Frau braucht Hilfe! Alternative für EPS Platten auf Bitumendickbeschichtung

25.02.2016 Karin



Hallo Ihr Cracks,
ich bin sooooo froh, diese Seite gefunden zu haben und ich hoffe inständig, dass Ihr mich auf den richtigen Weg bringen werdet...und ich möchte mich bereits im voraus für Eure Mühe und die Zeit bedanken, die Ihr opfert, um mein Anliegen zu lesen und mir evt. Tipps zu geben..!

Und bitte, bitte so erklären, dass ich es als Frau (= kein Bauexperte) auch verstehen kann.... ;-))

Ich bin stolze Besitzerin eines 1970 von meinen Eltern in Eigenarbeit gebauten Reihenhauses. Dieses ist in einen Hang reingebaut - auf der Rückseite habe ich also drei Meter tief das Fundament freigelegt.
Damals wurde 2x ein Bitumenanstrich aufgebracht.
Davor wurden tönerne Gitterziegel im Verbund gestapelt.
Dann wurde sehr bindiger Boden davor geschichtet.
Nun - nach über 40 Jahren wird der alte Bitumenanstrich langsam durchlässig.
Ich habe mich nun schon fast zu einer Bitumendickbeschichtung durchgerungen, die in zwei Schichten mit einer eingelegten Gewebebahn aufgebracht werden soll. Alternative wäre eine bitumenfreie Beschichtung der Firma Web..., die zwar in 24h durchgetrochnet sein soll, aber die erst 15 Jahre auf dem Markt ist.

Was mir aber jetzt vollkommen unsinnig erscheint, sind die Wärmedämmplatten EPS oder XPS mit Rillen und Vlies kaschiert, die auf die Bitumendickbeschichtung aufgeklebt werden sollen.
Eigentlich brauche ich gar keine Wärmedämmung, da ich froh bin, dass der Keller kalt ist...aber der Zweck der Platten soll eben auch darin bestehen, dass der wieder zu verfüllende Kies und Rollkies nicht direkt an die Wand knallt und diese evt. beschädigt.
Habt Ihr vielleicht eine Alternative, was man nehmen könnte?? Die Gitterziegel habe ich leider schon entsorgt...

Ich bedanke mich sehr für Eure Hilfe!!!



Danke sehr!!!



Hallo olistruve,
ich bedanke mich sehr für Ihre Hilfe!!
Eine Bitumendickbeschichtung ist wohl die sinnvollste Alternative für eine bereits bestehende Bitumenbeschichtung.
Würde man denn auch ein Fachwerkhausfundament so abdichten?
Macht es evt. Sinn, den alten Bitumenanstrich komplett zu entfernen und dann mit etwas ganz Anderem abzudichten??

Was die von Ihnen vorgeschlagenen dreilagigen Bahnen betrifft, so habe ich z.B. eine von Ihnen vorgeschlagene dreilagige Bahn von GeoTec PMI oder Delta Geo Drain Quattro gefunden...
Wie wird diese Matte denn angebracht? Sie wird ja wohl nicht geklebt, sondern nur davor ge...??....

Vielen, vielen lieben Dank für die Mühe - ich weiß es sehr zu schätzen....

Karin





Ooooh ja - ich meine den erdberührten Teil des Kellers außen... dann ist das also nicht das Fundament.. ;-))

Wunderbarerweise ist es kein Teer sondern tatsächlich ein Bitumenanstrich, den man 1970 angebracht hat.
Ich wollte ihn nach dem Säubern mit Hochdruck mit Barraseal Turbo kratzspachteln (quasi als Haftbrücke)und dann zwei Schichten Pecimor 2K auftragen mit Gewebeeinlage in der ersten Schicht.
Was mir von der Firma Web.. empfohlen wird, ist das D24, welches innerhalb von 24h durchgetrocknet sein soll...es ist aber erst seit ca. 5 Jahren auf dem Markt und der Vorgänger D2 erst seit 15 Jahren.... also ich möchte doch nicht so gerne das Versuchskaninchen spielen in dieser Angelegenheit...

Ich bedanke mich sehr für Ihre Mühe und die Arbeit, die Sie sich mit mir gemacht haben.... vielen, lieben Dank und liebe Grüße aus Wuppertal
Karin



ERST seit 15 Jahren?



15 Jahre sind in der chem. Bauindustrie eine sehr lange Zeit, dort kommen monatlich neue Produkte auf den Markt. Nehmt das Superflex 10 und alles wird gut. Superflex D2 nimmt man, wenn man drauf putzen möchte. Ist teurer. Habt ihr überhaupt geprüft ob die Feuchtigkeit von außen kommt, oder obs nur Kondensat auf der Innenseite ist? Bei ungedämmtem Keller an der Tagesordnung.
Und stellt Dämmplatten davor, dann habt ihr auch keine Kondensatprobleme mehr ;-)





Hallo Methusalem,
vielen Dank für die Antwort.... ich hatte wohl vergessen, dazu zu sagen, dass ich WENN ich einmal baue, DANN für die Ewigkeit...hihihihihi!!
Also das Bauen ist zwar sehr interessant, aber doch mit hohen Kosten und Mühen verbunden...und daher möchte ich es so machen, dass es eben nicht NUR 50 Jahre hält, sondern möglichst noch länger...!! ;-))
Also wenn ich das richtig sehe, ist Superflex 10 auch eine Bitumendickbeschichtung - nur von der Firma Weber...die finde ich auch sehr gut.
Aber was mir noch Sorge macht, sind die Dämmplatten... vollflächig verkleben möchte ich sie auf keinen Fall...die bekommt ja die nächste Generation gar nicht mehr ab... aber kann man sie auch nur davorstellen, oder nur mit zwei, drei Punkten verkleben?? Ich möchte für die Ewigkeit bauen... und lieber ein bissl sicherer als zu unsicher... also der größte Lastfall mit stauendem Wasser wird das bei mir nicht sein... aber weiß man's. Da es ein Reihenhaus ist, kann ich keine Drainage nach vorne umlegen. Sie wird unter dem Haus entlang geführt.
Also wird die neue anzubringende Drainage am Haus an das vorhandene Fallrohr des Flachdachs angeschlossen... und wenn es mal sehr viel regnet und gleichzeitig durch den jetzt dann durch Kies durchlässigen Boden das Wasser vom Hang in die Drainage läuft... dann könnte es evt. doch mal stauen...
Sicher ist sicher!!
Aber diesen Sondermüll von Dämmplatten finde ich auch nicht so doll...
Wenn Ihnen als Methusalem (!! ;-)))noch was einfällt.... bin dankbar für jeden Hinweis...
Viele, liebe Grüße
Karin



Im



Im Gegensatz zu D2 kann man das Superflex 10 auch bei Lastfall 6 einsetzen. Danke der Nachfrage ;-)



obwohl



können doch beide... habs nochmal nachgelesen.

Zu den Dämmplatten: ob Kleben oder nicht, streiten sich die Gelehrten. Ich würde sie lose davorstellen.



Kellerabdichtung



hallo Karin
kannst du nicht mal Bilder der Kellerwand von außen und innen und des Gebäudes mit Umgebung machen-dann läßt sich die Situation besser beurteilen.

Bei relativ glatt geputzen Wänden lassen sich Bitumenbahnen als Abdichtung verwenden,
bei sehr rauhen Untergründen besser streichbare Abdichtungen.

Als ökologische Variante zu XPS können Glasschaumplatten als Dämmung/Tauwasserschutz verwendet werden-
die sind aber relativ teuer- dafür fast ewig haltbar-
was wir leider nicht sind, sodaß immer zu überlegen ist wieweit wir für die Zukunft bauen.

Bei unserem Gebäude war die hangseitige Kellerwand, die nur aus unverputzten Betonschalsteinen besteht nur mit einer davor gestellten Noppenbahn gegen Erdfeuchtigkeit abgedichtet- seit über 30 Jahren gab es keinen Schaden.

Es können also auch eigentlich mangelhafte und ungenügende Ausführungen funktionieren.
Es kommt darauf an, welcher Grad an Feuchtigkeit bei dir vorliegt-
evt ist eben auch, wie schon erwähnt, Kondensfeuchte möglich.
Hast du die Raumfeuchte und Temperatur gemessen?
dann läßt sich das relativ gut feststellen.

Andreas Teich