Bruchsandsteinfundament abdichten und drainieren

04.09.2005



Hallo,

ich bin auf der Suche nach geeigneten Materialien für die vertikale Abdichtung (im Erdreich) eines Fundaments aus Bruchsandstein. Ferner habe ich vor eine Ringdrainage um das Haus zu legen, da der Grundwasserspiegel teilweise über den untersten Steinen des Fundaments liegt (habe ich beim Freilegen des Fundaments feststellen müssen). In einem Beitrag habe ich was von Dernoton gelesen. Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht ? Verträgt sich das System mit einer Drainage ? Falls ja, wo muss die Drainage örtlich verlegt werden (unter Dernotonschicht, vor die Dernotonschicht). Vielleicht hat ja jemand in der Community schon ähnliche Probleme lösen müssen.

Grüße aus mittelfranken



Drainage im Grundwasser???



Hallo Markus,

zunächst mal gibt es zu sagen das eine Drainage im Grundwasserbereich kaum auszuführen ist. Da das Drainagewasser nach DIN 1986 keinesfalls ins öffentliche Netz eingeleitet werden darf und eine Versickerung kaum möglich sein dürfte macht eine Drainage hier keinen Sinn. Selbst wenn Du das Wasser verbotener weise in den Kanal einleiten würdest, oder eine wirkungsvolle versickerung zu Stande krigst kommt das einer Partiellen Grundwasserabsenkung gleich welche erhebliche Schäden an umliegenden Gebäuden hervorgerufen durch Bodensetzungen nach sich ziehen kann. Es bleibt also nur die Ausbildung einer Wanne welche bei einem bestehenden Bruchsteinkeller allerdings schwierig sein dürfte.

Nun zu Dernoton. Habe mich für meinen eigenen Bruchsetinkeller für Abdichtung mit Dernoton interessiert. Bei uns liegt allerdings nur starke Bodenfeuchte vor. Das Material kostet je nach Frachtanteil zwischen 85,- und 110,- Euro pro Tonne. Mit einer Tonne bekommst du etwa 2 bis 2,5m² abdichtung hin. Das ist für meine Verhältnisse viel zu teuer auch wenn ich das Material und seine Eigenschaften genial finde.

Für den Preis und vor allem bei teilweise anstehendem Grundwasser würde ich aus 12,5er Kalksandsteinen auf einem kleinen Hilfsfundament eine Schutzwand vor dem Bruchsteinkeller erstellen und diese dan mit Bitumenschweißbahnen abdichten. Oder halt mit einem feuchten Keller leben wenn dieser nach oben durch aufsteigende Feuchte keinen weiteren Schaden anrichtet.

Gruß

Steffen



Bruchsandsteinfundament abdichten und drainieren



Hallo Steffen,

scheinbar hatte ich zu einem ungünstigen Zeitpunkt aufgegraben ( Zeit, wo u.a. auch in Südbayern, die vielen Überschwemmungen waren ). Seit ca. 3 - 4 Tagen ist das Loch nun relativ trocken. Somit denke ich, wäre eine Drainage schon denkbar, wenn ich das Wasser in eine Sickergrube leite, die mit einem Überlauf an das öffentliche Kanalsystem angeschlossen ist. Du hast geschrieben über Schäden an Bauwerken wegen der Grundwasserabsenkung; kann davon mein Haus auch Schaden nehmen, das ich ja eigentlich drainieren will ?
Bzgl. der Lösung mit dem Vormauern von Kalksandsteinen habe ich noch eine Frage: Womit hast Du den Zwischenraum zu der bestehenden Bruchsandsteinwand ausgefüllt ? Mit Mörtel, Kies, ... ?

Gruß
Markus



Bitte das Fundament nicht freilegen und auch nicht mit einer Drainanlage unter Wasser setzen!



Warum das Wasser erst einleiten um dann dafür zu sorgen, dass es abläuft?
Lassen Sie doch das Fundament feucht!
Es fault nicht und wird auch nicht zerstört.



Fundament feucht lassen



Generell bin ich für jeden Tipp dankbar. Aber es ist schwer als Laie zu verstehen, dass Feuchtigkeit dem Sandstein nichts ausmacht, ich aber einige Sandsteine im Garten z.B. beim Beetanlegen schon ausgegraben habe, die dann richtig zerbröselt sind. Teile des Fundaments waren als ich ca. einen Meter freilegte so weich, dass man mit den Fingernägeln den Stein zerreiben konnte. Ich habe eben nur Angst, dass in einigen Jahren diese vielleicht schlechten Sandsteine zerbröselt sind, und das Haus Risse bekommt, und ggfs. sogar einstürzen könnte.



Genau diese Angst brauchen Sie nicht zu haben!



Es gibt jedoch viele Menschen die genau diese Unsicherheit ausnutzen.
Wenn Natursteine im Wasser stehen gehen diese (fast) nicht kaputt.
Das "fast" meine ich, ist die natürliche Abwitterung.
Hierbei spielen Frost,-und Salzschäden eine Rolle.
Wenn jedoch wie bei Ihnen die Fundamente im Erdreich sind, lassen Sie diese ungestört.