Haus Bj. 1910 hat kein Fundament. Ist das schlimm? Geht verkieseln?

27.07.2007



Hallo,


haben gerade festgestellt, dass unser Haus kein Fundament hat und einfach so auf Sand steht, bzw. die Mauer steht auf einer Schicht Mauersteine, die nach innen 8cm breiter sind als die Hauswand. Daunter ist Sand, Grundwasserspiegel >20Meter.


Ist das schlimm? Muss da jetzt ein Fundament rein?


Vielleicht eine doofe Frage, aber ich bin gerade ein wenig panisch und habe ein wenig Angst vor den ganzen Kosten.

Unser Architekt ist natürlich gerade dieses Wochenende nicht erreichbar und ich würde mich über alle Antworten oder Links zu Fundamenten und deren Haltbarkeit usw. sehr sehr freuen. Beim Suchen im Inet und hier bin ich noch nicht wirklich fündig geworden.


Wieso müssen immer soviele Überaschungen auftauchen?


Da wir auch Feuchte Wände haben ist doch verkieseln sinnlos, oder? Unter der Kehle sind ja nur noch zwei Lagen Steine und dann schon Sand.


Wäre es sinnvoll 50qm Kellerbetonboden auszustemmen, dann unter das Fundament Stück für Stück Löcher zu buddeln Beton reinzugiesen und den Boden komplett neu aufzubauen? Vor allem mit einer Sperrschicht gegen Feuchtigkeit?
Wieviel mag das wohl Kosten??? Kann man da ca. Werte angeben, was der Aufbau eines Kellerbodens je qm kostet? Dazu dann noch Abbruch usw.
Hintergrund: Der Keller soll Wohnraum werden, deswegen der Aufwand.

Mannomann ...



ja früher war alles anders



Die Alten haben eigentlich immer ihre Häuser auf den gewachsenen Boden gebaut, ohne Beton und siehe da es steht trotzdem. Also keine Panik, bei mir stehen die Wirtschaftsgebäude seit 200 Jahren und wenn man den Boden unter den letzten Ziegeln in Ruhe lässt stehen sie nochmal
solange.
m b G
Uwe Zipfel



Eine Nachfundamentierung



dürfte nach meiner unmaßgeblichen Meinung ebensowenig Sinn machen, wie jegliche Maßnahmen gegen "aufsteigende Feuchte". Was an Regen ankommt, kann im sandigen Baugrund wohl problemlos versickern.

Und die Feuchte in der Wand dürfte bestimmt ganz andere Ursachen haben. Mal nach "aufsteigender Feuchte" suchen, dann kommt man schnell drauf, daß es diese im Mauerwerk mangels durchgehender Kapillarität nicht geben kann und insofern alle Gegenmaßnahmen wie Mauersäge + Isolierschichteinbau, Bohrlochinjizieren, Osmoserei und was es sonst noch an Wunderdingen geben mag, für die Katz sind.

Viel Spaß beim Sparen!

Konrad Fischer



Hausfundament



Lieber Stefan,
was soll die Panik?
Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit.
Wenn das Haus schon fast 100 Jahre so steht, wird es auch weitere 100 Jahre und länger stehen.
Probleme gibt es nur, wenn an der Konstruktion (z.B. durch Aufstockung) grundlegende Änderungen erfolgen.

Viele Grüße
Georg