Spalten zwischen Gefachung und Holzbalken mit Fugendichtband füllen

22.02.2012



Guten Tag,

bei unserem Fachwerkhaus ist bei nahezu jeder Gefachung die obere Fuge zwischen Gefachung und Holzbalken nicht mehr vorhanden. Diese Fugen möchte ich mit vorkomprimierten Fugendichtband/Kompriband schließen. Die Fugendichtbänder werden bei diversen Herstellern als schlagregendicht, winddicht und diffusionsoffen beschrieben.
In der Bildanlage ist im oberen Teil die offene Fuge zu erkennen. Im unteren Teil habe ich die Fuge zum Ausprobieren mit einem Fugendichtband gefüllt.
Kann es bei der Anwendung dieser Bänder zu Problemen kommen kann, wie es z. B. bei Silikon der Fall wäre?

Der Wandaufbau setzt sich wie folgt zusammen (aus der Baubeschreibung):
- Fachwerkkonstruktion aus Leimholz mit Ausfachung aus verfugtem Verblendmauerwerk
- Dämmung 8cm Mineralwolle u-Wert 0,35
- Hintermauerwerk aus Porenbetonsteinen

Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten.
Besten Dank, Klaus.



Bild mit offener und gefüllter Fuge



Das Foto konnte ich nicht mehr austauschen, daher hier das Foto mit offener und gefüllter Fuge.

Gruß Klaus



Probleme ohne Ende....



...werden sie weiterhin bekommen.
Kontrollieren Sie doch vorher nun erst einmal die Feuchte im Innern der Wandkonstruktion.
Ich vermute, da wird bis auf weiteres ein großes problem liegen, nach Beurteilung Ihren angegebenen Wandaufbaukostruktion.
Klären Sie nunmehr erst einmal die bereits eingedrungene Baufeuchte ab und leiten dann daraus die weiteren schritte ab.
Durch Schlagregen wirds stetig Wasser in Ihre Konstruktion an den oberen Fugen laufen und auch über die senkrechten und die Aufstandbereiche der Gefache.
Am besten einen zugelassenen Baubiologen mit zu Rate ziehen.



Fassade hinterlüftet



Bei dem Wandaufbau habe ich vergessen zu erwähnen, dass die Fassade hinterlüftet ist. Die Dämmung hat also keinen direkten Kontakt zur Ausfachung. Darum auch meine Frage, ob ich die diffusionsoffenen Fugendichtbänder verwenden kann, damit eventuelle Feuchtigkeit wieder raus kann.
Die Feuchtigkeit werde ich natürlich mal messen. Zur Zeit habe ich jedoch nur einen Aufputz-Feuchtigkeitsmessgerät. Damit kann man nicht bis zum Dämmmaterial kommen.

Was ist das eigentlich für ein Fugenmaterial bei uns? Untermaterial sieht aus wie Kalkmörtel und das Obermaterial wie Betonmörtel.



Gefachausmauerung



Zuerst eine Frage:
Gibt es noch Gewährleistung auf die Fassade?

Zum Neuaufbau der Verfugung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Stopfhanf, Kompriband, Kalkmörtel.
Eins sollte ihnen klar sein:
Diese Fugen sind nie wind- und wasserdicht zu bekommen, auch wenn (hoffentlich!) eine Verleistung eingebaut wurde.
Sie stellen auch nicht den kritischen Bereich dar, der befindet sich unten an der Grundschwelle bzw. am Fußpunkt der Wandkonstruktion. Ich hoffe da wurde mehr nachgedacht als bei den Fugen zum Holz.

Viele Grüße