Was kommt in die Fugen zwischen den Dielen und was in defekte Stellen?

31.10.2007



Hallo liebe Community-Mitglieder,
erst einmal ein großes Lob an dieses Forum, habe hier schon seeehr viel gelesen und mir gute Tipps holen können. Wir Schleifen wie so viele hier den Boden in unserer ersten Etage ab , ca. 50qm² , habe hier schon nachgelesen , dass man am besten Hartwachsöl nimmt, werde heute mal das von Osmo besorgen (oder sollte man besser ein anderes nehmen) Aber was kann man für die Fugen zwischen den Dielen empfehlen, die sind wohl bei unserem Boden z.T. recht groß. Habe das mit dem Bindemittel + Spänne von vorletzem SChleifgang schon gelesen, allerdings habe ich auch gelesen, dass man gar nicht alles so zuspachteln soll, was stimmt denn nun.
Und noch eine Frage wir haben ein paar ausgebrochene Stellen, jedoch nicht ganz durch, jetzt wollen wir die irgendwie verspachteln, aber womit am besten. Ein holzfachbetrieb hat mir Ponal empfohlen und dann Beizen , ein anderer hat mir Fugenkitt in Holzfarbe empfohlen, was meint ihr dazu. Ups ist ein wenig lang geworden, danke aber schon mal für Tipps.
Grüße
Steffi





Hallo Stefanie

Lies doch mal den Forumsbeitrag 78481. Da geht es auch um Osmo Hartwachsöl. Die besten Erfahrungen hier im Forum haben meist die gemacht die kein Wachs/Hartwachs etc. verwendet haben sondern "nur" geölt haben. Auch zum Ausspanen von großen Fugen gibt es einige Beiträge. Wie breit sind die denn bei euch?
Gruß
Dorothée



Fugen schließen alter Dielen



hallo
wenn dies alte genagelte Dielen sind,keine fest verklebten. Wird der Kitt ( zuspachteln )zum einen nicht lang in den Fugen darin haften bleiben. weil der Kitt hart wird und die dielen sich bewegen. Zum zweiten, da es zum Teil große Fugen sind ist mit großer Sicherheit viel Dreck,Staub,lackreste,Öle etc. .... in den Fugen enthalten, und somit kann auch keine gute Haftung entstehen.
Holz arbeitet bekanntlich im gegensatz zu Beamten.Fugen gehören zu einem altem Dielenboden einfach dazu.

Wenn es allerdings ganz große Fugen sind, hilft ausspanen
das heißt ihr sägt die Fugen sauber mit einer Tauchhandkreissäge.Sägt euch einen längeren Span zu , von einem Brett ( gleiche holzsorte ), und leimt diesen ein.
Schleifen und behandeln. Fertig.



OSMO Hartwachsöl



stufe ich als "Nicht empfehlenswert" ein. Hier eine aktuelle Antwort zum Thema.



---Forenreferenz-----------
Probleme mit geöltem Parkett -
Hallo,

ich habe in meiner Wohnung einen Akazienboden als Hochkantlamelle durch eine ordendliche Parkettfirma Verlegen lassen. Das Verlegen und schleifen selber ging super, aber beim Ölen gab es massive Probleme. Das verwendete Öl ist ein Hartwachsöl der Firma Osmo.

Zuerst sah der Boden nach dem Ölen fantastisch aus. Allerdings konnte mal das Öl auch nach drei Wochen noch mit dem Fingernagel vom Boden problemlos abkratzen. Ein Vertreter von Osmo hat sich das angesehen und meinte, das Öl sei zu dick aufgetragen worden. Ich habe allerdings gesehen, dass es - zumindest nach der Anleitung auf den Dosen - durch die Arbeiter ordnungsgemäß aufgetragen wurde.

Die Parkettfirma hat das komplette Öl also wieder abgegittert und neu geölt. Laut Anweisung von Osmo wurde diesmal direkt nach zweiten Auftragen mit einem weißen Pad poliert, und damit ein Teil des Öls der zweiten Behandlung wieder abgezogen. So weit so gut, das Öl kann man jetzt nicht mehr mit dem Fingernagel ritzen, aber ich habe folgende Probleme:

- Es kommen immer noch sehr leicht Kratzer in den Boden. Z.B. ist mein Kind durchs Zimmer gelaufen und hat eine Plastikgießkanne hinter sich her gezogen - und dabei eine Kratzspur quer durchs ganze Wohnzimmer hinterlassen. Dabei wurde das Holz nicht beschädigt, die Kratzer entstehen nur im Öl / Wach. Das Parkett sieht nach nur 3 Wochen Nutzung schon extrem abgenutzt aus. Das schlimmste ist, dass man auf dem dunklen Boden jeden Kratzer aus weißen Strich sehr deutlich sieht.

- Man sieht die Spuren des Polierens nach dem zweiten Ölen teilweise sehr stark. Das ganze ist ziemlich unregelmäßig geworden.

- An einigen Stellen sieht der Boden sehr scheckig aus. Hier scheint mir einfach zu wenig Öl aufgetragen worden zu sein. Wahrscheinlich hatten die Arbeiter irgendwann keine Lust mehr, nach dem Ölen zu Polieren und haben in den betroffenen Räumen nur noch ein mal geölt. Ist aber nur eine Vermutung ...


Der Vertreter von Osmo und der Parkettverleger sagen, das Parkett sei jetzt so in Ordnung, die oben aufgelisteten Probleme bei einem geölten Boden normal und müssten daher akzeptiert werden. Meine Fragen wären jetzt:

- Kriegt man die Kratzer aus dem Boden wieder raus? Ich kann nicht einfach noch mal Hartwachsöl auf den Boden auftragen, sonst ist wieder zu viel drauf und es entstehen noch mehr Kratzer.

- Gibt es Normen, was man als Kunde hinnehmen muss im Bezug auf Kratzer, Polierspuren und die scheckigen Stellen?

- Am liebsten würde ich den Boden abschleifen und lackieren lassen. Das Öl ist so anfällig, ich bin extrem enttäuscht davon. Ich frage mich nur, ob das geht, denn das Öl ist ja schon in das Holz eingezogen. Hat da jemand Erfahrungswerte?


Nach meinen Erfahrungen kann ich niemandem mehr das Hartwachsöl empfehlen - zumindest nicht mit Kindern. Wir hatten in der alten Wohnung einen lackierten Holzboden, und der ist einfach *wesentlich* robuster. Ist aber natürlich auch Geschmacksache ...


Danke im Voraus für alle Antworten und Tips.

Viele Grüße,
Hans mehr ...
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Das Ausfugen ist eine Möglichkeit, wie beschrieben oder mit der Oberfräse an der Schiene konnen die Fugen egalisiert werden, aber bitte immer nur auf einer Seite mit der Diele verleimen, sonst reißt die Verbindung auf.

Die Leisten dürfen auch leicht keilförmig sein.

Ponal (Duo?) ist ein hochwertiges 2K-Klebeharz. Es lässt sich nicht beizen, aber mit Pigmenten zu einem passenden Farbton bringen.

Grüße

Thomas



Osmo Hartwachsoel



Hallo Steffi,

wir haben gegenteilige Erfahrungen mit dem OSMO Hartwachsoel gemacht. Nach dem Trocknen haben wir allerdings den gesammte Boden intensiv mit diesen Polierschwaemmen bearbeitet, so dass eine glaenzende Oberflaeche entstanden ist. Durch die entstehende Waerme zieht das hartwachsoel tiefer in das Holz ein. Das ist schon sehr muehsam, da man Diele fuer Diele bearbeiten muss. Beim Streichen der Fussleisten konnte man sogar den Lack problemlos wieder von den den Dielen entfernen ohne das die Qualitaet der Oberflaeche darunter gelitten hat. Zudem gibt es Holzputzmittel, die bei jedem Putzgang den Boden nachoelen, so dass er mit der Zeit immer robuster wird.

viele Gruesse
Christian