Wie Fachwerkwand von innen dämmen?

24.03.2012



Hallo Fachwerker,
wir haben gerade ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1792 gekauft und freuen uns den ganzen Tag auf unseren Umzug in das Prachtstück (dauert leider noch ein Jahr). Nun zu meiner Frage: Die Ostwand hat innen und außen Sichtfachwerk. Ist alles in 1986 ausgemauert, ich glaube mit Ytong (wird noch geklärt). Optisch ist das toll, außen soll das auch auf jeden Fall so bleiben (ist die repräsentative Strassenseite). Innen ist das auch schön, aber die Dämmung... Geheizt wird aktuell mit Gas und Fußbodenheizung, Bj. 1986. Ich denke über Infrarot nach.

Wir würden eine Innendämmung optisch verschmerzen. Aber wie? Idee: Holzständerbauweise davor bauen, mit Holzfaserplatte verkleiden und den Hohlraum mit Mineralwolle ausstopfen. Oder womit sonst? Oder gilt auch hier: von innen nach außen diffusionsoffener werden, also einfach eine schöne dichte Dämmung innen davor?
Der Raum wird übrigens zur Küche und ist zur Deele hin fast offen.
Ich erwarte keine simplen Kochrezepte, aber vielleicht gibt es ja ein paar Grundregeln, die man beachten sollte und ein paar Tipps zur weitergehenden Recherche.
Vielen Dank und viele Grüße.

Christoph



Wandzauber



Hallo

ich hätte Probleme mit den Ausfachungen - vor allem wenn die mit zementären Mörteln verarbeitet sind die Steine
Dann ist wahrscheinlich auch nicht der richtige Putz dran und die Farbe ist auch erfahrungs gemäss nich tdas Gelbe vom Ei - auf den Gefachen und auf den Hölzern
Vorsicht!
Holz verzeiht vieles - aber Fehler nicht!

Ich würde über Temperierung nachdenken (auf meiner Website bei I3 der mittlere Link) und nicht über Infrarot.
Innendämmung würde ich nicht empfehlen, denn das kann zum Bumerang werden und schadet mehr als es nutzt!
Aussendämmung allerdings ähnlich.

So ein Glaswollegestopfe würde ich auf jedenFall NIE machen!

Als Tipp: Nicht den modernen Zauberkünstlern glauben sondern eher den tradierten Bauformen und Konstruktionen, die alle schon Jahrhunderte auf dem Buckel haben und immer noch gesund sind, was man von 99.9 % der modernen Sachen nicht sagen kann!

Die Masse machts!

FK



Innendämmung



Hallo Christoph,
Hier mal was aus meinem Archiv:

Bei der energetischen Sanierung von Bestandsbauten muss man die Gebäude immer ganzheitlich betrachten.
Das gilt besonders für Fachwerkhäuser.
Je besser ein Bauteil gedämmt wird , desto größer wird der Unterschied zum „Nachbarbauteil“.
Die warme, gesättigte Raumluft sucht sich dann immer die kälteste Stelle im Raum um zu kondensieren.
Gefahr von Schimmelbildung.

Innendämmung der Aussenwände

Die energetische Aufwertung von Gebäuden richtet den Focus immer stärker auf den Bestand.
Insbesondere bei denkmalgeschützten Fachwerkhäusern kann in der Regel nur von innen gedämmt werden.
Eine sehr gute Möglichkeit ist die kapillaraktive Innendämmung.
Stand der Technik ist aber auch noch die diffusionsbremsende Methode mit konventionellen Dämmstoffen.
Hier ist aber 120% Ausführungsqualität gefragt??

Geeignete Materialien

Leichtlehmvorsatzschalen mit den verschiedensten Zuschlagstoffen: zb Holzhackschnitzel, Holzspäne, Perlite, Liapor, Stroh, Kork usw.
In Lehm eingebettete Schilfrohrmatten .
Holzweichfaserplatten , Korkplatten
Magesitgebundene Holzwolle-Leichtbauplatten.
Calziumsilikatplatten
Platten aus gepresster Perlite
Mineralschaumplatten, hydrophil eingestellt

Verarbeitungsgrundsätze

Beim Einbau der Materialien ist darauf zu achten, dass keine HOHLRÄUME eingebaut werden.
Kapillare Anbindung ist der Fachbegriff.
In Hohlräumen würde ein „Kleinklima“ entstehen. (Nebel, Wassertropfen ungebunden)
Die Systemhersteller bieten einen Kleber an ,der einen größeren Diffusionswiderstand hat als die Platten: kontrollierte Kondensationsebene.

Beschreibung der Wirkung

Wandkonstruktionen bedürfen laut DIN 4108-3 eines Feuchteschutznachweises zur Begrenzung des Tauwasserausfalls innerhalb der Konstruktion.
Für den rechnerichen Nachweis bedient man sich des „Glaserverfahrens“.
Das ist aber ein vereinfachtes Verfahren, das nur Wärmeleitung und Dampfdiffusion unter stationären Randbedingungen berücksichtigt.
Wärme- und Feuchtespeicherung werden ebenso vernachlässigt, wie der Flüssig-und Kapillartransport.

Wirkweise der kapillaraktiven Innendämmung

Das Glaserverfahren ist für die Berechnung kapillaraktiver Innendämmungen ungeeignet!!
Geeignet sind nummerische Simulationsverfahren, die von der DIN 4108-3 ausdrücklich zugelassen werden.
Weil dieser Nachweis rechnerich kompliziert ist, versuche ich es mal mit einer „philosophischen“ Betrachtungsweise:
Aufgrund des Dampfdruckgefälles will die warme gesättigte Luft immer auf die kalte Seite.
Der „Motor“ ist die Temperaturdifferenz.
Irgendwann trifft sie auf die „kalte Wand“ und es kommt zur Wasserdampfkondensation.

Es entsteht Wasser in flüssiger „Tröpfchenform“ und es entsteht WÄRME.
Dieser „Nebel“ wird von den diffussionsoffenen, kapillaraktiven Dämmstoffen schadensfrei eingelagert.
Das ist der erste Feuchtefluss. Siehe Kühlakku im Sommer.
Der zweite Feuchtefluss beruht auf Kapillarität und verläuft genau entgegengesetzt. Siehe Zuckerstein und Kaffee.
Die Feuchtigkeit verdunstet nach innen und es entsteht KÄLTE.
Da im Winter immer etwas Kondensat in der Dämmung verbleibt, gibt es im Winter einen „latenten“ Wärmegewinn.

Im Sommer verdunstet das „Restkondensat“ und es entsteht Verdunstungskälte.
Bei kritischen Einbausituationen kann man die Verdunstung beschleunigen, indem man eine Wandheizung einbaut.
Fazit
Diffusionsoffene, kapillaraktive Dämmsysteme haben den Vorteil dass sie das Raumklima aufgrund ihrer Feuchtepuffereigenschaften positiv beeinflussen können.
Bei richtiger Ausführung sind sie als fehlertolerant zu bezeichnen.

viele Grüße



Dem umfangreichen Posting...



und insbesondere dem Fazit von Robert stimme ich zu.

Ergänzt könnte eine kapillaraktive Dämmung (z.B. Holzweichfaser in Lehm innen vollflächig angesetzt) durch eine darauf montierte wasserführende Wandheizung in Lehm eingeputzt. Das wäre denn auch eine vollwertige und sparsame Strahlungsheizung.

Aber: Gibt es Gründe, die vorhandene FBH rückzubauen? Der Wechsel zu elektrischen "Infrarotheizungen" wäre jedenfalls weder Komfortgewinn noch Kostenbremse.

Die Temperierungsideen von Florian Kurz bzw. Großeschmidt halte ich für Wohnräume unpassend. Hier geht es um eine Heizung mit anderem Komfortanspruch und Nutzerprofil, als in Museen, wo die großeschmidschen Temperierungsansätze ihre Berechtigung haben mögen. Hier noch ein Zitat von Florian Kurz: " Nicht den modernen Zauberkünstlern glauben sondern eher den tradierten Bauformen und Konstruktionen, die alle schon Jahrhunderte auf dem Buckel haben und immer noch gesund sind, was man von 99.9 % der modernen Sachen nicht sagen kann!"

Da ist jemandem eine selbstverfasste Plattheit auf die Füße gefallen :-)

Grüße

Thomas



Führend



Hallo

These: "kapillaraktive Dämmung"
Gegenthese: ein weiteres theoretische Produkt um etwas vermarkten zu können, mit wenig Erfahrungswerten.

These: "wasserführende Wandheizung"
Frage: Mit was kann man noch Wandheizen im führen? Gemüsebrühe? Dresdner Allerlei?; flüssiges Litium?

These: "Das wäre denn auch eine vollwertige und sparsame Strahlungsheizung."
Gegenthese:"Ja!" aber … mit Betonung auf eine - wenns aber mit weniger auch geht, würde ich mir das auch mal überdenken

These: "halte ich für Wohnräume unpassend"
Gegenthese: Halte ich für vollkommen ausreichend, sparsamer, nachhaltiger …

These: "Komfortanspruch und Nutzerprofil"
Gegenthese: Wie viel Grad hätten Sie denn gerne Herr T.W.B.?

… und lieber fällt mir vermeintlich was auf die Füsse als permanent auf den Kopf, das muss doch langsam weh tun …

"Warme Wände hatten die Römer schon!"

FK



Außer (kurz gedachten) Thesen...



...nix gewesen:

These: "kapillaraktive Dämmung"
Gegenthese: ein weiteres theoretische Produkt um etwas vermarkten zu können, mit wenig Erfahrungswerten.
Kontra: ein kapillaraktiver Wandaufbau ist, wo realisierbar, allgemein wünschenswert und wird wohl auch von Ihnen gutgeheißen. Eine kapillaraktive Dämmung nun ist kein theoretisches Produkt, sondern eine schon z.T. schon gut tradierte und realexistente Produktgruppe. Probleme, die ferner die konkret benannte Holzweichfaserplatte unter einer WH produzieren könnte, sind mir weder theoretisch herleitbar noch praktisch bekannt. Hier dürfen Sie gern den reichen Quell Ihrer baulichen Erfahrung für die Gemeinde öffnen.

These: "wasserführende Wandheizung"
Frage: Mit was kann man noch Wandheizen im führen? Gemüsebrühe? Dresdner Allerlei?; flüssiges Litium?
Antwort: Mit Luft, wie die von Ihnen selbst zitierten alten Römer, mit Strom (würde ich nie empfehlen, wird aber praktiziert). Mal wieder über den Tellerrand schauen, wenn die Gemüsebrühe nicht im Wege ist.

These: "Das wäre denn auch eine vollwertige und sparsame Strahlungsheizung."
Gegenthese:"Ja!" aber … mit Betonung auf eine - wenns aber mit weniger auch geht, würde ich mir das auch mal überdenken
Kontra: Bei der üblichen Fachwerkwandstärke und üblichen Bauschäden ist die vorhandene Konstruktion vermutlich noch nicht einmal winddicht. Ferner: Es ist nicht sonderlich sparsam, in Größenordnungen nach draußen zu heizen. Eine dünne Wand gibt viel der Heizenergie nach draußen, das kann auch die schönste Temperierungsidee nicht verhindern. Wie also, hier wäre wieder Ihre geballte Fachmeinung zum Nutzen des Lesers gefragt, gänge es mit dem vorhandenen, weder innen noch außen verstärkten Wandaufbau? Doch nicht mit 2 heißen Rohren im Sockelbereich, die nicht nur Dämmung ersetzen, Winddichtigkeit gewährleisten und Salzwanderungen verhindern sollen, sondern trotzdem auch noch wohnliche Temperaturen bieten?

These: "halte ich für Wohnräume unpassend"
Gegenthese: Halte ich für vollkommen ausreichend, sparsamer, nachhaltiger …
These: "Komfortanspruch und Nutzerprofil"
Gegenthese: Wie viel Grad hätten Sie denn gerne Herr T.W.B.?
Anmerkung: Das können Sie halten, wie Sie wollen. Bis zum Nachweis des Gegenteiles halte ich meine Meinung anhang meiner Praxis für bestätigt. Selbst Heizleisten, die ja mehr Fläche und Heizwirkung als Rohre bieten, stellen mich nicht zufrieden. Sie sind ebenso wie die großeschmidschen Rohre leistungsarm, weil sie weder über Konvektion noch über Strahlung größere Leistungen bringen, und sie erfordern in jedem Falle hohe Vorlauftemperaturen. Aufheizvorgänge brauchen somit sehr lange, was die Regelbarkeit mindert. Aber dazu gibt es ja noch die passende These aus der Märchenkiste der heizungstechnischen Outlaws, daß eine Nachtabsenkung eh nix bringt.

Allgemein gilt hier: Stärke im Glauben kann auch warme Zehen schaffen.

"Warme Wände hatten die Römer schon!"
Hinweis: Aber nicht von Großeschmidt. Ein ganz und gar untauglicher Vergleich.

… und lieber fällt mir vermeintlich was auf die Füsse als permanent auf den Kopf, das muss doch langsam weh tun …

Unverschämtheit. Jetzt hetze ich den Klaus Schillberg auf den Kurz, damit der Klaus beim Forenchef petzen geht: Immerhin suggeriert diese Bemerkung die Vermutung, mir wäre etwas (mehrfach gar?) auf den Kopf gefallen. Und wir haben ja gelernt, daß persönliche Angriffe zu unterlassen sind. Thesen über den zeitweiligen Geisteszustand bestimmter "Querdenker" und "Forenharmoniker" verbiete ich mir ja auch mit zunehmendem Erfolg :-)))))

Die gehören tatsächlich nicht hierher.

Herzliche Grüße in's Rund

Thomas



Auf eine Innendämmung



würde ich hier verzichten, da es sich nur um eine Wand handelt. Hierbei sehe ich eine Innendämmung als unsinnig, gemessen an dem Aufwand der Betrieben werden muss. Es ist ja nicht damit getan eine Innendämmung anzubringen, die zusätzlichen Bauteilübergreifenden Arbeiten, wie Wärmebrücken abstellen etc. kommen noch dazu.

Ein guter Luftkalkmörtel und eine einfache Temperierung z.B. mittels aufputz verlegter Heizleitungen und Plattenheizkörpern funktioniert hier auch.

Und an alle Zweifler, es funktioniert und das sogar noch sehr gut.

Grüsse



Thomas Kehle



Wenn das auch stimmt, kann es nicht sein - kannst du nicht lesen, was der leibe Gott spricht?
Siehe vor!

… und es wärmt doch …

… die Erde ist eine böhmische Scheibe …

… Glauben und grosse Zehen oder Köpfe …

Wer sich da noch auskennt?

Nur noch T.W.B. …

… ich nich …

FK



@ FK macht mir gar nix



dann bin ich eben wie .....wie hieß der Bus noch mal?
Klumbus, klo...klu .... nee Kolumbus hieß der Bus ja ja der seinerzeit behauptet hat, dass die Erde ein Ball oder eine Kugel ist. Das hat sich ja dann auch nach nicht allzulanger Zeit bestätigt.
Daher bleibe ich bei meinem Standpunkt, weil er ja funktioniert, wenn auch wider erwarten.

Grüsse



Wieso...



...nur eine Wand? Die anderen Wände werden nicht dicker sein. Argumente gegen meine Lösung bringt keiner der Diskutanten. Nur kurzes Krüppeldeutsch.

Nun hat der Fragesteller die Wahl, ob er sich mit Baupolemik oder einer Strahlungsheizung einheizt. Es steht allerlei da, einen Reim muß sich der Bauherr selber drauf machen.

Viel Spaß denn

Thomas



Können wir uns darauf einigen...



... dass egal wie schlussendlich saniert wird, die Reihenfolge - sagen wir mal - nicht optimal ist?

Sprich: Immer VOR dem Kauf genau planen was zu tun ist. VORHER prüfen ob da Ytong reingestopft wurde. VORHER jemanden finden, der einen unterstützt und das fehlende Know-How ausgleicht...

Das hilft leider Christoph nichts mehr, aber vielleicht liest das ja doch mal jemand der morgen sein Fachwerkhaus Surprise kaufen will...

Ansonsten gilt IMHO für Laien - wie mich! - die Grundregel: Such' Dir einen Experten der in der Nähe wohnt. Der Referenzen zeigen kann, deren Sanierungsvorgehen man versteht und das zu einem passt.



@ Thomas Kehle



"...und eine einfache Temperierung z.B. mittels Aufputz verlegter Heizleitungen und Plattenheizkörpern funktioniert hier auch."

Daß mit Heizkörpern geheizt werden kann, ist ja nun weißgott nicht neu. Seit der Gründerzeit verbreiten sich die Konvektionsheizkörper und sind heute Usus. Daß gerade in einem ungedämmten Fachwerkbau die viele warme Luft kalte Ecken nicht verhindert und Bauschäden fördert, ist wie viele andere Probleme mit Heizkörpern ständiges Thema im Forum. Daß freilich viel warme Luft entsteht, passiert nicht "wider Erwarten", sondern war vorherzusehen.

Ehe ich mir Gedanken um Kältebrücken bei nur einer zu dämmenden Wand machen würde (ich gehe von einer kompletten Ertüchtigung der Außenwände im Stockwerk aus), wäre die Frage der optimalen Wärmeverteilung auf dem Schirm. Und das leistet nun 'mal eine Niedertemperatur-WH geradezu perfekt. Möglicherweise aber auch die schon vorhandene FBH hinreichend gut.

Der Kurz hingegen will, falls Du das überlesen hast, die Heizkörper weglassen und nur mit den Rohren heizen. Da haben Generationen von Heizungsbauern ja wirklich alles falsch gemacht: Die Rohre hätten gereicht :-(

Wenn das Schule macht, schrauben bald die echten Sparfüchse ihre Lampen ab, die Leitungen tun's ja schon. Ein blöder Vergleich, aber die haben ja wieder 'mal hier Konjuktur.

Einen guten Start in die Woche wünscht

Thomas



Vielen Dank, aber warum keine IR-Heizung?



Hallo,
o.k., wichtig ist zunächst also die vollständige Analyse des bisherigen Wandaufbaus, bis dahin macht es also wenig Sinn, die Wand weiter einzupacken. Das geschieht demnächst, und dann hört Ihr wieder von mir. Bis dahin geht's zunächst im Bereich Heizung weiter. Ich möchte mal das Thema Infrarotheizung kritisch beleuchten.

Grüße

Christoph



@ Thomas W Böhme



welches Auto ist das Beste?
Nun die Rohre reichen bei einer WH ja auch aus um zu heizen. Und nur weil etwas aus kollektiver Überzeugung gemacht wird, heißt das noch lange nicht dass genau das gut und/oder richtig ist.
Wenn es bei mir möglich gewesen wäre, hätte ich natürlich eine NT WH eingebaut, aber es war eben mangels geeigneter Flächen nicht möglich.
Daher war diese von mir beschriebene Variante nicht nur einfachste, sondern auch die Richtig Entscheidung, wie sich nachträglich herausgestellt hat. Man kann jetzt darüber Streiten, ob man nur Rohre verlegt oder noch Heizkörper zwischen kuppelt, das macht aber keinen Sinn.
Viele Wege führen nach Rom und nicht nur einer.
Und nur weil eine Vorgehensweise nicht einer kollektiven Überzeugung entspricht ist diese noch lange nicht falsch oder schlecht.
Letztendlich muss vor Ort entschieden werden was in Frage kommt und was nicht. Kein Bauwerk gleicht dem andern, also kann auch nicht pauschalisiert werden. Es gibt nunmal keine Eier legende Wollmilchsau, so gerne man diese auch hätte.
Es geht doch nicht um Sparfüchse...tzzzz
Man könnte nun ja auch für Ölheizungen plädieren, weil man diese dann, wenn der Ölpreis explodiert, noch mit Pflanzenöl heizen kann.
Wenn eine atypische Vorgehensweise funktioniert, warum soll man diese dann nicht anwenden oder anwenden dürfen?
Als dieser Bus, Kolumbus meine ich behauptete, dass die Erde Rund ist, wurde er auch ausgelacht und für verrückt erklärt und was ist nun die Erde? Wider erwarten der Kritiker ist Sie Rund.

Grüsse und einen schönen Tag



Infrarotheizung



Über die Forumssuche findest du hier lokusrollenlange Threads über IR-Heizung.....das Stichwort ist fast so beliebt wie "Mauerwerkstrocknung"...;-)

Für eine passende Rückmeldung fehlt allerdings noch deine Antwort auf die Rückfrage von Thomas, wieso nicht die FBH lassen?

Gruss, Boris



@ Thomas



Das sind doch nur Sprüche. Auto...

"Nun die Rohre reichen bei einer WH ja auch aus um zu heizen."

Und weil in einer Wandheizung "nur" Rohre sind (die freilich beträchtliche Längen aufweisen, weil sie die gesamten Außenwände direkt erwärmen und somit zu Heizflächen machen); dann müssen nun auch 2 Rohre im Sockelbereich auf oder in der Wand zwangsläufig eine vollwertige Heizung sein? Selbst Großeschmidt nennt's nur Temperierung. Mehr ist das denn auch nicht. In einem gut gedämmten Haus wird's freilich auch mit dem Bügeleisen warm- aber der Fragesteller hat kein gutgedämmtes Haus.

@ Christoph

Beleuchte kritisch. Bevor ich aber 'was dazu schreibe (wiederholt), nutze bitte die Suchfunktion (Button oben links). Das Thema ist hier schon mehrfach ausgiebig und wortstark abgehandelt worden. Ferner: Eine Heizung wechselt Mann nicht wie Frau die Handtasche. Zumal Du schon eine Strahlungsheizung installiert hast.

Grüße

Thomas



@ Thomas W Böhme Temperierung, von nichts anderem Rede ich.



Sprüche? Nur weil ich mit meiner Meinung keiner kollektiven Überzeugung entspreche? Ich denke dass es Du Dir da etwas sehr leicht machst!
Hier geht es, so wie ich das sehe wohl mehr um ein Heizkonzept (meine Annahme) da der Fragesteller vermutlich über eine Heizquelle wie z.B. Kachelofen oder dergleichen verfügt(wiederum meine Annahme).
So und wo landen wir dann?
Du empfiehlst eine NT WH weil diese in deinen Augen das Non Plus Ultra ist. Für mich ist Sie das nicht, ich bin nicht gegen eine WH aber sie ist sehr oft Mangels Platz nicht anwendbar. Man sollte das immer das gesamte Heizkonzept betrachten und da kann eine Temperierung durchaus aussreichen.

Grüsse



zu diesem Tag - Heute 01.04.2012



schreib ich: Der Thomas hat immer recht:

FBH = Stahlungsheizung
Temperierung funktioniert nicht bei Wohnungen
Wandheizung ist immer die beste Wahl
T.W.B = Wahrheit

Thomas der Ungläubige

FK

P.S.
April April



@ Thomas K.: Deine Vergleiche mit Autos u.s.w....



...sind aber nur Sprüche und überhaupt keine Sachmeinung, bei der es sich lohnt,ernsthaft zu widersprechen.

Dein Rohrvergleich Wandheizung zu nackten großeschmidschen Rohren gar ohne Heizkörper hingegen ist einfach unpassend. Man kann, aus einem sehr engem Blickwinkel heraus, auch einen Handwagen besser finden als einen Transporter, weil der Handwagen ja keinen Sprit braucht. Dann müssten wir beide aber unsere Geschäftsideen nachhaltig überarbeiten. Vielleicht verdeutlicht das jetzt den Unsinn leichthingeworfener Vergleiche.

Ein vorhandener Ofen ist kein "Heizkonzept" und auch meist kein Bestandteil dessen. Der Grundofen ist für die Allermeisten eine Option, die aber nicht immer greifen kann. Es muß, wenn man denn schon grundhaft saniert, auch ohne Ofen komfortabel warm werden können. Keiner hat jeden Tag Zeit zum Ofenheizen. Viele haben auch nicht den Platz, Scheitholz über Jahre in den erforderlichen Größenordnungen zu lagern. Und ob der Ofen die nächsten Jahre in Betrieb überdauern kann, weiß noch nicht einmal der Schornsteinfeger. Die völlig deplatzieren Emissionsvorschriften werden manchem Ofen den Garaus machen, davon bin ich überzeugt.

Eine Wandheizung ist auch aus meiner Sicht nicht das Alleinseeligmachende und alternativlos (und das habe ich, Herr Kurz, auch nirgendwo behauptet). Wenn der Fragesteller aber über eine Verstärkung der Innenwände nachdenkt, gehört das Thema Wandheizung über moderater Dämmung in Lehmputz unbedingt mit auf den Tisch, ist einer unbeheizten innengedämmten Wand vorzuziehen und nicht nur preiswert zu haben, sondern auch sparsam und zukunftssicher.

Ob der Fragesteller den Platz für ca. 10cm Wandaufbau hat, ist doch gar nicht unser Thema. Wenn er aber über eine Innendämmung nachdenkt, ist das ja wohl wahrscheinlich.

Grüße

Thomas



Herr Kurz,



es war zu erwarten, daß Sie auch heute völlig faktenfrei argumentieren.

Und, das ist Ihnen zu Gute zu halten, da haben Sie noch nie versagt.

Grüße

Thomas



@ Thomas W Böhme



Der Vergleich mit dem Auto soll verdeutlichen, dass es kein bestes Auto gibt, denn jeder hat dazu seine eigene Meinung, für den einen ist ein Ferrari das beste Auto, für den anderen ein VW.
Genauso verhält es sich bei der Entscheidung welche Heizung gekauft wird (Pellets, Scheitholz, Gas etc.).
Und bei der Temperierung eines Bauwerks sollte man mE schon mit einen Konzept arbeiten die auf das Bauwerk abgestimmt sind.
Und wir wissen alle, dass Innendämmungen(selbst mit WH) mit Vorsicht zu geniesen sind, vorallem bei Fachwerk.
Es reicht nun mal nicht ein paar Tonnen Lehm an die Wand zu werfen, Dämmplatten und Heizrohre drauf und dann nochmal die Rohre mit Lehm einpacken und zu glauben jetzt ist alles gut. Ich bin mit Sicherheit kein Lehmgegner, aber in solchen Fällen wie hier z.B. sollte erstmal der gesamte Wandaufbau betrachtet werden und um welche Art von Fachwerk es sich handelt und diesen dann in ein Gesamtkonzept einfliesen lassen. Erst dann kann entschieden werden was das vernünftigste ist.

Grüsse



Alle?



"Und wir wissen alle, dass Innendämmungen(selbst mit WH) mit Vorsicht zu geniesen sind, vorallem bei Fachwerk."

Ich nicht. Wo ist denn der Haken bei implizierter WH?

Ferner: Ein Autokauf wird neben praktischen Erwägungen (Gehhilfe, Familienkutsche, Kombi oder Transporter) die mitunter sogar unwichtig sind (warum sonst quetschen sich alte, fette, zu spät reichgewordene Säcke mit Bandscheibenproblemen wohl in einen Carrera?) vorallem von den bunten Bildern der Werbung und dem Protz-Faktor bestimmt.

Die Wahl des Energieträgers wie auch der Wärmeverteilung sollte hingegen rein sachlich erfolgen. Da geht es eben nicht um Meinung oder gar Geschmack, weil eine Heizung nun weißgott keinen Protzfaktor hat und nicht wie ein Auto oder eine Handtasche gekauft wird. Insofern gibt es für eine konkrete Situation auch eine beste Heizung. Und für eine übliche Fachwerkwand habe ich noch nirgendwo konkrete und nachvollziehbare Argumente gegen eine WH auf HWPl in Lehm gefunden.

Aber der Fragesteller schein das Interesse verloren zu haben. Wenn er nicht verrät, warum er seine Fußbodenheizung totlegen will, brauchen wir uns hier auch nicht weiter abzustrampeln.

Grüße

Thomas