muss rohes Stabparkett immer nochmal geschliffen werden?

14.07.2007



Hallo,
wir möchten gerne rohes Stabparkett verlegen. Zwei Parkettleger haben uns jetzt dazu unterschiedliche Auskünfte gegeben. Der eine meinte das Parkett muss nach dem Verlegen immer geschliffen werden (verschiedene Körnungen usw., so haben wir es auch schon im Internet gelesen). Der andere war der Meinung das man auch nur mal mit dem Tellerschleifer drüberschleifen müsste, das würde reichen.
Was meint Ihr, wie macht man es am besten, oder kommt es auf das jeweilige Parkett an?
Würdet Ihr die Fugen noch auskitten?

Viele Grüsse
Sabine



In der Regel



muss ein Stabparkett immer mehrfach geschliffen werden. Es gibt zwar mittlerweile auch schon vorgeschiffene Produkte, aber eher bei Dielengrößen. Das Problem ist je nicht die Oberfläche an sich, sondern Überstände an den Stößen, die durch Ungenauigkeiten beim Hobeln und Fräßen des Parketts entstehen. Die Fugen würde ich niemals auskitten. Eine gewisse Fugentoleranz gehört meiner Meinung nach beim Holzboden dazu. Viele Grüße Jürgen Maier



Öl in den Fugen?



Hallo,

was passiert dann eigentlich mit dem Hartöl das wir anschliessend aufbringen möchten? Dringt das nicht in die kleinen Fugen und trocknet dort nicht aus? Deswegen kittet man die Fugen doch aus, oder macht man das wegen der Optik?

Viele Grüsse
Sabine



Nur Optik!



Liebe Sabine. Das geschieht wirklich nur aus optischen Gründen. Das Öl das den Weg in die Fuge findet, stört bei der Benutzung niemanden. Wenn nicht mehr in die Fugen gerät als auf das Parkett, härtet es sogar aus. Alles eine Frage der Zeit. (Selbst alte Dielen mit richtig breiten Fugen (mehrere mm) werden unproblematisch geölt)Viele Grüße Jürgen Maier



Nur Optik?



Dafür würd ich es nicht nur halten tun.
Sonst würden sich Probleme, durch Seitenverleimung, wie ein roter Faden, durch mein Leben ziehen tun.



Fugenkitt



Hallo,

wir haben heute mit dem Verlegen unseres Stabparketts begonnen. Die Fugen sind jedoch sehr, sehr winzig (haben erst ein kleines Stück verlegt). Ich frage mich wie in solche kleinen Fugen überhaupt eine Fugenmasse eindringen kann, da muss doch der Fugenkitt so dünnflüssig wie Öl sein. Macht man das erst bei einer bestimmten Fugenbreite?

Viele Grüsse
Sabine



Fugen



Liebe Sabine,
Grundsätzlich: Fugen werden eigentlich nur beim Mosaikparkett oder Industrieparkett (5-20 mm breite Lamellen) gespachtelt. Beim Stabparkett sind die Fugenanteile gering. Je schmaler ein Holz, desto geringer die Fugen. Diese Fugen sind in der Heizperiode etwas größer, im Sommer etwas geringer. Vergiß das mit dem Spachteln einfach, die Spachtelmasse würde durch das Arbeiten des Parkett früher oder später häßlich reißen. Bei alten Dielenböden werden die Fugen ab und zu geschlossen. Wer das gut macht, leimt einseitig Streifen ein. Für einen Bodenleger mit gutem Werkzeug ist das überschaubar. Aber laßt Euch nicht verrück machen. Legt Euren Boden fertig, ölt ihn und genießt das Holz. Schöne Grüße Jürgen



Stabparkett



muß immer geschliffen werden. Eine Tellerschleifmaschine ist dafür nicht ausreichend. Ausnahme: endbehandeltes 2-Schichtstabparkett (z.B. HARO etc.)

Soweit Euer neues Parkett gut gearbeitet ist, sollten die Fugen vernachlässigbar sein, falls nicht, mit 100er Schleifstaub und entsprechender Kittlösung vollflächig überspachteln. Bei geölten Flächen würde ich eher darauf verzichten als bei lackierten. Spachteln wird eigentlich erst bei alten Böden wichtig.

Seitenverleimung übrigends (einen Gruß an's Kaschperle) ist bei geölten Böden regelmäßig kein Thema.

Grüße

Thomas



Schleifmaschine?



Hallo,

die Fugen sind bisher sehr klein, ich könnte mir eigentlich nur vorstellen das eine sehr wässrige Lösung dort eindringen kann. Wieso ist ein Tellerschleifer zum Schleifen nicht geeignet? Schleift er zuwenig ab?

Viele Grüsse
Sabine



Schleifen



Wo habt ihr eigentlich das Parkett gekauft? So ne Beratung gibts doch nicht. Mehrfach Schleifen solltet Ihr mit einer Parkettschleifmaschine (Schleifband auf Walze), die man sich auch mieten kann. (als Set mit Randschleifmachine) Dass der Boden geölt wird, war klar, meine Meinung übers Ausfugen ist auch klar. Ihr habt einen Natur-Holz-Parkett-Boden. Viele Grüße Jürgen



Ein Tellerschleifer



ist nicht sonderlich gut darin, ebene Flächen herzustellen und insbesondere den eventuellen Höhenversatz der Parkettelemente zu nivellieren.

Wie wollt Ihr das Parkett verlegen (kleben, nageln, ...)?
Auf welchen Untergrund?

Ist das Parkett massiv oder 2 bzw. 3 schichtig aufgebaut?

Grüße

Thomas



schleifen



Hallo,

es ist massives Stabparkett und wir verkleben es mit dem Untergrund.
Ein Zimmer ist allerdings nur ca. 2 meter Breit und wir wissen nicht welche Schleifmaschine dafür am besten geeignet wäre.

Viele Grüsse
Sabine



Wenn der Untergrund völlig eben ist,



und es keinen Höhenversatz gibt (unwahrscheinlich), Ihr also eigentlich den Eindruck habt, es müsse nicht mehr geschliffen werden, genügt eine Tellerschleifmaschine, mit der Ihr nach dem Schleifen auch Ölen könnt.

In allen anderen Fällen muß das Parkett mit einer Walzenschleifmaschine mehrfach (ab Körnung 50 oder 60 aufwärts) geschliffen werden.

Grüße

Thomas



Danke!



Hallo,

heute haben wir uns nochmal beim Maschinenverleiher erkundigt. Er würde mit Körnung 36 (ist das nicht zu grob?), 60 und 100 schleifen (Bandschleifmaschine) und zum Schluss nochmal mit einem 120 Schleifgitter (Tellerschleifer) drübergehen. Ist das so in Ordnung?
Wir sind uns immer noch nicht schlüssig ob wir auch die Fugen komplett zuspachteln sollten oder vielleicht nur an einzelnen Stellen an denen uns die Fugen zu gross erscheinen?

Viele Grüsse
Sabine



Zu grob,



würde ich meinen.

Üblicherweise schleifen wir 60/80/100/120 mit der Walze und 120/150 mit dem Tellerschleifer.

Zu ölende Flächen sollen immer besonders fein geschliffen werden, da ja kein füllender Lack zum Einsatz kommt.

Grüße

Thomas