Fugen, Flocken, Dehnungsfugen, Streifen, Zelluloseflocken

20.01.2008



Hallo zusammen,
im Rahmen der Sanierung meines 140 Jahre alten Hauses erneuere ich auch die Fußböden.
Die Hohlräume der Balkenlage wurden mit Zelluloseflocken gefüllt, darauf OSB-Platte. Hierauf sollen dann Eichendielen. In die Dehnungsfugen der OSB-Platten sowie z.T. vorhandenen kleinen Maueraussparungen habe ich ebenfalls Zelluloseflocken gefüllt - ganz leicht angedrückt.
Was spricht für, was gegen ein Abdichten mit Aryl?
Dachte an Randdämmstreifen oder Stopfhanf für die Dehnungsfugen der Dielen.

Vielen Dank im Voraus

Lutz



Fragestellung präzisieren!



Aus Ihrer Fragestellung wird man nicht richtig schlau. was Sie eigentlich richtig wollen!
Geht es um Fugenverschluß bei Wandanschlüssen?
Geht es um die Fugenschließung zwischen den Dielen?

Was sollen die Z.-Flocken in Mauerwerksaussparungen?
Bitte dazu einmal ein präziseres Bild zufügen.

Wenn es um Randdämmstreifen geht, dann würden wir Kokosfaser-Randdämmstreifen empfehlen.
Bei Bedarf können wir auch Sie beliefern.
Da können die Dielen dagegengestoßen werden.
Als Randabschluß kommt doch nachher so wieso eine Randleiste.

Grüße

Udo



Dehnungsfugen schließen



Hallo Udo,
es dreht sich um die Dehnungsfugen der Wandanschlüsse.
Da die Dehnungsfugen der OSB-Platten zur Wand nicht überall gleichmäßig weit geworden sind, habe ich die Z.-Flocken zum Auffüllen genommen wie auch für kleinere Defekte im Bereich der Verputzung der Mauer (welche in die Fugen übergehen).
An Aryl zum Abdichten dieser Fugen habe ich gedacht, um Stäube (der Z.-Flocken)aus der Raumluft fernzuhalten und um Ungeziefer davon abzuhalten, sich in die Fugen bzw. Balkenlage zurüchziehen zu können.
Ich weiß jedoch nicht sicher zu beurteilen, 1.) wie die Haftung von Acyl an der OSB-Platte ist insbesondere bei potentiellen Bewegungen der Platte auf Grund von geänderten klimatischen Bedingungen und 2.) wie die Frage der hier dann fehlenden Belüftung bei angegebenem Fußbodenaufbau zu beurteilen ist (Stichwort Fäulnis der Balken und Dielen/OSB-Platten).
Gibt es Kokosfaser-Randdämmstreifen in 20 mm Höhe (entsprechend der Stärke der Diele) und halten sie Stäube fern.

Viele Grüße

Lutz



Die Zelluloseflocken



sollten keinen Wandkontakt haben, Kokosstreifen wären besser, auch zwischen Dielung und Wand.

Acryl oder Silikon haben in diesem Bereich nichts zu suchen.

Grüße

Thomas



Schneiden!



Die Streifen schneide ich, wenn notwendig, mit einer Gartenschere, wo die eine Schneide auf eine Auflage läuft.
Geht hervorragend!

Staubsicher erscheint mir das Material alle mal, denn es ist hoch vernadelt und gut verpreßt.
Eigentlich hätte es bereits schon in der OSB-Ebene hineingehört, denn eine Randentkopplung ist sehr wichtig!

Grüße Udo



Vielen Dank



für Eure Antworten. Denke, ich werde die Z.-Flocken wieder aus den Dehnungsfugen entfernen insbesondere, wo schon allein durch das Verteilen der Z.-Flocken die dadurch entstandenen Stäube meinen Bronchien totz FFP3-Maske deutlich zugesetzt haben. Dies war auch der Grund, warum ich überhaupt an Acryl gedacht habe.
Herzlichen Dank Euch beiden nochmal und viele Grüße

Lutz



Dank zurück!



Hilfe soll hier ja an erster Stelle stehen.
und wenn diese dann noch Früchte trägt, dann freut man sich natürlich auch.
Sie können sich ja auch als Mitglied ein Profil anlegen, was übrigens nicht's kostet.


Grüße

Udo



Sollte da..



..nicht auch luftdicht geklebt werden , wenn der Rest des Bodens so ausgeführt ist ? Gruß Jürgen Kube



Was wäre bei...



...den weiter arbeitenden Dielen dauerhaft luftdicht?

Wenn der Aufbau unten nicht "leckt", gibt es ja wohl keinen Zug.

Grüße

Thomas



@Thomas:



die OSB-Platten , evtl. mit verklebten Stößen ??
Dampfdruck geht in alle Richtungen !
Gruß Jürgen Kube
Ps. Zudem staubts dann nicht mehr aus den Fußleistenfugen ..



Die Stöße der OSB-Platten....



...würde ich tatsächlich verkleben, aber nicht der Dichtigkeit wegen, sondern für mehr Stabilität.

Die Kokosabdeckung ist hinreichend staubdicht (obwohl ich das Problem nicht sehe. Wenn der Boden nicht falsch dimensioniert ist und durch zu dünne Platten etc. stark schwingt, käme auch ohne Kokosstreifen kein erwähnenswerter Staub heraus).

Wenn ich Böden lege, staubts an den Fußleisten nicht. Auf dem Boden liegen sie i.d.R. Plan auf, der ist neu. Zwischen Wand und Leiste könnte ein dünner Kokos- oder Hanfstreifen gelegt und oben bündig abgeschnitten werden. Beim ersten Streichen wird der Streifen weiß und verschwindet optisch. Ich lege aber eher Wert darauf, daß das Holz keinen direkten Wandkontakt hat und lege die Leiste oft bewusst mit einigen mm Abstand zur Wand. Angenehmer Nebeneffekt: Altbautypische Unebenheiten der Wand gucken sich weg, da die gerade Leiste nicht direkt anliegt.

Grüße

Thomas



Sie OSB3- Platten...



sind relativ engmaschig mit dem nivellierten Boden verschraubt. Die Abstände der Auflagepunkte sind kleiner gewählt als in der Auflistung der Fa. Glunz (im Internet zu sehen)empfohlen. Es ist kein Schwingen zu erkennen. Denke, die Wahrscheinlichkeit, daß Staub aus der Balkenlage in die Raumluft gelangt, ist eher wenig wahrscheinlich, aus den Dehnungsfugen??? Da ich keine Lust habe, da noch einmal ranzugehen, meine o.a. Fragen vorab.

Viele Grüße

Lutz