Spalten in Jatoba Dielenboden / Holzboden schleifen und neu ölen

14.01.2007



Wir haben einen Jatoba Dielenboden auf Lagerhölzern verschraubt. Leider haben sich zwischen den einzelen Dielen Spalten von bis zu 3 mm gebildet. Wir möchten die Spalten schließen und den Böden komplett Schleifen sowie neu ölen. Hat jemand hierzu gute Ideen bzw. Produktvorschläge? Hat jemand Erfahrungen mit Parkettfugen-Dichtmasse (z.B. berger+steidle) um hierzu Spalten in Dielenböden zu schließen? Vielen Dank für die Rückmeldungen.



Ein verschraubter Boden...



...könnte wiederaufgenommen werden. Das ist gewiss nicht der Weg des geringsten Aufwandes, aber mit Sicherheit der beste.

Wenn das nicht sein soll, ist Berger+steidle eine gute Adresse, mit den Dichtmassen habe ich aber noch nicht arbeiten müssen.

Grüße

Thomas



Liegt es am Unterbau, oder an den Befestigungsmitteln!



zwecks Fugen schließen, mal auf nebenstehendes Bild gehen...



Was kann der Unterbau dafür,



...wenn die Dielen schwinden? Oder die Schrauben? Nichts.

Wie breit und wie stark sind die Dielen?
Sind die Dielen augenblicklich geölt?

Offensichtlich sind die Dielen zu feucht eingebaut worden oder sie wurden nach dem Einbau (mit richtiger Holzfeuchte) noch einmal durch besonders hohe Luftfeuchte (Baufeuchte) aufgequollen und gestaucht. Solche Stauchungen gehen später nicht vollständig zurück.

Das Ausfugen durch Ausfräsen ist nicht weniger aufwendig als das Aufnehmen/ Neuverlegen und sollte nur dann in Betracht kommen, wenn wirklich nichts anderes geht. Da man bei einer Nut/ Federdiele nicht sehr tief Fräsen kann, somit die Leimflächen geringer werden, sollte diese Variante hier ohnehin außenvor bleiben. Ich verwende diese Art des Fugenschließens nur bei ungenuteten Dielenböden oder solchen, wo die Fugen so groß sind, daß der Nut/Federverbund nicht mehr gegeben ist.

@ Micha
Das Verschließen von Fugen in Kiefernböden mit Buchenleisten würde ich nicht unbedingt als nachahmenswert empfinden. Die Hölzer arbeiten völlig unterschiedlich, außerdem wird die viel härtere Buche im Laufe der Jahre weniger abgearbeitet als die Kiefer.

Grüße

Thomas



Soweit so gut



Hallo Thomas,
du hast natürlich recht. Bin ganz Deiner Meinung.
Allerdings ist Jatoba in Richtung Schwinden recht unsensibel.
Wahnsinns Holz. Hab es schon selbst verlegt. Man muss schon frisch geschlagenes Jatoba reinlegen um Probleme zu bekommen. Und da müsste man wirklich Pech haben, das verkauft zu bekommen.
Jatoba ist aber empfindlich, wie die meisten Hölzer auf einseitige Befeuchtung. Es kachelt, wenn es von Oben und Unten unterschiedliche Feuchtigkeit ertragen muss.



Richtig,



unterschiedliche Feuchten über und unter der Dielung sind problematisch. Wenn die Fläche dann noch lackiert ist, umso mehr.

Zu feuchtes Holz muß allerdings nicht frisch geschlagen sein; schon wenn es offen noch etwas auf der Baustelle lag und ca 12% HF hatte, dann eingebaut auf 8% heruntertrocknet, sollten sich (kleinere) Fugen bilden.

Als wahrscheinlichste Möglichkeit, woher die Baufeuchte kommen könnte, wäre ja auch der ggf. noch nicht belegreife Estrich zu nennen (falls er direkt zuvor erneuert wurde).

Grüße

Thomas