Steinmetz im Raum Lübeck/Grevesmühlen/Gadebusch gesucht

29.05.2010



Hallo,
bei unserem alten Bauernhaus war es aufgrund umfangreicher Arbeiten am Fachwerk leider u.a. notwendig, das für alte Bauernhäuser typische Feldsteinfundament zu entfernen und ein neues Fundament zu setzen, welches bis zur Erdoberkante ein Zementfundament ist. Zwischen Unterkante der Fachwerkschwellen und der Oberkante des Zementfundaments wurde eine Ziegelmauer errichtet. Die Schwelle steht ca. 3 cm über der Ziegelmauer über.

Die Ziegelmauer würden wir jetzt gerne mit einer Art Bruchsteinfliese verkleiden, so daß es von außen wie ein echtes altes Feldsteinfundament aussieht. Zu diesem Zweck soll von Bruchsteinen (alte Feldsteine, je ca. 20-30cm Durchmesser) je eine „Scheibe“ der alten Bruchkante abgeschnitten werden, so dass eine Schnittfläche entsteht, auf einer Seite jedoch die „alte“ Bruchfläche sichtbar bleibt. Diese Bruchsteinfliesen sollen dann auf die Ziegelmauer aufgebracht und glatt verfugt werden. Für die Fundamentkanten sollen „Winkelbruchsteine“ gefertigt und verlegt werden, so daß es auch an den Ecken so aussieht, als ob das Fundament aus ganzen Bruchsteinen bestünde.

Hierfür suchen wir jetzt einen Steinmetz im Raum Lübeck/Grevesmühlen/Gadebusch, der die Schneidearbeiten an den Feldsteinen und das Aufbringen der Bruchsteinfliesen auf die Ziegelmauer ausführt. Hat jemand vielleicht eine Empfehlung?

Vielen Dank schon einmal im Voraus!



Fundament



Anscheinend müsst Ihr zu viel Geld oder Mitleid mit der armen Steinmetzzunft haben.
Denkt mal darüber nach, was das Schneiden von solidem schwedischen Granit kosten wird.
Was kommt als Ergebnis heraus:
Ein (nicht billiges) Imitat, das auch noch die Haltbarkeit der Grundschwelle erheblich verschlechtert und wahrscheinlich nach ein paar Jahren von vom Sockel herunterfriert.
Was ist so schlimm an einem Klinkerfundament?

Viele Grüße





Das die Anfertigung der "Bruchsteinfliesen" nicht bllig werden dürfte, ist uns (leider) klar.

Das Klinkerfundament muß aber zumindest optisch "verschwinden", da es überhaupt nicht zu unserem Bauernhaus paßt und wirklich fürchterlich aussieht.

Hat jemand einen Tip, wer die Arbeiten ausführer könnte?

Gruß+schönen Abend!



Buchsteinfliesen



Es gibt einen Unterschied zwischen "nicht billig" und "teuer".
Den würdet Ihr merken, wenn Ihr jemanden für diese Arbeit findet (was ich nicht glaube).
Warum:
Die handelsüblichen Kreissägen zur Steinbearbeitung sind nicht für kleine, rundliche Steine ausgelegt, was die Arretierung betrifft.
Dann wird wohl nur jeder dritte oder vierte Schnitt erfolgreich sein, Risse und innere Sprünge werden das Material brechen lassen.
Um eine einigermaßen glaubhafte Oberfläche hinzukriegen, muß man etwa 30-50% mehr Material zuschneiden als flächenmäßig gebraucht wird, da beim Einsetzen noch mal Bruch entsteht und ein einigermaßen glaubhaftes Fugenbild entstehen soll. Dann ist die Befestigung ein Problem. rundliche, herausstehende Oberflächen kann man nicht so einfach wie Fliesen im Dünnbett aufkleben, sie müssen verankert werden.
Über die zu erwartenden Schäden an der Grundschwelle durch den jetzt vorstehenden Sockel und Frostabsprengungen habe schon geschrieben, anscheinend ist das für Euch wohl kein Argument.

Viele Grüße





Feuchtigkeit ist immer ein Thema. Die Außenkante der Schwelle steht derzeit über der des Ziegelsockels über (liegt also weiter außen), so daß nach dem Aufbringen der Bruchsteine Außenkante des Sockels und der Schwelle bündig abschließen könnten (siehe auch meine Anfrage). Dies sollte doch grds. funktionieren, oder?

Grüße...



Sockelfliesen



Mit dem Mörtel und den Steinen kommen Sie schnell auf 4-5 cm.
Ich glaube nicht, das der Sockel so weit unterschneidet.
Zur eigentlichen Frage:
Warum nehmen Sie nicht einfach die gelben Seiten oder das örtliche Telefonbuch, rufen mal die Steinmetzbetriebe in Ihrer Gegend an und stellen denen Ihr Projekt vor?

Viele Grüße





Hallo,

da war wohl der erste Schritt einer in die falsche Richtung.
Ich würde mir überlegen, ob es nicht einfacher ist den Klinkersockel abschnittsweise wieder wegzuhauen und ihn durch die ja vorhandenen Bruchsteine neu zu erstellen.
Günstiger wird das alle mal.

Grüße aus Schönebeck





Hallo, mit den Gelben Seiten ist das so eine Sache. An der Erstellung eines Bruchsteinfundaments hat sich schon einmal eine angeblich versierte Firma (Gelbe Seiten) versucht (Namen nenne ich lieber nicht). Diese hat sodann Granitpflastersteine (in Würfelform) genommen und das Fachwerk damit unterfangen, so daß das Feldsteinfundament unseres Bauernhauses wie eine senkrechte Pflasterstraße mit Kreuzfugen aussah. Schrecklich. Außerdem hat der Mörtel dieses Granitpflasterfundaments nicht gehalten. Wir mußten dieses komplett entfernen lassen. Zu diesem Zeipunkt waren die anderen Arbeiten aber bereits soweit fortgeschritten und der Winter stand unmittelbar vor der Tür, so daß ein Fundament schnell unter die Schwelle mußte. In der Not hat dann ein anderer Maurer das beschriebene Ziegelfundament gesetzt. Von den Gelben Seiten bin ich daher geheilt. Dies kann gut gehen, aber auch viel Ärger verursachen (wie leider bei uns).

Wir versuchen daher, nur noch auf Empfehlung zu beauftragen. Dies ist aufwendig, klappte aber bislang immer was die Qualität der Arbeit anging etc. (zum Glück!). Da die Leute hier im Forum alte Fachwerkhäuser wie wir schätzen habe ich die Anfrage hier gepostet.

Falls niemand einen Steinmetz empfehlen kann, müssen wir die Gelben Seiten fragen. Gerne würde ich dies nicht tun......

Grüße

PS: An Unterfangen haben wir auch schon gedacht, uns aber dagegen entschieden. Problem: Unsere Fußbodenoberkante liegt unter der Unterkante der Schwelle. Innendämmung ist aufgebracht Die Bruchsteine dürften daher maximal so tief wie die Schwelle sein (14 bzw. 18 cm) sonst würden diese in die Innendämmung oder sogar in den Raum ragen.





Dann sollten Sie darüber nachdenken den Sockel nur zu verputzen.
Mit einer entsprechenden Farbgestaltung ist auch einiges möglich.

Existieren den Fotos vom Haus?

Grüße aus Schönebeck





Hallo Herr Struve, ich sehe im Geiste auch schon den verputzten Sockel, wenn die Bruchstein"verkleidung" aus technischen oder finanziellen Gründen nicht funktionieren sollte.

Eine Foto sende ich Ihnen an Ihr private Emailadresse (soll nicht im Internet veröffentlicht werden).

Grüße



Bruchsteinsockel



Hallo Martine,
haben Sie es einmal bei Steinmetzbetrieben versucht?
Das sind Firmen, die z.B. auch Grabsteine herstellen.

Viele Grüße



Könnte das...



...ihren Vorstellungen entsprechen?
Ich helfe Ihnen gern mit weiter, da ich deutschlandweit mit dieser Plattform arbeite und auch gute Handwerker so noch kenne.
Planerische Unterstützung?
Wie sieht es da aus?
Wir sollten vielleicht weiter kommunizieren.

Nettes WE noch,
Udo





Hallo Martine,

Ich sehe nur zwei Möglichkeiten.
Entweder den Austausch des vorhandenen Sockel gegen Natursteine.
Diese sollten aber nicht über das Schwell vorstehen. Das hieße sie müssten vorher behauen oder geschnitten werden.
Das dürfte recht kostspielig werden.
Die zweite Möglichkeit währe der schon erwähnte Verputz.
Dieser kann auch als Bossenputz ausgeführt werden und dürfe um einiges günstiger sein.

Weniger ist oft auch mehr.

Ergooglen Sie sich mal ein paar Bilder.

Grüße aus Schönebeck





Hallo,

für die vielen konstruktiven Ratschläge bedanke ich mich ganz herzlich!

Herr Mühle: Ja, dies entspricht dem Grunde nach unseren Vorstellungen; allerdings müßten Sockel und Schwelle bei uns bündig abschließen. Ich werde mich Anfang nächster Woche mal bei Ihnen melden. Wenn Sie einen Handwerker empfehlen könnten, wäre dies super.

Ich wünsche allen noch ein schönes Restwochenende und werde berichten, wie die Angelegenheit "ausgegangen" ist.

Gruß!



@ Martine



Ich dachte es mir schon, dass das so aussehen sollte.
Und ob weiter innen oder weiter außen, dass ist dann nur eine Frage der Errichtung.
Bin erreichbar bestenfalls unter: 0160-7226041.
Ab 20°° dann auch unter 035936-45398

Na dann....

Schönen Wochenbeginn