wasseranfall auch voll und verteilt ums Haus



Oder glaubt jemand, dass das Wasser nur abgeleitet wird ?
Wie viel Wasser dringt denn ein?





Guten Abend.

@ Oliver Struve
Drainage ist auch geplant. Aber da wir das Fundament nicht untergraben möchten, wird sie auf Nivau der Unterkante des Fundamentes verlegt. Deswegen bleibt der Boden unter dem Fundament feucht.

@ Bromm Edmund
Der Boden unter dem Haus ist sowieso feucht. Die Drainage ist nur für den Fall vorgesehen, dass bei starkem Regen das Schichtwasserniveau ansteigt, da die Bodenplatte und das Fundament konstruktionsbedingt fast unmöglich von unten 100% abzudichten sind.

Unser Problem ist, dass von unten durch die Egalisierungsschicht oder zwischen der Egalisierungsschicht und dem Fundament Feuchtigkeit bis zum Mauerwerk ansteigt.
Gibt es eine erprobte Möglichkeit das zu vermeiden?

Mit freundlichen Grüßen
J. Schlächter



Fundament



Ja, die gibt es- mineralische Dichtschlämmen.
Damit können Sie sie senkrechten Wandflächen gegen Bodenfeuchte und kurzzeitig aufstauendem Wasser abdichten. Eine Dränung würde ich bei diesem Lastfall auch vorsehen, allerdings fachgerecht geplant und eingebaut.
Das können Sie als Laie nicht!
Wenn Sie es doch versuchen, kann das eintreten was Edmund Bromm angedeutet hat: Sie haben eine Kellerbewässerungsanlage.
Zur senkrechten Abdichtung finden Sie im Netz bei den Markenherstellern wie Deitermann, Remmers, Sto usw. sehr gute Erklärungen, Einbauanleitungen samt Hintergrundwissen und Verarbeitungsrichtlinien. Wichtig ist, sich penibel daran zu halten und im System eines Herstellers zu bleiben.

Viele Grüße



Evtl. ist auch das hier eine Alternative



fürs Abdichten. Das ganze dann sogar ohne Beton und Deitermannplempe.

www.dernoton.de

Gruß
Achim





Das mag ja alles Öko sein wird beim Lastfall “Aufstauendes Sickerwasser” ohne Dränage genauso wenig wie andere Abdichtungen funktionieren.