Bearbeitung Dielenboden

30.08.2007



Hallo,

nächsten Dienstag ist es so weit, wir Schleifen unsere alten Holzdielen ab.
Ein erster Versuch mit dem Schwingschleifer war positiv, die Dielen sind hell hervorgekommen, ob dies Ochsenblut ist, kann ich nicht beurteilen.

In diesem Forum stehen viele Themen bezüglich Verwendung von Versiegelung oder Wachs/Öl, es werden auch viele Tips gegeben. Jedoch fehlt mir die Antworten auf diese Tips, Vielleicht kann einer der Empfehlungen bekommen hat hier auch mal antworten wie das Ergebnis war.
Aber auch über einen speziellen Tip zu unserem Dielenboden der Experten würden wir uns freuen.
Der Boden erscheint alt und die Dielen sind auseinander gegangen, eventuell hat hier jemand einen Rat. Sollen wir diese so lassen oder den Dreck rausholen oder einfach mit Wachs/Öl darubergehen, oder…..?

Im Flurbereich war ein alter PVC-Boden aufgeklebt. Hat hier jemand Erfahrung, ob dieser mit Schleifen entfernt werden kann.

Boden, teilweise mit Schwingschleifer bearbeitet:
http://xs218.xs.to/xs218/07354/DSC00165-1.JPG

Boden verklebt:
http://xs218.xs.to/xs218/07354/DSC00167.JPG

Boden mit Rissen:
http://xs218.xs.to/xs218/07354/DSC00178.JPG

Wir freuen uns schon heute über jeden Rat.

Viele Grüße
Andreas



Dielenboden bearbeiten



Hallo Andreas,

unsere Dielenboden war auch in einem schlechten Zustand. Auch probierten wir es zuerst mit dem Schwingschleifer, was aber zu keinem optimalen Ergebnis führte. Profischleifmaschine war nicht verfügbar, so dass ich einen Bandschleifer von Bosch kaufte. Und siehe da, das Ergebnis war richtig gut. Immer schön der Maserung nach geschliffen und anschließend den ganzen Dreck aus den Fugen geholt. Die Fugen sahen ungefähr so aus wie bei Euch. Anschließend haben wir mit Fußboden öl von Kreidezeit 2 mal gestrichen.
Nun wird ab und zu mit Canaubawachs gewachst und fleißig "geblockert ", so wie früher. Ein wirklich dankbarer und schöner Boden.

Gruß Günther



wachs und öl



und nur öl - ich habe beides und kann keinen unterschied feststellen. ergo kann man sich das sparen. wichtig ist, dass mehrfach sehr dünn (öl anwärmen) bis zur sättigung geölt wird. ich bin sehr zufrieden mit meinem boden. ich habs auch in der Küche (nur öl) und da ist echt was los...
wichtig ist auch, dass der boden im laufe der zeit gut gepflegt wird und nur geeignete wischmittel verwendet werden.
die reste eines pvc-bodens hat die ausführenden firma bei uns weggeschliffen - allerdings mit einer großen maschine. mit so einem kleinen dings werden sie vermutlich unmassen an schleifblättern verbraten...wenn die leistung überhaupt reciht.
auch ich habe große fugen. die firma meinte damals, es würde keinen sinn machen, sie sofort auszuspanen, da das haus länger leer stand und nie gut beheizt war - mit der austrocknung würde es erst mal noch schlimmer werden. recht hatten sie. in der ersten heizperiode sind die fugen noch deutlich größer geworden. ich werde jetzt noch eine saison abwarten und dann dezent ausspanen lassen.



Wenn Ihr



mit den Fugen leben könnt,lasst es so, es ist die ehrlichere Variante. Größere Fugen kann man ausspänen, kleinere mit Fugenmasse schließen (KEIN SILIKON!). Die Parkettfugendichtmasse von Berger-Seidle bringt da gute Ergebnisse. Den Tip von Bettina beachten, wenn da lange nicht geheizt wurde.

Zum Ölen: Benutzt doch 'mal die Suchfunktion im Forum Stichwort "Heissoel" oder "Thermopad". Auch beim kalten Auftrag gilt: immer mit der Einscheibenmaschine und weißem Pad. Reine Öle ziehe ich Öl/Wachsgemischen vor.

Grüße

Thomas



Vielen Dank



Vielen Dank für Eure Informationen.
Ich habe nun die Fugen etwas vom alten Schmutz gereinigt und werde nun das Ergebnis des Abschleifens abwarten.
Noch eine Frage:
Wenn die Dielen nach dem Abschleufen hell sind, besteht dann die Möglichkeit, dass diese mit Öl dunkler werden?

Gruß
Andreas



na klar -



von farblosen öl bekommen sie den üblichen honigton, alter dielenboden wird dabei dunkler als neuer (wahrscheinlich, weil er mehr öl aufnimmt?). im lauf der zeit wird er leicht nachdunkeln - das ist nun mal die eigenheit von leinöl, auf dem die hartölprodukte basieren.
in der praxis ist es eine farbe, auf der man irgendwie keinen schmutz sieht, nicht mal die unmasssen von hundehaaren die in meinem drei-dunkle-hunde-haushalt anfallen :-))) in der praxis bin ich mit meinem geölten boden sehr zufrieden.
will mans noch dunkler (habe ich in einem bad) - gibts fertige farbige öle (wobei das nach meiner erinnerung nicht ganz billig war) oder wohl auch die möglichkeit, Pigmente zuszusetzen. einfach mal in einem fachgeschäft beraten lassen.



Pigmentieren der Öle



erfordert aber ein besonders feines und gleichmäßiges Schliffbild. Das ist nicht ganz so einfach, weil man ja am Rand üblicherweise mit anderen Gerätschafen arbeitet,als in der Fläche.

Grüße

Thomas



Meine neue Tastatur klemmt zuweilen



Die Gerätschafen bitte ich als Gerätschaften zu lesen.

Mäh

Thomas



Hallo, Andreas



unser Dielenboden war auch in einem Katastrophalen Zustand. Eine dicke Schicht Ochsenblut drauf. Wir haben eine Maschine gemietet und haben bei 35er Körnung angefangen zu schleifen. Da geht was weg! Ich glaube, dann kam 50er, 80er, 100er und 120er. Dann eine andere Maschine (zum Öl einarbeiten) gemietet, damit nochmal 120er geschliffen. Dann (spannend, gell?) haben wir mit Naturöl "Palisander" 3x geölt. Und: Ein Traaaaaaaauuuuum!!!!!!!! Der Boden hat jetzt einen Antik-Touch (klar eigentilch), ist dunkel (ähnlich wie Nussbaum, würd ich sagen). Und glänzt leicht. Ich bin total glücklich, weil ich erst dachte, dass mit dem dunkeln Öl geht bestimmt nach hinten los.



Viele Grüße

Andrea



Ach so,



noch vergessen: Die Fugen haben wir mühselig vom Dreck befreit und so gelassen.

Viele Grüße
Andrea



Glückwunsch,



dann habt Ihr tasächlich ein sauberes Schliffbild produziert.

Grüße

Thomas



Sieht ja richtig toll aus



Hallo Andrea,

der Boden sieht ja richtig toll aus, das macht Mut für die Arbeit.
Ich habe jetzt mal farbloses Öl bestellt und werde nach dem Schleifen einen Versuch machen.

Grüße
Andreas



Es ist geschafft



Hallo,

nun ist es schon längere Zeit her, dass ich mich zu diesem Thema gemeldet habe, berufliche und arbeitstechnische Gründe hielten mich leider davon ab.

Ich wollte noch berichten, wie nun die Renovierung des Dielebodens von Statten ging.
Das Abschleifen mit einer geliehenen rotierenden Schleifmaschine ging echt gut, nur entlang der Dielen ging wenig herunter, erst beim Schleifen gegen die Fasern wurde die Oberfläche abgetragen. Dadurch gab es an einigen Stellen sichtbare Schleifspuren, die uns aber nicht weiter stören, sie sind im fertigen Zustand schwer erkennbar und gehören zum Alter des Hauses.

Nach dem Abschleifen habe ich den Boden 2 mal geölt, mit Öl von Kreidezeit, nach dem Ölen habe ich ihn gewachst. Vom Ergebnis sind nun alle begeistert.

Der Verkäufer vom Öl hat dazu geraten, nach jedem Ölen und Wachsen den Boden zu Polieren, dies war ein sehr guter Tip. Durch das Polieren wurden das stellenweise zu viele Öl gleich verteilt und noch Überstände abgetragen.
Bei einem Raum machte ich den Fehler, ihn zu früh zu belasten (nach 18 Stunden), dadurch gab es einige Fußabdrücke, die aber durch nochmaliges Polieren wieder entfernt werden konnten. Am Besten 2 Tage ruhen lassen.

Nun haben wir einen tollen Naturboden, der sich nun 15 Monate bewährt hat.

Euch allen vielen Dank für Eure Ratschläge.

Momentan wird der Boden lediglich abgesaugt, doch wird ein Wischen noch notwendig werden. Hat hier jemand noch einen Tip? Nur mit Wasser oder einem Zusatz, was für ein Wischtuch verwenden? Ich stelle mir vor ins Wasser etwas Wachs zu geben und dann zu "blockern". Nur, wo bekomme ich einen Blocker her? Habe schon viel im Internet recherchiert, doch noch nichts gefunden.

Viele Grüße
Andreas



Es geht auch einfacher:



Natural hat einen "Spezialreiniger", andere Firmen haben Vergleichbares. Das ist ein Wischzusatz, mit emulgierten Ölen und Wachsen, Citrusöl, Marseiller Seife...

Ein Schnapsglas voll in den Wischeimer, wischen, fertig.

Grüße

Thomas