Altes fundament

24.03.2019 Lucas



Hallo, ich bin neu hier und hätte mal eine Frage:
Ich habe ein altes Fundament unserer Gartenhütte freigelegt.
Ich bin mir nicht sicher was es genau für Steine sind(ich denke mal Sandsteine?), nun möchten wir dieses sanieren. Aber wir wissen ehrlich gesagt nicht wie. Die Steine sind alle unterschiedlich groß, von ganz klein bis eben sehr groß und es sind auch ziemlich tiefe fugen, teilweise 30 cm.
Die Fugen waren nicht verputzt, es kam eigentlich nur Sand raus.
Es kommt mir vor wie eine trockenmauer.
Vor dem Fundament Steinen war vorher eine verputze mauer.
Nun ist meine Frage:
Kann ich die Fugen mit Mörtel füllen ?
Oder muss ich es komplett erneuern?

Ich kann auch gerne noch mehr Bilder reinstellen



Da darf ich doch gleich mal



auf die Schriften des Herrn Böttcher verweisen. Wenn Sie oben den Reiter "Lesestoff" anklicken, finden Sie unter pdf den Absatz "Natursteinmauerwerk" und darunter "Beispiele aus der Sanierung". Da stehen viele interessante Dinge drin, die auch Ihnen weiterhelfen sollten.
Soviel kann ich auch als Holzwurm schon mal sagen - Sandstein isses nicht :-)

VG Andreas



Vielen dank für die antwort



Ich habe mir den empfohlen Text durchgelesen,er ist auf jeden Fall sehr interessant. Vielen Dank für den Tipp. Doch leider habe ich für mein Problem keine richtige Lösung darin finden können.
Wenn es kein sandstein ist dann ist es ja bestimmt bruchstein,oder?
Kann ich die Fugen/Hohlräume einfach mit geeigneten Mörtel ausfüllen ?
Ich hab wirklich keine Ahnung was ich machen soll...



Ziegel



sieht man eigentlich eindeutig ;-)

Gruß



Bruchsteinwände



sind meiner Erfahrung nach fast immer unvermörtelt, wenn sie nachträglich eingefüllt wurden, sich also unter der Grasnarbe befinden. Und so wie ich das anhand der Bilder einschätze, war das auch der Fall, bis sie jetzt durch Sie freigelegt wurden :-)
Meine Scheune steht allerdings auch auf Bruchsteinpfeilern, bei denen die Zwischenräume verfugt wurden. Ich würde sagen, da wurde ein stinknormaler Zementputz verwendet, Tiefbauer würden vermutlich raten, daß man hier Trasszement verwenden sollte, falls man vorhat, die Fugen tatsächlich zu vermörteln.

Ich bin weder Maurer noch Putzer, aber meiner Einschätzung nach können Sie bei einer Gartenhütte nix falsch machen, wenn Sie die Fugen verputzen. Ob die Fugen dann dauerhaft halten oder nach Jahren aufgrund des Drucks von oben wegplatzen, läßt sich kaum einschätzen. Wäre Ihr Projekt ein Wohnhaus mit zwei Vollgeschossen, sähe die Sache sicher anders aus.

Mehr kann ich zu dem Thema nicht sagen, ohne mich vollends aus dem Fenster zu lehnen :-)

VG Andreas



Gesamtsituation



zuerst ist mir die Gesamtsituation nicht erkenntlich. Was sind das da links noch für Mauern (reste?)? Was heißt: "Vor dem Fundament Steinen war vorher eine verputze mauer. " ? Ein Foto von etwas weiter weg, welches die Mauer in Gänze zeigt wäre hilfreich. Und ist das eine Kellertreppe, wo die Leiter drin steht?



Danke für die antworten



Welchen Mörtel sollte ich nehmen?
NHL oder Trass?

Die Mauer links kommt noch weg und ja es ist ein Eingang zum Keller, diet befindet sich aber nicht hinter der genannten Wand.
Vorher war ein altes,gemauertes Wasserbecken vor der Wand,welches ich abgerissen habe.



Mörtel



stinknormalen Kalk-Zement oder Zementmörtel. Übrigens scheint es sich nicht um das Fundament zu handeln, denn das ist im Erdreich, sondern um den Sockelbereich. Da wäre das angrenzende Außengelände so zu gestalten, dass die Spritzwasserbelastung gering gehalten wird, also groben Kies o.ä.



Verfüllen?



Ok danke
Kann ich die tiefen löcher/Hohlräume/ Fugen einfach mit Mörtel füllen oder wie muss ich da rangehen ?
Teilweise passt da meine ganze Faust rein und die Löcher sind sogar bis 30 cm tief



Auszwickeln



ist hier das Zauberwort. Große Hohlräume mit Mörtel auswerfen und anschließend Steine passender Größe in die vermörtelten Löcher einschlagen das der Mörtel nur so an den Seiten rausquillt, überschüssiges Material abnehmen und Fugen glattstreichen. Wenn Du im Mauern keine Erfahrung hast, laß es Dir mal von jemandem zeigen, das kann man schlecht mit Worten beschreiben. Tiefe Fugen mit dem Fugeisen verdrücken, dazu ein Reibebrett mit einem Mörtelklecks drauf waagerecht vor die Fuge halten und die Möpse mit dem Fugeisen reinschieben. Immer kleine Menge nehmen und so tief wie möglich reinschieben, dann die nächste Lage, evtl. Ziegelstreifen oder Rest von Biberschwänzen mit rein, habe auch schon Naturschieferplatten genommen.



Nun ist alles frei



Dennoch liegen mir einige fragen auf dem Herzen
1. ich bin mir ziemlich sicher das es Sandstein ist , die Steine sind super sandig wenn man daran kratzt oder sie kaputtmacht
2.
welcher Mörtel?
3. reicht einfaches vermörteln oder muss ich einige andere Dinge machen bzw. beachten?