Abdichtung Fugen Holzbalken

20.06.2007



Hallo liebe Community,

nachdem ich mich über Fugenschließen sowohl zwischen Balken und Gefache schlau gemacht habe, bin ich noch auf der Suche nach Rat zum Fugenschließen zwischen Holzbalken untereinander?

Ich habe in meinem Fachwerkhaus, bestehend aus alten Eichenbalken (Fachwerk mit Ziegelsteinausfachung), größere Fugen zwischen den Balken von 1-3 cm.
Gerade an den Stellen, wo auch die Dachrinne an der Wand verläuft, macht mir das natürlich Sorgen.
Hier im Forum gelesene Möglichkeiten bestanden meist durch Ausspannung und Ausklotzen.
Welche Möglichkeiten habe ich sonst noch?
Es ist einige Male Spritzkork angesprochen worden, ohne, dass dazu Stellung genommen wurde.
Wie verhält es sich mit Spritzkork (ggf. vorher Ausstopfen mit Hanf)?
Ist dieser diffusionsoffen?
Reicht vielleicht ein Ausstopfen mit Hanf für außen ohne weitere Maßnahmen?
Ein alter Tischler meinte mal zu mir, ich könnte zum Fugenschließen auch Eichenspäne nehmen, diese mit Holzleim zu einer Paste anrühren und ebenfalls in die Fugen einfüllen?
Welche Möglichkeiten habe ich sonst noch?

Ich wäre euch für eure Hilfe sehr dankbar.

Gruß

Torsten



kein Spritzkork



Guten Tag, Spritzkork ist nicht geeignet.
Bei den von Ihnen beschriebenen großen Fugen stellt sich die Frage, in wie weit der Verbund unter den Holzbauteilen noch besteht. Holznägel müssen bei 2-3 cm Spalt abgeschert sein ...
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Wie



Ulrich Arnold schon gesagt hat, würde ich den Verbund überprüfen.
Spritzkork ist ähnlich wie Silicon ungeeignet.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Fugen



Hallo,

vielen Dank für die Hinweise.
Warum gibt es dann eigentlich Spritzkork?

Macht es Sinn, kleinere Fugen mit Spopfhanf zu füllen oder darf dieser nicht direkt mit dem "Außenklima" in Verbindung kommen, verfault vielleicht etc?
Den Verbund werde ich durch einen Statiker überprüfen lassen.

Gruß
Torsten



Spritzkork



eignet sich ganz gut um Anschlußfugen an Holzbauteilen im Gebäudeinneren dauerelastisch zu schließen (z. B. Randfugen vom Dielenbelag an Innenwänden, wenn keine Fußleiste vorgesehen ist - das Einsatzgebiet wo ich es zuletzt habe verwenden lassen).
Wasser und Holz im Außenbereich wird immer nur dann fies, wenn die die eingedrungene Feuchtigkeit nicht mehr schnell genug heraus kann. Das ist bei sehr schmalen Fugen, sogenannten Messerfugen der Fall. Ich würde auch generell die schmaleren Risse eher nicht schließen wollen, sondern einfach so belassen. Hier kommt es allerdings auf Art und Ortssituation des Risses an.
Mit Hanf Fugen auszustopfen, birgt die Gefahr, dass zum einen der Hanf verrottet, zum anderen das Material über einen längeren zeitraum die Feuchtigkeit speichert, die dadurch mehr Zeit hat das Holzbauteil zu durchfeuchten.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Wie hast Du dich entschieden?



Habe deinen mittlerweile schon etwas älteren Beitrag gelesen und mich gefragt wie Du denn nun die Fugen geschlossen hast. Bei mir ist das ganze Haus aus Holz und überall gibts Fugen und keiner kann mir wirklich eine schlaue Lösung vorschlagen. Wollte zuerst auch schon mit Hanf ausstopfen und dann mit Spritzkork verschließen, jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Würde mich auf eine Antwort sehr freuen.

LG, Stefan