Sanierung eines alten Fundamentes

17.07.2003



Wir haben vor kurzem ein altes Bauernhaus in Südfrankreich geerbt. Das Haus hat eine Grundfläche von 9m x 28m. Wir haben an vielen Stellen des Hauses Feuchtigkeit, da die Mauer zum Fundament hin teilweise zerfallen sind (Mörtel ausgespült). Ich habe ein Stück Fundament freigelegt und bin am überlegen das Fundament nachträglich durch einen Betonsockel zu ersetzen. Ist das Möglich? Wie muss der Untergrund beschaffen sein? Wie lange dauert so etwas. Leider haben wir keine Ahnung und sind deshalb auf fachlich Hilfe angewiesen.





bon jour, das müsste sich wirklich ein fachmann anschauen. ein ähnliches, kleineres problem hatte ich bei meinem haus. bei einem Durchbruch durch die Grundmauer für versorgungsleitungen stellte ich fest, dass von außen wasser anstand; beim aufgraben zerbröselte die grundmauer an einigen stellen regelrecht, weil beim bei des hauses offenbar an dieser stelle von innen ordentlich gemauert, der Zwischenraum zur baugrube außen aber nur mit losen brocken aufgefüllt wurde. zu lösen war das problem nur durch einschalen von außen und ausgießen mit Beton (manchmal geht's wirklich nicht anders); das fundament für diese betonschale und die Abdichtung von außen ist jeweils eine lehmpackung.
günter flegel, wagenhausen



Betonsockel



Sehr geehrter Herr Jaletzky,
grundsätzlich ist ein nachträglicher Einbau eines Sockels möglich. Dies könnte z.B. durch eine abschnittsweise Unterfangung erfolgen.
Sie sollten aber den Tipp von Herrn Flegel aufnehmen und die Situation von einem Fachmann beurteilen lassen, da es hier um tragende Bauteile geht. Ein Unglück ist schnell passiert.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Johann Müller



Fundament



Ich vermute es handelt sich um einen sog. "mas", d.h. ein Bauernhaus ausserhalb einer Siedlung, wie es in der örtliche Sprache heisst. Was Sie machen wollen ist eine Art Unterfangung, der für diese Haustyp auch in Beton ausgeführt werden kann. Wie bereits gesagt einen örtlichen Rat suchen, und zwar bei jemandem der noch etwas von alten Häuser versteht. Fragen Sie einfach im "Tabac du coin", dort wo sich die einheimischen treffen, ob es jemanden im Ort mit dieser Materie auskennt.
m.f.g.
J.E.Hamesse