Verfugung von Kopfsteinpflaster

30.07.2009



Dieses Granitsteinpflaster hat eine Fugenverfüllung mit groben Split. Dieser Split ist ungünstig und zu gross. Bei jedem Regen werden Steinchen herausgespült. Auch beim Fegen lösen sich zu viele Steine aus den Fugen.

Kann mir jemand eine Lösung für dieses Problem schreiben? Wenn ich die Fugen neu verfülle, habe ich das Problem den alten Split vollkommen zu entfernen. Auch das macht mir Sorgen. Hat jemand Erfahrung mit so einer Situation?
Vielen Dank für Infos!



Kärcher



Hallo,

ich würde die Fugen mit einen Kärcher ausspritzen und dann Steinsand nehmen.

Mit bunten Grüßen

Gunnar



Ist Steinsand optimal?



Danke für ihren guten Tip. Wo kann ich Steinsand beziehen? Und spült er sich nicht auch sehr leicht aus den Fugen?





Hallo,

um eine kehrfähige Oberfläche zu erhalten, könnte man auch Kunst- oder Acrylharz gebundene Pflasterfugenmörtel einsetzen.

Es gibt hierbei zwei Varianten: wasserdicht oder wasserdurchlässig

Diese Methode wird seit vielen Jahren im Bereich von Pflasterflächen im öffentlichen Verkehrsraum eingesetzt.

Für diese Pflasterfugenmörtel gibt es zahlreiche Hersteller, z.B. Remmers, um nur einen zu nennen.


Grüße
Dieter Neff





Danke für den Hinweis. Das scheint eine gute Lösung zu sein.
Hilft diese Fugenverfüllung auch gegen Unkraut? Gibt es bereits negative Langzeiterfahrungen?





Die Unkrautbildung hängt stark vom Umfeld ab. (grüne Wiese ect.)
Bei regelmäßiger Oberflächenreinigung (1-2 mal im Jahr) mit Wasser und Straßenbesen kann man dem jedoch gut entgegen wirken.

Die Verfugung auf dem Bild wurde vor über 3 Jahren gemacht und sieht heute noch genauso aus.


Gruß
Dieter Neff



Verfugng Kopfsteinpflaster



Danke für das Photo. Das sieht gut aus, Herr Neff. Meinen Sie auch bei bereits verlegtem Boden kann ich eine Firma finden, die mir diese Verfugungsart anbietet?
Viele Grüsse, Vichy





Ich würde Sie bitten, mich über folgende E-Mail Adresse zu kontaktieren:

dieter.neff@fachplanung-bauhermetik.de

Da ich noch einige Angaben zu der Ausführung benötige.


Grüße
Dieter Neff



Solch schönes Granitpflaster



würde ich nicht mit Kunststoff oder Mörtel verfugen.

Wir haben von unserem Pflasterer einen Rest behalten, mit dem wir gegebenfalls nachverfugen.
Wenn ich mich richtig entsinne ist es scharfer Basaltsplit, der auch einen hohen Anteil feinen Split enthält. Wenn das Zeug trocken ist, staubt es regelrecht. Die Fugen werden relativ dicht und fest.
Lediglich da, wo Wasser z.B. vom Vordach herunterkommt ist die Fuge gelegentlich etwas ausgespült.
Unser Pflaster lässt sich problemlos fegen.

Sand würde ich nicht nehmen, da er sich nicht verkeilt und von Ameisen heraustransportiert wird.
Vermörteln würde ich erst Recht nicht. Es gibt genug öffentliche Flächen, wo man sich das nach einiger Zeit ansehen kann.
Da es sich um groben Split handelt würde ich davon ausgehen, daß einfegen und einspülen des Splitgemisches, das wir benutzen ausreichend wäre. (Der feine Anteil setzt sich in die großen Lücken und wird dort eingeschlämmt / verfestigt.)
Evtl. könnte ich bei unseren Pflasterer nach der genauen Bezeichnung fragen, oder ich finde es in meinen Unterlagen.

Gruß,
Gerald





Danke für ihre Anregung. Das wäre nett, wenn Sie mir die genaue Bezeichnung geben könnten.

Noch bin ich in der Suchphase nach der einer besseren Alternative.

Grüsse, Vichy



Steinsand



Ich persönlich würde keinen Mörtel nehmen, das ist aber meine ganz persönliche Meinung. Ich würde da auch mal nach den Kosten fragen. Steinsand bekommen sie in jedem Steinbruch, je nach dem wie weit weg der ist, ist wahrscheinlich der Transport das teuerste. In unserem Steinbruch zahle ich 10 € für die Tonne, da bekommt man schön eine ordentliche Fläche verfugt. Wieviel kostet der Fugenmörtel, wie lange hält der und wie kann ich Fehlstellen ausbessern?

Mit nachdenklichen Grüßen

Gunnar



Brechsand 0/2



steht im Angebot. Ich frage nochmal nach (auch damit ich mir Nachschub besorgen kann, wenn meine zwei Eimer in den nächsten 10 Jahren alle werden sollten)
Wie gesagt, wenn das Material feucht ist, wird es relativ hart und bleibt es auch wenn es trocken ist. Es sind sehr feine Bestandteile dabei.
Wir haben nach dem ersten einfegen + einschlämmen + rütteln durch den Pflasterer noch einige male mit neuem Material nachgefegt und geschlämmt.

Gruß,
Gerald





Danke, Gerald , für Ihre Mühe den Namen nachzuschauen. Das hört sich gut an mit dem Brechsand.

Der Hinweis von Ihnen, Gunnar, bzgl. des Steinbruches ist ebenfalls ein wertvoller Tip.Danke auch hier.





Es ist aber zu bedenken. dass Pflasterfugen die mit gebrochenem Splitt ausgefüllt sind pflegebedürftig sind.
Je nach Größe der Pflasterfläche sind da schonmal Monatlich 2 Stunden notwendig.

Bei der Auffüllung mit gebrochenem Splitt ist es wichtig, dass das Größtkorn des Splitts höchstens 1/3 der Pflasterfugen betragen sollte.(z.B. 10 mm Fugen = Größtkorn 3 mm) Da sonst die Verkrallung nicht gewährleistet ist.
Auch sollte die Sieblinie, d.h. Korngröße, aufeinander abgestimmt sein.
Zu viele Feinanteile sorgen für die Dichtigkeit der Fugen.
Zuviel Großkorn ergibt keine ausreichende Verkrallung.

Um die Pflege der Fugen zu minimieren wird dem Verfüllgut ca. 5 Gewichtsprozente Kunststoffflüssigkeit zugegeben und ausreichend vermischt. Anschließend eingefegt und verdichtet.


Grüße
Dieter Neff



0/2 Basalt-Brechsand



ist die korrekte Bezeichnung. Manchmal wird 0/4 benutzt (gröber). Bei mir funktioniert 0/2 sehr gut.

Gruß,
Gerald