Fugen in Dielenboden

01.01.2008



Es sind schon etliche ähnliche Fragen gestellt worden, und doch umtreibt mich dieses Anliegen. Ich habe einen alten Riemenboden ("Bretterdiele"), zwischen den Bretten haben sich im Lauf der Jahrzehnte breite Fugen gebildet; manchenorts bis 1 Zentimeter. Der Boden ist frisch abgeschliffen, und nun passen die dunklen Fugen wie die Faust auf's Auge. Das Problem ist also nicht, dass es Spälte hat, sondern dass diese so dunkelbraun im sonst hellen Fichtenholz auffallen. Für mich selbst wär das alles auch kein Problem, aber der Raum soll Besuch empfangen; und da füge ich mich ein Stück weit den Ansprüchen des berühmten Otto N.
Hat jemand schon ähnliche Fälle elegant gelöst? Ausgemalt, "ausgekittet", und und und. Auf alle Fälle baubiologisch.
Ich weiss, ein harter Kitt würde die Bewegungen des Holzes nicht mitmachen; an Kunststoff/ Silikon denk ich schon gar nicht. Hat jemand z.B. Erfahrung mit Korkpaste (Würth führt so was, andere Anbieter betimmt auch), oder mit "Holzmörtel", einem Gemisch aus Wachs, Sonnenblumenöl und Sägestaub, oder etwas auf Basis von Kaseinleim (z.B. mit Sägemehl gemischt), oder sonst ganz was Andreas.

Um Erfahrungsberichte bin ich dankbar.



Kitt und Leim ---



--- macht die Arbeit fein ! ( --- wenn uns Kitt und Leim verlässt, haltens noch die Näglein fest ! )----- na ja,
alles Quatsch mit Soße. -- Also : Ein Richtscheit auf der
Dielung fixieren und mittels einer Handoberfräse oder einer Handkreissäge parallele Nuten in entsprechender Tiefe einfräsen .
Anschließend Passleistchen einleimen ( aber darauf achten, daß der Leim nur an einer Fugenflanke angegeben wird , weil auch altes Holz sich das Arbeiten einfach nicht abgewöhnen kann ) - Nach dem Abbinden des Leimes die Bodenfläche schleifen.
-- Persönlich würde ich für das " Neuverfugen " der Dielenspalten eine völlig andere Holzart wählen, als die, aus der die Dielung eigentlich besteht. - Ganz einfach deshalb, weil man selbst bei Verwendung von Altholz immer
einen Farbunterschied erkennen würde.
- Bei solchen Aktionen bitte immer sehr hohe Wekzeugkosten einkalkulieren, weil die Fugen immer sehr stark mit Sand gefüllt sind, was einen gewaltigen Schneidenverschleiss zur Folge hat.
A. M.



All der "Papps"



hält auf den seitlich angelagerten Krusten nicht. Silikon wäre zudem völlig unmöglich, weil in den angrenzenden Bereichen nichts mehr auf dem Holz bleibt, kein Öl, Lack etc. (Silikonpest).

Vorausgesetzt, der seitliche Dreck wird einseitig gut abgekratzt: Ein Variante wäre ein 2K Epoxidharz, Ponal Duo, das mit Erdpigmenten dem Dielenfarbton angepasst werden kann. Berger-Seidle hat eine spezielle Parkettfugendichtmasse, die auch ganz gut geht.

Die beste Variante wäre den die schon von Andreas Milling beschriebene. Etwas leichter geht es mit einer Führungsschiene, wie sie z.B. im System von Festool angeboten wird, man verwackelt nicht so viel.

Fichtenholz gilbt übrigends doch recht schnell unter Öl nach; nach einem Jahr wird es kaum noch Helligkeitsunterschiede zum Altholz geben.

Grüße

Thomas