Altes Häuschen, neue Terrasse ... viele Fragen.

16.02.2012



Hallo zusammen,

ich will nun, wenn es wieder wärmer wird, mit dem Bau meiner Terrasse beginnen.

Die Rückseite vom Haus habe ich nach Abriss der alten Terrasse und dem entsorgen von knapp 20t Bauschutt
der letzten 100 Jahre unterhalb der alten Terrasse, halbwegs eingeebnet mit leichtem Gefälle vom Haus weg.
Der Boden ist größtenteils aus festem Lehm und nun komplett müllfrei.

Die neue Terrasse soll über die komplette Rückseite des Hauses gehen und knapp 40-50cm über dem jetzigen
Bodenniveau liegen. Aus diesem Grund brauche ich eine Mauer als Terrasseneinfassung.

Ich habe mir gedacht, ein 80cm tiefes und 30-40 cm breites Fundament zu erstellen und hierfür einen Graben über die
gesamte Länge auszuheben. Diese 80cm würde ich dann mit 30-40cm Schotter lagenweise füllen und verdichten und
darauf ein Betonfundemant bis an die Oberkannte betonieren. Kann ich diese Fundamentlänge von knapp 14m in einem Stück
herstellen oder muß ich irgendwo Dehnungsfugen einbauen? Muß das Fundament bewehrt werden? Ich denke schon.

Auf das Fundament soll dann eine Mauer aus EHL Beton-Mauerblöcken mit den Maußen B50*H15*T25 (also drei Reihen).
Die Terasse wird dann von unten nach oben wie folgt aufgebaut: Lehmboden verdichtet mit Gefälle vom Haus weg,
30cm Schotter 0/32 lagenweise verdichtet, 8-10 Splitt mit Gefälle abgezogen und darauf 5-7cm Betonplatten
(halbwegs gut aussehende ;)).

Spricht irgendwas gegen diese Aufbau? Was mache ich mit der inneren Rückseite der Terrasseneinfassung im Bezug auf
Abdichtung? Muss hier zwingend eine Drainage verlegt werden und wenn ja, wie führe ich die durch Fundament auf die
Rasenseite und wie tief lege ich Sie? In den Schotter des Terrassenaufbaus auf den Lehmboden oder nach Fertigstellung
des Fundamentes die Rückseite des Fundamentes dieses wieder ein Stück tiefer aufgraben und die Drainage dahineinlegen?

Ich hätte in ca 2m Entfernung mittig zur Terrasseneinfassung auf der Rasenseite einen Sickerschacht
der Grundstücksmauer mit 3m Tiefe. Hieran könnte ich eine Drainge evtl. anschließen.

Oder reicht es eine Noppenfolie vorzustellen, wenn ich genung Gefälle und kleine Plattenfugen habe? Oder soll ich
vielleicht kleine Spalte in den senkrechten Stoßfugen beim mauern einplanen, durch dir Feuchtigkeit nach draußen kann?

Nach rechts und links ist die Terrasse ebenfalls durch Mauer zu den Nachbargrundstücken eingefasst.
Sie geht also über die komplette Grundstücksbreite.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps zu meiner Planung geben.

Danke euch vielmals
Sascha



Eigentlich ist diese Frage an Tiefbauer gerichtet.



Zum Fundament:

14 m betonieren ist kein Problem, Dehnungsfugen nicht notwendig, da sich das Fundament in jede Richtung bewegen kann.
Bewehrung ist auch nicht unbedingt notwendig - wenn es zur späteren Hausverbreiterung genutzt werden soll, dann ja ;-)

Beim Aufbau der Terrasse sehe ich keine Bedenken, Drainage am Haus nicht notwendig, da Gefälle vom Haus weg.
Drainage vor der Mauer in ca. 50cm Tiefe, abgedeckt mit grobem Kies empfehlenswert.

Viele Grüße, Gerhard



Drainage



Hi Gerhard,

dann habe ich ja soweit alles richtig geplant ;) Gut zu lesen.
Du schreibst, die Drainage in 50cm Tiefe. Ausgehend von Oberkannte der Terrasse? Das wäre dann knapp unter der Oberkante des Fundamentes.

Ich würde also erstmal den Graben fürst Fundament herstellen und dieses betonieren. Wenn das fertig ist wieder ein paar Zentimeter tiefer auf der Rückseite des Fundaments ausheben und darin die Drainage in Kies betten.

Oder meinst du 50cm ab Oberkante des Fundament? Also knapp 90-100 unter Oberkannte Terrasse?

Soll ich vielleicht gleich beim Herstellen des Fundaments irgenwo ein HT-Rohr durchs Fundament führen und die Drainage da durchführen? Dann könnt ich den Abfluss an den bereits vorhanden Sickerschacht anschließen.

Gruß
Sascha



Hallo Sascha,



Tiefe der Drainage ca. 50 cm ab OK Fundament, kannst aber auch auf Höhe UK Fundament legen, HAT-Rohranschluß dann in den Sickerschacht.

Viele Grüße, Gerhard