Frage zur Qualität von Rauspund

18.12.2020 Bersröder

Frage zur Qualität von Rauspund

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und mich interessiert eure Meinung.
Ich habe auf mehreren Internetseiten gelesen, dass man für den Boden in einer Holzwerkstatt Rauspund nehmen kann. Natürlich wären Hobel-, 3-Schicht- oder Hartholzdielen besser, aber dazu später mehr.

Ich hatte Rauspund bestellt und heute wurde geliefert. Da ich nicht vom Fach bin, wollte ich mal fragen, was ihr von der Ware haltet.



2. Bild vom Rauspund


2. Bild vom Rauspund

2. Bild vom Rauspund



3. Bild vom Rauspund


3. Bild vom Rauspund

3. Bild vom Rauspund



Rauhspund



Für Rauhspund gibts nur geringe Qualitätsanforderungen-solche Hölzer würde ich mir immer vor Bestellung ansehen.
Es gibt eine große Bandbreite der Qualität-
ich hatte schon welche, die problemlos als Fußbodendiele verwendet werden konnte, andere eignen sich mehr als Betonschalung oder Brennholz.

Die Sichtfläche sollte zumindest geschlossen sein



Danke,



der Fahrer durfte die Ware auch direkt wieder mitnehmen. So habe ich mir den Boden in der Werkstatt nicht vorgestellt.

Wäre denn alternativ folgender Aufbau möglich?

Die Unterkonstruktion mit 38x58 mm Latten im Abstand von 45 cm ist schon fast fertig. Könnte ich darauf 12 mm OSB-Platten legen und zum Abschluss 14 mm Vollholzpakett?

Beides könnte ich morgen bekommen und somit weitermachen. Oder macht dieser Aufbau keinen Sinn und ich warte lieber bis ich z. B. Hobeldielen geliefert bekommen kann?

Gruß, Sebastian



Das kommt auf sie benötigte Traglast an



Zum drüber laufen wäre Ihre Idee mit unterlattung, 12mm osb und 14mm Vollholzparkett durchaus mehr als stabil genug, die Frage ist nur, da es eine Holz-werkstatt darauf aufgestellt werden soll, wie schwer sind ihre Geräte und was kommt rein? Bei einer alten 400kg Schweren Guss Bandsäge hätte ich Bedenken, ob der boden nicht evtl bricht. Wenn Sie Ecken oder bereiche haben in welchen sehr Schwere Maschinen zum Einsatz kommen, würde ich ihnen empfehlen evtl zwischen der unterlattung und der osb Platte eine leichte Füllung einzubringen, welche für eine bessere Lastverteilung sorgt.



Formatkreissäge-Fräse-Kombination könnte schon über 500 kg haben.



Als Dämmung liegen leider schon Steinwolle-Dämmplatten zwischen den Latten.
Müssten OSB-Platten und Parkett eigentlich verklebt werden, oder gibt es da eine Alternative?



Werkstattboden



Verkleben müßtest du das wenn die Tragfähigkeit erhöht werden soll.
Warum nicht nur eine dickere Lage OSB- Platten, evt lackiert?



Ein Werkstattboden...



...mit nahezu furnierstarker OSB - Platte? Vergessen Sie das besser gleich. 22mm sollten es auch bei den geschilderten Lattenabständen schon mindestens sein. Verklebt in Nut und Feder.

Alternativ: eine Nadelholzdiele raumlang 27/28 mm kostet doch auch nicht die Welt. Die Idee mit Parkett auf OSB kommt mir zu einem Werkstattboden hingegen spleenig und überteuert vor. Wollen Sie dort arbeiten, oder nur den Putzhobel hübsch hinstellen?

Grundsatzlich: Die Tragschicht muß die Last aufnehmen. Das Daraufkleben von Parkett verbessert die Situation nicht wesentlich.

Grüße

Thomas



Am Montag schaue ich ...



... mir nochmal andere Dielen an. Ist zwar wieder Rauspund, aber wohl viel bessere Qualität. Ansonsten werden es 25,5 mm Hobeldielen aus Fichte.

Sehe ein, dass die Idee mit Parkett auf dünnem OSB ein Schnellschuß war. Ist aber sowieso raus, da ich nicht verkleben möchte.

Danke und Gruß,

Sebastian



Der Rauspund im Bild



ist ein ganz normaler handelsüblicher Rauspund.....da gibts eigentlich nix zu meckern.
wenn das nicht deinen Anforderungen entspricht ist das nicht die Schuld des Holzhändlers.
bei Rauspund darf eine Seite eine Baumkante haben.....Astlöcher sind erlaubt.
Du wolltest eine Hobeldiele , da ist weder Baumkante noch Astlöcher erlaubt.
da bist du aber halt schon preislich in einer ganz anderen Liga.

ich würde mindestens 23,5mm stärke nehmen...für einen Werkstattboden eher sogar noch stärker.

gruß aus dem Holzfachhandel ;-)



Rauhspund...



...ist einfach nicht als Fußboden gedacht.

Er darf bis 20% HF haben und wird also kräftig nachtrocknen, ggf. sogar aus Nut und Feder.

Grüße

Thomas